(Deutsch) “Esau habe ich gehasst”

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Wie kann Gott seine Liebe zu uns beweisen? Sein Volk fragte: “Worin hast Du uns geliebt?” Gott gab in seiner Weisheit eine sehr wunderbare Antwort: “Ist nicht Esau Jakobs Bruder?” (Mal. 1:3). Er bezog sich auf die Geschichte des Volkes Israel. Manchmal müssen wir in unsere eigene Vergangenheit zurückblicken, um zu erkennen, dass er uns wirklich liebt. Wenn ich zurückblicke, muss ich bekennen, dass er mich liebt: Egal wie ich war, er hat mich nie losgelassen und nie aufgegeben, selbst nach so vielen Jahren nicht. Darum wendet Gott unseren Blick zurück auf die Geschichte der Nation Israel. Er begann seinen Vorsatz mit Abraham, Isaak und dann Jakob. Warum hat Gott nicht mit Abraham oder Isaak begonnen? Es gibt dafür einen wichtigen Grund. Abraham war alleine, als Gott ihn berief. Die Bibel sagt nicht, dass Gott Abraham liebte, sondern nur, dass Abraham ein Freund Gottes war (vgl. 2.Chr. 20:7; Jes. 41:8). Schließlich bekam Abraham zwei Söhne – einen von Hagar und den anderen von Sarah. Zu der Zeit, als Gott Abraham sagte, dass er einen Nachkommen bekommen würde, war Sarah unfruchtbar. Gott wartete, doch Abraham und Sarah hielten es nicht für möglich, auf einen Erben zu warten. Auf Sarahs Rat hin versuchten sie auf eigene Weise, einen Erben durch Sarahs Magd Hagar hervorzubringen. Sie war sofort fruchtbar, und Ismael wurde geboren. Wenn man in kurzer Zeit viele Menschen für Gott gewinnen will, kann man z.B. eine Musikband oder einen bekannten Prediger engagieren, ohne auch nur zu beten, zu fasten, den Herrn zu bitten und auf ihn zu warten. Aber Gott hat klar zum Ausdruck gebracht, dass er Ismael nicht akzeptiere und sagte Abraham, dass der Nachkomme durch Sarah kommen müsse. Als Sarah das Gespräch zwischen dem Herrn und Abraham belauschte, dass sie im darauffolgenden Jahr ein Kind gebären würde, lachte sie, und der Herr hörte es. Gott wartete, bis Sara in einem Alter war, in dem es für sie nicht mehr möglich war, ein Kind zu gebären. Doch lobt den Herrn, als die Zeit kam, wurde sie schwanger und gebar ein Kind – Isaak, was “Lachen” bedeutet.

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Have the Faith of God!

If we mingle God’s word with faith, then we will have the spirit and power and faith of the prophets. This is why Malachi is so living for us. Those in Hebrews 4 did not enter in because they did not mix the word with faith. If we do not have the spirit and power of Malachi and we are not the messengers, then Malachi is just doctrine for us. But we are the modern-day prophets. John the Baptist came in the spirit and power of Elijah – so who was he? John said, “I am not Elijah” (John 1:21), but Jesus said he was (Matt. 11:13-14), so who is right? When we are praying or pray-prophesying Ezekiel, we are the modern-day Ezekiel. The situation was the same as today: we are in the valley, and there are dead bones everywhere. The word of God is very current! Today we are Ezekiel, and maybe tomorrow we will be Jeremiah. All of the prophets have the same spirit of faith (2 Cor. 4:13) – the Holy Spirit. We, too, have the Holy Anointing indwelling us. Let us trust in God!

Faith is the evidence of things not seen (Heb. 11:1). If you have faith, you have the reality and the substance. When the disciples saw that the fig tree withered away and the Lord asked them why they were surprised, He did not say “Have faith IN God” (sometimes incorrectly translated) but “Have the faith OF God” (Mark 11:20-24). We have the precious faith of God in our spirit! Peter says that we have all received equally precious faith (2 Pet. 1:1). Do not be afraid, but trust in the living God. The worse the situation is, the stronger our faith must become. The situation is the way it is today so that our faith will increase and grow, because our faith is going through fire like Peter described (1 Pet. 1:6-7). After going through fire, it becomes even more purified – not so mixed up with many other things. This is a wonderful situation for us to exercise our faith in the living God. May the Lord through the Spirit, through His purifying and sanctifying work, and through the fire we experience today work in us to really change our person. Otherwise, when the Lord comes back, we will have to go through fire at that time instead. Today, we fear God and honor Him in our hearts because we know that we will have to give an account one day. If we have no fear, we will still do many things that are not pleasing to Him even though we know we will be judged. “The fear of the Lord is the beginning of wisdom” (Proverbs 1:7, 9:10). May we not do foolish things, speaking and dealing loosely, but rather be wise.

