(Deutsch) Die Sterne sind die Boten der Gemeinden

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Vielleicht haben viele von uns in der Vergangenheit im Buch der Offenbarung den sieben goldenen Leuchtern die meiste Aufmerksamkeit geschenkt, aber sehr wenige haben die sieben Sterne beachtet. Die meisten unter uns meinen vielleicht, dass die sieben Sterne unwichtig seien, sie kümmern sich mehr um die sieben goldenen Leuchter. Das ist ein schwerwiegender Fehler. Wenn nur die sieben goldenen Leuchter wichtig wären, warum würde dann der Herr Jesus das Geheimnis der sieben Sterne erwähnen? Und in Vers 20 von Kapitel 1 werden die sieben Sterne zuerst erwähnt und erst danach die sieben goldenen Leuchter. Sind die sieben goldenen Leuchter wichtiger als die sieben Sterne? Vor einigen Jahren hätte ich gesagt, dass die goldenen Leuchter wichtiger sind. Aber heute muss ich sagen, dass die sieben Sterne wichtiger sind als die sieben goldenen Leuchter. Nachdem wir in den letzten 50 Jahren durch so viele Erfahrungen hindurchgegangen sind, kann ich heute diese Aussage machen. Die Sterne sind wichtiger, weil sie die Boten der Gemeinden sind.

Kurz gesagt, die sieben Sterne sind die verantwortlichen Brüder in den sieben Gemeinden. In den letzten Jahren haben wir Leitende oder Älteste in den Gemeinden gesehen, die den falschen Weg gegangen sind, und infolgedessen wurde die ganze Gemeinde irregeführt. Als der Herr Jesus die Sendschreiben an die Gemeinden verfasste, schrieb er sie nicht direkt an die Gemeinden, sondern richtete sie an die Boten der Gemeinden. Er befahl Johannes nicht, „der Gemeinde in Ephesus“ zu schreiben, sondern „dem Boten der Gemeinde in Ephesus“ (Offb. 2:1). Warum wurden die Sendschreiben an die Boten der Gemeinden gerichtet? Wäre es nicht gut genug gewesen, einfach der Gemeinde zu schreiben? Hier müsst ihr einen wichtigen Punkt erkennen: Wenn die Gemeinde ein Problem hat, dann liegt der Grund darin, dass mit den Boten – den Leitenden – etwas nicht stimmt. Du musst nur die Boten anschauen, dann wirst du wissen, wo die Gemeinde geistlich steht. Wenn die Ältesten einer Gemeinde nicht im Leben wachsen und nicht vorangehen, dann hat die Gemeinde keinen Weg voranzugehen.

Dies ist der Grund, warum der Herr nicht nur das Geheimnis der sieben goldenen Leuchter offenbart hat, sondern auch das Geheimnis der sieben Sterne. Die Gemeinde ist in der Tat ein Geheimnis, genau wie das Himmelreich in Matthäus 13 ein Geheimnis ist. Das Wort „Geheimnis“ bedeutet nicht nur etwas Verborgenes oder etwas, das schwer zu verstehen ist. Vielmehr zeigt es auch etwas Kompliziertes. Warum ist das Himmelreich ein Geheimnis? Es ist ein Geheimnis, weil es nicht nur mit Gott zu tun hat, sondern auch mit uns. Wenn es nur mit Gott zu tun hätte, so hätte das Himmelreich sicherlich kein Problem. Sobald aber wir hinzukommen, wird es kompliziert. Außerdem mischt sich der Feind, Satan, mit den Mächten und Gewalten ein. Damit wird es sogar noch komplizierter! Wenn der Herr Jesus der Einzige wäre, der den Samen des Himmelreichs sät, dann wäre alles, was wächst, ganz himmlisch und alles wäre so einfach. Aber der Herr Jesus erwähnt vier verschiedene Erdböden, die unsere Herzen darstellen. Einige sind hart wie ein Weg, andere sind felsig ohne viel Erde, einige tragen Dornen und ersticken den Samen und einige sind ein guter Boden. Das Herz der Menschen ist wirklich zu kompliziert! Außerdem kommt auch der Teufel und sät seinen Samen. Das macht die Sache noch schwieriger! Sagt mir, ist die Gemeinde so einfach? Wenn sie so einfach wäre, hätte der Aufbau der Gemeinde nicht schon über 2000 Jahre gedauert; und der Aufbau ist noch nicht einmal fertig! Wenn die sieben goldenen Leuchter ein Geheimnis sind, was ist dann der Schlüssel? Er liegt in den sieben Sternen. Ich habe nicht die Zeit, euch die ganze Geschichte der Gemeinde in den letzten 2000 Jahren zu erzählen, aber warum ist die Gemeinde heute in solch einen Zustand gefallen? Das Hauptproblem liegt in der Untreue der verantwortlichen Brüder. Daher sind die sieben Sterne auch ein Geheimnis. In Offenbarung 1 gibt es zwei Geheimnisse, und das Geheimnis der sieben Sterne wird zuerst erwähnt. Als der Herr Jesus den Gemeinden geschrieben hat, schrieb er den Boten der Gemeinden und nicht den Gemeinden direkt. Dies beweist die Wichtigkeit der Boten der Gemeinde.