(Deutsch) Gottes Liebe zu seinem Volk

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Der Zustand der Priesterschaft war miserabel und gefallen, besonders nachdem sein Volk von Babylon nach Jerusalem zurückgekehrt war. Darüber sprechen besonders die Propheten Esra und Nehemia. Die Rückkehr des Volkes nach Jerusalem war einerseits wunderbar, weil sie das Fundament des Tempels legten und begannen, Gott Opfer darzubringen. Aber andererseits gab es sehr viel Unreinheit. Viele von ihnen waren mit heidnischen Frauen verheiratet und hatten deren Götzen mitgebracht. Es war ein Gemisch jeglicher Art Unreinheit und mit der Zeit wurde es nicht besser. Denn es ist immer einfacher, abwärts zu gehen, als aufwärts. So ist es nicht verwunderlich, dass zur Zeit des ersten Kommens des Herrn ihr geistlicher Zustand so schrecklich war, dass Johannes der Täufer sie Schlangenbrut nannte. Er muss sehr mutig gewesen sein, so etwas zu sagen. Denn er sagte das nicht zu Verbrechern, sondern zu den Schriftgelehrten, Pharisäern und denen in hoher Stellung, als sie zu ihm kamen, um sich taufen zu lassen: „Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch darauf gebracht, dass ihr dem kommenden Zorn entrinnen werdet?“ (Mt. 3:7). Das war der Zustand des Volkes Israel vor dem ersten Kommen des Herrn. Das zeigt auch, dass sich ihr Zustand durch das Wort von Maleachi keineswegs zum Besseren verändert hat!

Doch obwohl sich Gottes Volk in solch einer erbärmlichen Verfassung befand, heißt es in Maleachi 1:2a: „Ich habe euch geliebt, spricht der Herr.“ Er sagte nicht: „Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich euch noch liebe“, sondern er erinnerte sie an die Liebe, die er von Anfang an für sie hatte. Das sollte uns daran erinnern, was der Herr der Gemeinde in Ephesus sagte: „Du hast deine erste Liebe verlassen“ (Offb. 2:4). Es zeigt uns, dass der Herr immer noch auf unsere erste Liebe zu ihm wartet. Wie steht es um eure Liebe zum Herrn? Er wird euch fragen: „Liebt ihr mich?“ Genau wie damals, als der auferstandene Herr Petrus fragte: „Liebst du mich?“ Die Antwort muss für Petrus peinlich gewesen sein, denn er hatte den Herrn gerade dreimal verleugnet. Er antwortete: „Du weißt, dass ich dich lieb habe“ (Joh. 21:15-17). Der Herr hat ihn dann noch ein zweites und drittes Mal gefragt. Wenn der Herr uns heute diese Frage stellt, scheint es einfach, ihm zu antworten: „Ja, Herr, ich liebe dich“; aber dann gehen wir weg und tun viele Dinge, die ihn verletzen. Wenn er uns dann sagt, dass wir das nicht mehr tun sollen, machen wir es trotzdem weiter. Dann wird er euch erneut fragen: „Liebst du mich?“ Am Ende des Tages werdet ihr dann sagen: „Herr, du weißt es.“ Wir sagen so schnell: „Ja, Herr, ich liebe dich.“ Unsere Liebe darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. Der Herr sagte: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir“ (Mt. 15:8; Jes. 29:13). Unsere Liebe zu ihm sollte ständig zunehmen und in unserem täglichen Leben zum Ausdruck kommen.

Der Herr begann damit, seinem Volk zu sagen: „Ich habe euch geliebt“, womit er meinte: „Ich habe nie aufgehört, euch zu lieben.“ Die Liebe des Herrn ist unveränderlich. Das heißt nicht, dass sie immer größer wird, es bedeutet vielmehr, dass, wenn er einmal liebt, er euch bis zum Ende liebt: „… er hatte den Seinen, die in der Welt waren, seine Liebe erwiesen und erwies sie ihnen bis zum Äußersten.“ (Joh. 13:1b). Selbst am Kreuz änderte er seine Meinung nicht. Wenn der Herr sagt „Ich habe euch geliebt“, dann ist das eine sehr starke Zusage. Nichts berührt das Herz eines Menschen mehr als die Liebe Gottes. Gott liebt euch, und diese Liebe ist überwältigend. Kinder müssen wissen, dass ihre Eltern sie lieben. Die Eltern korrigieren die Kinder, weil sie es brauchen, aber es geschieht aus Liebe. Kinder „lieben“ ihre Freunde, die mit ihnen spielen, aber wer wird sich um sie kümmern, wenn sie krank sind? Werden ihre Freunde ihnen neue Kleider kaufen und ihnen jeden Tag zu essen geben? Die Liebe Gottes ist die größte Kraft im Universum: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt“ (Joh. 3:16). Seine Liebe am Kreuz war überaus mächtig. Wenn wir das Evangelium predigen, sollten wir die Menschen nicht nur davon überzeugen, dass der Herr ihr Retter ist, weil er für sie gestorben ist, sondern wir sollten ihnen vielmehr Gottes Liebe nahebringen. „Denn die Liebe Christi drängt uns so, … Und er ist darum für alle gestorben, damit die, welche leben, fortan nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist“ (2.Kor. 5:14-15). Diese Liebe ist eine drängende Liebe. Wenn ihr diese Liebe nicht berührt, wird es euch schwerfallen, alles aufzugeben, weil ihr viele Dinge mehr liebt als Gott.

Es ist sehr bedeutsam, wie Gott sein Sprechen in Maleachi beginnt: „Ich habe euch geliebt.“ Berührt die Liebe Gottes und verlasst niemals die erste Liebe. Als der Herr das erste Mal mein Herz berührte, war das wirklich umwerfend! Die Bibel wurde zu meinem Kopfkissen. Ich liebte sein Wort und verbrachte viel Zeit, es zu lesen. Wenn er mich rief, schwebte ich im siebten Himmel. Seine Liebe erfüllte mein Herz. Mit einer solchen Liebe bist du bereit, alles andere aufzugeben. Es gibt nichts Wichtigeres mehr für dich. Wenn Gottes Liebe unser Herz berührt hat, verändert sie alles. Aber wenn unser Herz verhärtet ist, kann uns nichts mehr bewegen oder verändern. Dies ist ein ernstes und starkes Wort des Herrn. Es ist seine Liebe, die uns dazu bewegt, uns zu ihm zu wenden. Sie gibt nicht so schnell auf.

Er hat sein Volk nicht deshalb geliebt, weil sie so großartig waren. Sie waren ein halsstarriges Volk – und wir sind nicht anders! Er hat uns nicht erwählt, weil wir so gut und so wunderbar sind. Im Gegenteil, wir sind gar nichts. Dennoch hat er uns schon vor Grundlegung der Welt erwählt, dass wir heilig und makellos seien vor ihm in Liebe (vgl. Eph. 1:4). Es ist sehr schwer, solch eine Liebe zu ergründen.