Der Zusammenhang des ganzen Neuen Testaments zeigt uns, dass sich die sieben Sterne in der rechten Hand des Herrn auf die Ältesten in den Gemeinden beziehen. Die Ältesten werden vom Heiligen Geist eingesetzt, um die Herde zu weiden und sie zu beaufsichtigen, um gute Vorbilder der Herde zu sein, aber nicht, um über die Herde zu herrschen. Das zeigt uns der Herr im Neuen Testament. Daher sind die Ältesten oder die verantwortlichen Brüder in den Gemeinden sehr wichtig. Jeder goldene Leuchter (jede Gemeinde) ist ein korporatives Gebilde. Genauso ist der Stern jeder Gemeinde ein korporatives Gebilde. Es gibt nicht einen einzigen Ältesten, der die anderen Ältesten leitet, sondern es gibt eine Ältestenschaft, die eine Gruppe von Ältesten umfasst. Denke nicht, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen und die anderen Ältesten beeinflussen kannst, nur weil du ein Ältester bist. Nein! In allem musst du zuerst den Herrn fragen und dann kannst du mit den anderen Ältesten in einer guten, aufrichtigen und geistlichen Weise im Herrn Gemeinschaft haben. Nur Älteste einer Gemeinde, die zusammen in Christus aufgebaut sind, können einen Stern bilden. In der Gemeinde hat nicht ein einziger Ältester das Sagen, denn das ist gegen das Prinzip der Bibel. Wenn wir heute zusammen dienen, müssen wir eine Vision haben und können es uns nicht leisten, locker damit umzugehen. Nur wenn die Ältesten zusammenkommen und im Leben miteinander koordinieren, mit dem Herrn als dem Haupt, dann werden sie zu einem korporativen Stern. Treffe keine Entscheidungen in der Gemeinde alleine. Die Ältestenschaft muss die Gemeinde mit der Einheit in Christus leiten, nämlich mit der Einheit des Geistes und nicht mit nur irgendeiner Einheit. Denke nicht, dass das so einfach ist! Ich habe in den letzten 50 Jahren zu viel gesehen. Möge der Herr uns barmherzig sein. Ob du ein Ältester, ein verantwortlicher Bruder oder ein Diakon bist, das Prinzip des Dienstes in der Gemeinde ist ein und dasselbe.

(Deutsch) Das Geheimnis der 7 Sterne: Einleitung

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Christus – der Standard des Dienstes im Neuen Testament

Jesus Christus ist unser einziger Standard für den Dienst im Neuen Testament. Er war ganz für Gott und eins mit ihm. In Johannes 4:34 sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.“ Was für ein wunderbares Vorbild, dem wir folgen sollen. Wir können Gott nicht auf irgendeine Art und Weise dienen – dass jeder tut, was recht ist in seinen Augen (5.Mose 12:8, 25, 28). Wenn jemand für eine Firma arbeitet, kann er nicht vermessen sein und alles auf seine eigene Art und Weise tun. Wenn er so arbeitet, wird er seine Stelle verlieren. Betrachten wir den priesterlichen Dienst in der Heiligen Schrift zur Zeit des Alten Bundes, dann sehen wir, dass die Priester alles genau nach Gottes Anweisung gemacht haben. Sie dienten dem gerechten, heiligen und herrlichen Gott. Genau das trifft auch auf uns zu. Wenn wir heute dem Herrn dienen, müssen wir seinem Wort ganz gehorchen, um ihm wohlgefällig zu sein. Paulus sagt in Galater 1:10: „Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht.“ Im Alten Bund verlangte Gott, dass alle priesterlichen Dienste genau nach seinem Wort ausgeführt werden. Und sein Standard ist sehr hoch. Vergiss nicht, was den zwei Söhnen Aarons widerfahren ist, als sie in 3.Mose 10:1-3 fremdes Feuer opferten. Aus dieser Geschichte sollten wir nicht nur ein paar Lehren ziehen. Die Bibel gibt uns viele Warnungen. In der letzten Dienstkonferenz haben wir gesehen, dass der vollkommenste Standard des Dienstes der unseres Herrn Jesus Christus selbst ist. Kein Wunder, dass Gott der Vater erklärt hat:

„Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Mt. 3:17; 17:5). Leider tun wir wegen unseres gefallenen und vermessenen Wesens in unserem Dienst oft Dinge, die Gott nicht wohlgefällig und die sogar gegen seine Anweisungen gerichtet sind. Hast du keine Furcht vor dem Gericht des Herrn, das uns erwartet, wenn er wiederkommt? Geschwister, mögen wir alle lernen und vor dem Herrn üben. Erinnert euch daran, dass das erste Opfer in 3.Mose 1, das Gott von uns fordert, das Brandopfer ist. Dieses Opfer zeigt Christus als denjenigen, der ganz für Gott ist. Er kam ausschließlich, um den Willen Gottes zu tun. Er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.

Die vollkommene Menschlichkeit Jesu

Ein weiterer wichtiger Faktor bei einer Person, die Gott dient, besteht in der Erfahrung der Menschlichkeit Christi, die durch das Speisopfer dargestellt wird. Nur eine Handvoll des Speisopfers wurde für Gott verbrannt; der Rest war die Speise der Priester. Warum gefällt unser Dienst dem Herrn nicht? Weil unsere Menschlichkeit gefallen und voller Sauerteig ist. Wir sind sehr locker und vermessen, sehr grob und Gott ungehorsam, eigenwillig und denken immer, dass wir alles wüssten. Wir tun nicht, was er uns sagt, sondern tun so viele Dinge, die gegen seinen Willen sind. Wegen unserer gefallenen Menschlichkeit genügt unser Dienst nicht seinem Standard. Daher muss jemand, der dem Herrn dient, die Menschlichkeit Christi essen. Das ist sehr grundlegend. Denke nicht, dass du qualifiziert bist, ihm zu dienen, weil du so viel Wissen hast – das macht dich nur stolz und aufgeblasen. Der Stolz wird über dich kommen, so dass du von jedem erwartest, auf dich und nicht auf Gott zu hören. Du wirst so unnahbar, dass jeder, der nicht mit dir einverstanden ist, hinausgeworfen wird – du schließt sogar die Tür für den Herrn Jesus selbst! Das ist unsere gefallene Menschlichkeit. Aber schaue den Herrn Jesus an. Als er auf diese Erde kam, war er nicht so. In unserem Dienst brauchen wir die Menschlichkeit des Herrn Jesus Christus. Ansonsten wird unser Dienst viele Probleme verursachen. Wir müssen erkennen, dass das Fleisch eines Christen nicht besser ist als das eines Ungläubigen in der Welt. Ich hoffe, ihr habt unsere Gemeinschaft in der letzten Dienstkonferenz nicht vergessen. Eigentlich brauchen wir gar keine Dienstkonferenz, sondern wir sollten einfach unseren Herrn Jesus täglich in den vier Evangelien anschauen und von ihm lernen. Das würde schon ausreichen! Möge der Herr uns barmherzig sein.