Da wir seine Priester sind, ist es das Wichtigste, seine Liebe zu kennen. Alles, was wir für den Herrn tun, sollen wir aus Liebe zu ihm tun und aus seiner Liebe zu uns. Wenn diese Liebe nicht mehr da ist, wird die Vorbereitung auf die Festversammlungen zu einer Last für uns: „Oh nein, es ist schon wieder Sonntag, und ich muss mich vorbereiten. Was soll ich nur tun?“ Wenn ihr den Herrn liebt, werdet ihr sagen: „Lob den Herrn, es ist Zeit für das Fest!“ Das ist keine Lehre. Wenn ihr ihn so liebt, wird euch nichts unmöglich sein. Paulus sagte, dass uns nichts von der Liebe Gottes scheiden kann, die in Christus Jesus ist. Weder Probleme, Tod, Verfolgungen noch Leiden (vgl. Röm. 8:35-39). Wir kommen daher wieder auf die Gemeinde in Ephesus zu sprechen, zu der der Herr sagte: „Ich habe meine Liebe zu dir nicht verlassen, aber warum hast du, meine Braut, deine erste Liebe verlassen?“ Sein Verlangen ist eine herrliche Gemeinde, seine Braut! Aber sie haben die erste Liebe verlassen, und sobald wir die beste Liebe verlassen, ist er nicht mehr die Nummer Eins in unserem Leben. Recht bald wird er nicht einmal mehr die Nummer Zwei sein und uns sehr schnell nichts mehr bedeuten. Darum mahnt uns sein Wort, dass wir das erste und größte Gebot halten: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Denken und aus deiner ganzen Kraft.“ (Mk. 12:30). In einem Gemeindelied heißt es: „Was soll ich dir, Herr, geben, … Nicht nur ein Teil für dein volles Heil, alles geb‘ ich für dich.“ Von ganzem Herzen zu lieben bedeutet, mit deiner ganzer Seele zu lieben. Der wichtigste Teil unserer Seele ist unser Verstand. Wenn wir Gott mit unserem ganzen Verstand lieben, werden wir ihn nicht vergessen. Wir werden in jeder Lage an ihn denken: „Herr, was willst du, dass ich tue? Was sagst du dazu?“ Wir sollen ihn auch mit aller unserer Kraft lieben. Und das zweite Gebot ist diesem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mk. 12:31). Für uns Priester ist es das Wichtigste, dass wir ihn mit unserer besten Liebe lieben. Sogar in eurer Ehe muss er die Nummer Eins sein. Er muss in allen Dingen den Vorrang haben (vgl. Kol. 1:18).

(Deutsch) Maleachi – „Mein Bote“

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Das Buch Maleachi ist das letzte Buch des sog. Alten Testaments. Es ist nicht bekannt, ob Maleachi der Name des Propheten war, oder ob der Prophet einen anderen Namen hatte, aber wer auch immer das Buch geschrieben hat, er war der Bote des Herrn. Maleachi bedeutet „ein Bote“, Botschafter oder Gesandter. In der Septuaginta ist es „Angelos“ – Engel – oder Bote. Was ist nun ein Bote? Ein Bote ist jemand, der die vom Absender gegebene Botschaft, und nicht seine eigene, überbringt. Das ist keine leichte Aufgabe, denn ein Bote muss treu sein. Wenn ein Bote die Botschaft liest, aber damit nicht einverstanden ist und sie ändert, dann ist er ein Betrüger und nicht länger ein treuer Bote. Um also ein treuer Bote zu sein, muss er die Botschaft, die der Herr ihm für sein Volk anvertraut, genau wiedergeben. Ein guter Bote muss auch den Absender genau kennen. Wenn ihr den Höchsten und die Botschaft, die er seinem Volk geben will, nicht kennt, welche Botschaft werdet ihr dann seinem Volk überbringen? Ihr müsst wissen, was im Herzen Gottes ist, und was er seinem Volk mitteilen will. Dazu müsst ihr Suchende sein; euer Herz muss rein sein und euer Verstand erneuert. Er muss zu euch sprechen können.

Aus diesem Grund hat der Herr in Offenbarung nicht zu den Gemeinden direkt gesprochen, sondern zu den Boten der sieben Gemeinden. Wenn die Boten treu sind, werden sie verkündigen, was der Herr zu ihnen spricht. Sie sollten Sterne in der rechten Hand des Herrn sein, und unter seiner Autorität stehen. Inmitten der Finsternis sollten die Sterne leuchten und dem Volk Gottes Weg weisen. Wenn die Boten jedoch nicht in der rechten Hand des Herrn sind, ist es leider so, dass sie ihre eigene Sache machen und schließlich selbst zum Herrn werden, genau wie der Papst. Offensichtlich waren die Boten in Offenbarung nicht treu, denn die Gemeinden folgten dem Herrn nicht. Mit der Zeit wurde das Wort „Älteste“ in „verantwortliche Brüder“ oder „leitende Brüder“ geändert. Der Begriff „leitender Bruder“ ist allerdings irreführend, weil die Person, die leitet, denken könnte, sie sei „jemand“, während die anderen „niemand“ sind und dem leitenden Bruder folgen, auch wenn er sie in die Irre führt. Wenn ihr einen „verantwortlichen Bruder“ habt, bedeutet das, dass nur eine Person verantwortlich ist, und alle anderen nicht? Was passiert, wenn der „Verantwortliche“ oder „Leitende“ falsch liegt? In der Gemeinde des Herrn sind wir alle dienende Brüder, weil wir Diener sind. Wir haben nur einen Leiter. Wir folgen dem Lamm, wohin es auch geht. Christus ist unser einziger Leiter, unser Meister: „Einer ist euer Führer“ (Mt. 23:8, 10). Im Gemeindeleben gibt es nur ein Haupt: Christus ist das Haupt über alle Dinge in der Gemeinde (vgl. Eph. 1:22). Du und ich haben nichts zu entscheiden und müssen ihn in allem fragen. Solch treue Boten braucht der Herr.