Alles, was im Neuen Testament geschrieben steht, bestätigt und erfüllt das, was schon im Alten Testament (der Herr nannte es „die Schrift“) gesagt wurde. In den vier Evangelien wird vieles wiederholt. Genauso in den Briefen: Galater, Epheser, Philipper und Kolosser. Warum wird darin so viel wiederholt? Weil wir oft hören und dann wieder vergessen. Mit dem linken Ohr hören wir und durch das rechte Ohr geht alles wieder hinaus. Wir sollten mit beiden Ohren hören, aber der gefallene Mensch hört nur mit einem Ohr und das Gesagte geht durch das andere wieder hinaus. Nachdem wir das Wort gehört haben, setzen wir es nicht in die Praxis um. Geistliche Erfahrung kommt nicht vom bloßen Hören, sondern wir gewinnen sie durch unsere Übung und unser Lernen. Daher sagt die Bibel, dass wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes werden sollen. Ich habe so viele gesehen, die eine gute Botschaft geben können, aber die wie die Pharisäer und Schriftgelehrten nicht tun, was sie lehren! Jeder kann reden, aber nicht jeder tut auch gemäß dem, was er redet.

(Deutsch) Heiligung durch die Feste des Herrn

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Das Wort der Heiligung dient nicht nur unserem Wissen, sondern wir sollen die Wirklichkeit der Heiligung in unserem persönlichen, täglichen Leben und auch im Gemeindeleben erfahren. Die Tatsache, dass Gott heilig ist, ist Grund genug für uns, uns vollständig zu heiligen. Der heilige Gott kann nicht in einem unheiligen, toten Haus wohnen. Auch wir wollen nicht in einem Grab wohnen. Nicht einmal die Obdachlosen würden auf einem Friedhof übernachten. Der Tod ist schrecklich. Gott ist ein heiliger Gott; wie könnte er in einem unheiligen Haus wohnen wollen? Als sein Tempel durch Götzen und Tod beschmutzt war, lud er Nebukadnezar ein, um ihn völlig zu zerstören und zu verbrennen. Wenn etwas tot ist, dann ist es aus und vorbei.

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(Deutsch) Heiligung, Gericht und Läuterung

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Ein heiliger Wandel muss unsere Wirklichkeit sein. Die ganze heutige Weltlage fordert uns heraus, der Heiligung nachzujagen und uns von der Welt abzusondern. Aufgrund des COVID-19 Virus sind wir gezwungen, Abstand zu halten. Eigentlich hätten wir uns bereits vorher von der Welt mit all ihren Bösen und auch Guten Dingen und allem, was Gott nicht gefällt, absondern sollen. Leider hängt unser Herz immer noch an vielen Dingen. Ist es nicht erstaunlich, dass in so kurzer Zeit alles angefangen hat zusammenzubrechen? Die Welt bricht in sich selbst zusammen. Diese Situation hilft uns, die Vergänglichkeit zu erkennen. Aber wir haben einen sicheren und festen Anker der Seele (vgl. Hebr. 6:19). Wir können uns heute an nichts festhalten, außer an unserem wunderbaren, lebendigen, dreieinen Gott.

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(Deutsch) Die Pflichten der Priester

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Die Schaubrote

Die Priester bereiten die Schaubrote als Speise für die priesterliche Familie vor. Auf dem goldenen Tisch liegen die Schaubrote – deshalb feiern wir den Tisch des Herrn. Nachdem Christus alles vollbracht hatte, hat Er uns den Tisch gedeckt. Er wurde zu unserer wahren, geistlichen Speise. Die Speise, die wir zubereiten, ist Christus, das Brot vom Himmel. Was immer wir im Haus des lebendigen Gottes für den Vater und die Heiligen vorbereiten, muss das Brot sein, das vom Himmel herabgekommen ist. Diese Ernsthaftigkeit haben wir oft nicht, wenn wir die Speise zubereiten. Geistlich gesehen brauchen wir ein heiliges Empfinden für den Tisch des Herrn. Im übertragenen Sinn ist der Tisch aus Gold, heilig, gesalbt und göttlich. Wenn wir das Brot brechen, wollen wir an den Leib Christi denken, der für uns gebrochen wurde. Deshalb bereiten wir das Brotbrechen in dem Bewusstsein vor, dass es heilig ist.

Wenn ich esse, dann genieße ich, was ich esse und schlinge es nicht einfach hinunter. Deshalb geben wir das Brot langsam weiter und lassen genügend Zeit verstreichen bis der Kelch folgt. Wenn wir das Brot mit Gebet essen, gedenken wir des Herrn, der das Brot des Lebens ist, und haben den Wunsch, Seine Menschlichkeit zu genießen und zu erfahren und auch allen Sauerteig auszufegen. Das Brot und den Wein reichen wir auf heilige Weise dar und sinnen darüber nach, mit welch hohem Preis der Herr uns erkauft hat. Er kam vom Himmel herab und hat sich selbst erniedrigt, wurde ein Sklave, um uns zu dienen und sogar für uns zu sterben. Er durchlebte die verschiedensten Leiden, um dieses wunderbare, ungesäuerte Brot zu werden, das wir genießen können. Es ist sehr gut, wenn wir den Heiligen etwas Zeit geben, darüber nachzudenken und dem Herrn zu danken.

Der Leuchter

Die Aufgabe der Priester ist es, den Leuchter immer brennend zu halten (vgl. 3.Mo. 24:1-4). Das Licht soll sowohl denen im Haus leuchten, als auch für die Welt ein lebendiges und scheinendes Zeugnis sein. Wenn wir nicht untereinander im Haus Gottes Licht geben können, wie können wir dann ein Licht für die Welt sein? Christus ist die Lampe und Gott das Licht. Wir brauchen auch Öl für den Leuchter. Das Öl, der Heilige Geist, sollte immer frei und ungehindert fließen können. Wenn das Öl zu langsam verbrennt, wird es abgestanden und ranzig. Der goldene Leuchter muss immer wieder gereinigt und der Docht beschnitten werden, und täglich gießen die Priester frisches Öl für die Lampen nach, damit der Leuchter hell brennen kann. Im Heiligtum gibt es keine Fenster und darum kein natürliches Licht. Alles Licht ist göttlich und nach vorne auf die Schaubrote gerichtet. Wir brauchen dieses göttliche Licht. In Sacharja 4 bekommt der Leuchter durch goldene Röhren ständig frisches Öl vom Olivenbaum (vgl. Sach. 4:11-14).

Der goldene Räucheraltar

Die Priester sollen auch am goldenen Räucheraltar Räucherwerk verbrennen. Nadab und Abihu versuchten, mit fremdem Feuer zu räuchern. Alles Natürliche ist für Gott inakzeptabel. Sie vergaßen, was Mose ihnen in Bezug auf das Opfern und Räuchern gesagt hatte und gingen in das Heiligtum mit fremdem Feuer. Es durfte nur das Feuer des Brandopferaltars genommen werden. Darum wurde Gott zornig und schickte Feuer, das Nadab und Abihu auf der Stelle verzehrte.

Wir wollen lernen im Geist zu beten: “Ihr aber, Geliebte, baut euch auf in eurem heiligsten Glauben, indem ihr im Heiligen Geist betet” (Jud. 1:20). Lasst uns allezeit im Geist und mit dem Wort Gottes beten: “und nehmt den Helm der Errettung und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, durch alles Gebet und Bitten, indem ihr allezeit im Geist betet und hierzu wacht mit aller Beharrlichkeit und mit Bitten für alle Heiligen” (Eph. 6:17-18). Das Räucherwerk hat einen süßen Duft und unterscheidet sich von dem Gebet derer, die außerhalb des Heiligtums beten. Sie können dort auf jegliche Art beten, aber wenn wir als Priester zusammenkommen, um das Räucherwerk darzubringen, dann beten wir nach Gottes Last für Seinen Willen und Seinen göttlichen Vorsatz. Unser Gebet muss als Räucherwerk mit dem süßen Duft Christi aufsteigen. 2.Mose 30 beschreibt ab Vers 22, wie das Räucherwerk hergestellt wurde. Gott will ein ganz bestimmtes Räucherwerk haben und das Feuer muss vom Brandopferaltar kommen. Wir können dort nicht mit eigenem Feuer entsprechend unserer eigenen Last räuchern. Mögen wir als Priester lernen, wie man am goldenen Räucheralter Räucherwerk verbrennt. Das sind die Pflichten eines Priesters.