Wenn wir sein Sprechen empfangen, müssen wir als treue Boten das weitergeben, was er spricht. Füge kein Wort hinzu und nimm auch keines weg, sondern sei ein treuer Bote. Selbst wenn die Menschen nicht zuhören wollen, sollen wir trotzdem treu das Wort Gottes reden. Der Herr gab Hesekiel seine Botschaft für das Volk, obwohl er wusste, dass sein Volk ein halsstarriges Volk war (vgl. Hes. 2:3-5). Gott warnte Hesekiel sogar, dass ihre Sünden auf sein Haupt kommen würden, wenn er die Botschaft nicht weitergibt (vgl. Hes. 3:17-21). Sei also treu und rede, was Gott redet, ob die Menschen es hören wollen und einverstanden sind oder nicht. Normalerweise will niemand hören, was Gott zu sagen hat. Versteht sein Reden und seid treue Boten! Ändert die Botschaft des Herrn nicht, sondern sprecht treu, was er redet.

In Maleachi 1:1 lesen wir: „Dies ist der Ausspruch [oder: die Last], das Wort des HERRN an Israel, durch die Hand Maleachis.“ Das ist ein wunderbares Wort, nämlich Gottes aktuelles Sprechen zu jener Zeit. Wir müssen glauben, dass Gott in jedem Zeitalter das spricht, was er aktuell ausführen möchte, und nicht das, was er vor 10, 50 oder 500 Jahren getan hat. Was spricht Gott heute, wie lautet seine Botschaft an uns? Das Wort an Maleachi war das letzte Wort, das für eine lange Zeitspanne vor dem ersten Kommen unseres Herrn Jesus Christus gesprochen wurde. Gott hat danach erst wieder durch Johannes den Täufer gesprochen. Deshalb sagte Gott am Ende des Buches Maleachi, dass er seinen Boten senden wird – und bezog sich damit auf Johannes den Täufer (vgl. Mal. 3:1). Als Johannes der Täufer kam, wollten sie nicht auf ihn hören, weil ihr Denken krumm und verkehrt war. Das ist heute nicht anders: Nur selten kann man heutzutage etwas Vernünftiges und Wahrhaftiges hören. In allen Ländern verbreiten die Medien Lügen. Sie sind keine Botschafter der Wahrheit – man sollte sie nicht „Nachrichten“, sondern Lügner nennen. Aber wir Gläubigen sollten die Wahrheit kennen. Wenn wir das Evangelium an andere Menschen oder unsere Verwandten weitergeben, sollen wir die Wahrheit in Liebe sprechen. Das vermeidet Streitereien über richtig oder falsch. Wenn ihr treu seid, und die Wahrheit in Liebe redet, wird der Heilige Geist euch den Rücken stärken. Solches Reden bringt Gottes Kraft zum Ausdruck. Sie ist mächtig. Der Herr sagte in Johannes 8:32: „und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen“ – frei von Schleiern, Lügen und vielen Bindungen. Solche Boten braucht der Herr heute. Wenn dann die Leute zu euch sagen: „Ich glaube dir nicht … ich habe das anders gehört“, dann antwortet ihnen: „Was du gehört hast, war nicht die Wahrheit, aber was ich dir jetzt sage, ist die Wahrheit.“

Deshalb muss der Herr unsere Lippen heiligen, denn „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“ (Mt. 12:33b). Der Herr muss uns ein reines Herz geben, und unser Verstand muss erneuert werden. Wir brauchen Ohren, die hören, was der Geist JETZT spricht, nicht was er vor vierzig oder fünfzig Jahren gesprochen hat. Das ist wichtig, denn wir leben heute in einer außergewöhnlichen Zeit. Seit über fünf Jahren reden wir über die Ausübung des Priesterdienstes, aber viele Menschen lehnen das ab. Wir reden über die wahre Anbetung, die besondere Anbetung, die Gott von seinem Volk erwartet. Es gibt viele andere Arten der Anbetung wie das Niederknien oder das Singen. Manche denken, dass das „Abba Vater“-Rufen, Anbetung sei; doch das ist Sohnschaft. Gott hat uns offenbart, dass die wahre Anbetung im Geist ist, mit der Wirklichkeit der Opfer, die wir dem Vater bringen (vgl. Joh. 4:23-24). Nach dieser Anbetung sehnt sich der Vater. Petrus sagte ganz klar, dass die Gemeinde ein geistliches Haus ist, eine heilige Priesterschaft, um dem Vater geistliche Opfer darzubringen, die ihm wohlgefällig sind durch Jesus Christus (vgl. 1.Petr. 2:5). Dieses Wort hat Gott gesprochen. Auch wenn die Menschen es nicht hören möchten – doch die Priesterschaft ist für Gott etwas ganz Besonderes. Während wir in diesen Tagen das Buch Maleachi durchnehmen, werdet ihr erkennen, dass der Dienst der Priesterschaft ganz anders ist als jedes andere Werk oder jeder andere Dienst für Gott. Seid ermutigt, vor euren Verwandten und Freunden Gottes Botschafter zu sein. Geht nicht nur hin, um euch mit ihnen zu unterhalten, sondern betet zuvor für sie vor dem goldenen Räucheraltar. Ihr seid Gottes Bote!

(Deutsch) Der aufgefahrene König und sein Reich

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Viele von uns kennen Christus als den Retter und Erlöser. Aber Christus ist nicht nur für unsere Erlösung gestorben, er ist auch aus dem Tod auferstanden. Die Schrift sagt uns, dass er der “Erstgeborene aus den Toten“ ist (Kol. 1:18). Wahrscheinlich sind viele von uns noch nicht so vertraut mit der Erfahrung des auferstandenen Christus. Wenn wir in den vergangenen Jahren über den auferstandenen Herrn sprachen, lag die Betonung mehr auf Christus als dem letzten Adam, der zum Geist wurde, der lebendig macht (vgl. 1.Kor. 15:45).

Der Heilige Geist wohnt zwar in uns, aber wie viele von uns machen wirklich Erfahrungen mit dem lebengebenden Geist in unserem täglichen Leben? Wissen ist eine Sache, aber ihn erfahren, ist etwas anderes. Das Verlangen von Paulus war es, die wirksame Kraft seiner Auferstehung zu kennen. Wir wissen alle, dass Jesus Christus von den Toten auferstand, aber wirkt auch die Kraft seiner Auferstehung in uns? Paulus sagte sogar in Römer 8:11: „Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ Erfahren wir, was Paulus in Epheser 2:6 schreibt: “… zusammen auferweckt”?

Doch das Wichtigste und Wunderbarste, das der Herr vollbracht hat, ist seine Auffahrt zum Thron. Ich vermute, dass wir mit dem aufgefahrenen Christus, der jetzt auf dem Thron sitzt, vielleicht am wenigsten Erfahrung gemacht haben. Ich möchte uns noch einmal Epheser 2 in Erinnerung bringen. Paulus sagte, dass wir mit Christus zusammen lebendig gemacht wurden (V. 5) und zusammen mit ihm auferweckt wurden (V. 6). Und nicht nur das, wir sind sogar mit ihm zusammen in den Himmeln niedergesetzt (V. 6b). Wie oft hatten wir bisher die Erfahrung, mit ihm in den Himmeln niedergesetzt zu sein? Als ihr heute Morgen aufwachtet, hattet ihr da das Empfinden: Herr, ich bin mit dir in den Himmeln niedergesetzt? Wahrscheinlich nicht. Das liegt daran, dass wir zwar die Lehre kennen, aber es fehlt uns die Wirklichkeit des Wortes.

Das Reich ist für Gott von größter Bedeutung. Darum hat der Herr uns gelehrt zu beten: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, …“ (Mt. 6:9-10a). Ist nicht das erste Evangelium im Neuen Testament das Evangelium des Reiches und die Einführung seines Königs, Christus, dem Sohn Davids? Tatsächlich hat auch die erste Erwähnung der Gemeinde mit dem Reich zu tun. Christus sagte: „Ich werde meine Gemeinde bauen“ und gleich darauf „Ich will dir die Schlüssel zum Reich der Himmel geben“ (Mt. 16:18-19). Ein Reich braucht immer einen König. Oder können wir uns eine Nation ohne Präsidenten vorstellen? Das wäre unmöglich: was wäre das für eine Nation? Der Herr ist aufgefahren in die Höhe und sitzt heute auf dem Thron zur Rechten der Majestät Gottes. Er ist unser König! Aber ich weiß nicht, ob wir schon eine Beziehung zu ihm als unserem König haben, da du und ich noch nicht die Vision seines Reiches auf dieser Erde haben.