Unterscheidungsvermögen

Im dritten Buch Mose gibt es viele Gesetze, die die Priester beachten müssen. Die wesentlichen Gesetze finden wir ebenfalls in Hesekiel 44:15-31. Die Priester sollen auch das Volk Gottes lehren. Wenn wir als Priester lehren, dann in der Weise, wie das Eltern mit ihren Kindern tun. Wir leiten sie an und helfen ihnen, den Unterschied zwischen heilig und gewöhnlich zu erkennen. Natürlich können wir niemanden zwingen, heilig zu sein. So wie es am Ende von Offenbarung geschrieben steht. Dort sagt der Herr nicht: “Wer unheilig ist, werde jetzt heilig”, sondern: “Wer unrecht tut, der tue weiterhin unrecht; und wer schmutzig ist, der beschmutze sich weiterhin; und wer gerecht ist, der tue weiterhin Gerechtigkeit; und wer heilig ist, der führe weiterhin ein heiliges Leben” (Offb. 22:11). Gott zwingt uns nicht, heilig zu sein; es ist unsere Entscheidung.

Um den Unterschied zwischen Leben und Tod zu erkennen, ist es nicht ausreichend, einfach die Bedeutung eines Verses erklären zu können. (vgl. Eph. 4:14). Wir brauchen ein Empfinden für Leben und Tod, für das, was heilig und das was unheilig ist. Wenn wir dieses Empfinden haben, können wir nicht so leicht verführt werden. Zwischen Heiligem und Gewöhnlichen, Reinem und Unreinen, zwischen Geist und Fleisch zu unterscheiden ist sehr wichtig. Paulus sagte: “Ich sage aber, wandelt durch den Geist, so werdet ihr die Begierde des Fleisches gewiss nicht vollbringen” (Gal. 5:16).

Das heutige Ziel eines Priesters ist es, sich auf die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus vorzubereiten, um mit Christus als König in Seinem Reich tausend Jahre zu regieren. Niemand möchte gerne den Tag des Zornes Gottes während 3 1/2 Jahren durchleiden und danach noch 1000 Jahre Strafe und Zwangserziehung absolvieren. Das ist nicht Gottes Absicht für Sein Volk. Die Priester sind verantwortlich für alle Bereiche des Heiligtums. In gleicher Weise müssen wir lernen, im Gemeindeleben alles in der vorgegebenen Ordnung zu halten. Es ist gut, daran erinnert zu werden.

Eine ernsthafte Warnung an die Priester bezüglich ihres Dienstes vor Gott

In der Bibel gibt es viele ernsthafte Warnungen, die wir zu Herzen nehmen sollten. Wir sehen sie am Beispiel von Nadab und Abihu, Ussa und König Ussija. König Ussija war ein guter König, aber er wurde stolz. Er ging in das Heiligtum und wollte Räucherwerk räuchern, wozu er kein Recht hatte. Aber er meinte, als König könne er sich über das Gebot hinwegsetzen. Die Priester wollten ihn zurückhalten, waren aber machtlos. Daraufhin schlug ihn der Herr mit Aussatz. In der Bibel befällt Aussatz Menschen, die Gottes Heiligkeit nicht beachten und gegen Ihn rebellieren. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. Wir sind alle nichts. Nur der Herr ist der große König. Obwohl Er Gott war, wurde Er ein Mensch, sogar ein Sklave, der sich selbst entäußerte und kein Aufhebens von sich selbst machte. Wir sind nichts und doch betrachten wir uns selbst als groß. Wir sind alle das Gegenteil von Christus. Das Beispiel des Königs Ussija ist eine Warnung, die heute im geistlichen Sinne auf uns zutrifft.

Jetzt sind wir an der Reihe, uns zu üben. Das Wort wird uns helfen, wenn wir es sorgfältig lesen. Gott hat uns eine Bibel gegeben, die wir verstehen können. Immer wieder sollten wir die Bibel lesen, vor allem das Kapitel 29 von 2.Mose über die Priesterweihe.

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