Wir möchten heute der Berg Zion sein, das himmlische Jerusalem. Tatsächlich ist das Wort „Gemeinde“ kein Name. Es bezeichnet eine Zusammenkunft von Menschen, die herausgerufen wurden und sich versammeln. Aber das ist nicht das Wesen der Gemeinde und auch nicht ihr Name. Vielmehr ist Zion ein Name, genauso wie das himmlische Jerusalem. Zion ist die Stadt des großen Königs. Wir müssen gemäß Hebräer 12 nach Zion kommen, zu der Stadt des lebendigen Gottes. Es ist ein himmlisches und kein irdisches Reich. Wenn wir also sagen, dass wir Zion sind, dann muss dieser wunderbare König in unserer Mitte sein. Er muss der Höchste sein, der am meisten Geehrte. Sehen wir ihn gekrönt mit Herrlichkeit und Ehre (vgl. Hebr. 2:7)? So sagt es das Wort, aber sehen wir ihn auch in unserem Alltag auf dem Thron sitzen, gekrönt mit Herrlichkeit und Ehre? Als dies vor 2000 Jahren geschah, waren wir alle nicht dabei. Aber die Engel waren anwesend (vgl. Offb. 4-5), fielen vor ihm nieder, legten ihre Kronen vor ihm ab und beteten ihn als den König an. Der Einzige, der würdig ist, auf dem Thron zu sitzen, ist der aufgefahrene Christus.

In Offenbarung 4 sehen wir, dass Gott schon immer auf dem Thron sitzt. Doch worauf wartet Gott schon vor Grundlegung der Welt? Er wartete auf einen Menschen, der würdig und qualifiziert ist, um zusammen mit ihm auf dem Thron zu sitzen. Um das zu sehen und zu schätzen müssen wir das Herz Gottes kennen. Das ist sein Plan und seine Absicht in diesem Universum. In Offenbarung 5 sah Johannes denjenigen, der die Schriftrolle mit den sieben Siegeln in der rechten Hand hielt. Aber es gab dort ein Problem: „… niemand im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde konnte die Schriftrolle öffnen oder hineinsehen. Und ich weinte sehr, weil niemand würdig erfunden wurde, die Schriftrolle zu öffnen oder hineinzusehen“ (Offb. 5:3-4). Warum weinte Johannes? Er weinte, weil er tief im Herzen den Plan Gottes für das ganze Universum kannte.

Gott will sein Reich errichten, aber Satan, sein Feind, der von keinem Menschen besiegt werden kann, will das vereiteln. Gott könnte Satan natürlich jederzeit beseitigen. Aber wir müssen erkennen, dass Gott den Menschen dazu erwählt hat, den Feind zu besiegen und die Erde zurückzugewinnen. Der Mensch soll Gottes Reich auf diese Erde bringen und hier zusammen mit ihm regieren. Erinnert euch: Schon vor Grundlegung der Welt hat Gott Menschen dazu erwählt. Jedoch wurden Adam und Eva von der Schlange betrogen. Selbst unter Christen gibt es heute so viele Probleme, weil sie von Satan betrogen werden. Die ganze Welt liegt in der Hand des Bösen. Wir wissen das und doch meinen wir, es sei alles in Ordnung. Leider haben wir kein Mitgefühl mit Gott und seinem Anliegen, dass er sein Reich auf diese Erde bringen möchte. Außerdem erkennen wir nicht das große Problem: Die Macht der Finsternis, Satan, den Vater der Lüge, den Mörder, den Betrüger der ganzen Welt. Er möchte die Menschheit, wenn möglich sogar die ganze Erde, zerstören.

Das Reich Gottes ist ein wichtiges Thema in der Bibel. Deshalb finden wir im Matthäusevangelium den Aufruf: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen“ (Mt. 3:2; 4:17). Das bedeutet, dass die zentrale Aufgabe des Herrn Jesus nicht darin bestand, für unsere Sünden zu sterben, sondern darin, das Reich Gottes auf die Erde zu bringen. Es ist gut und wunderbar, wenn jeder Mensch errettet würde. Nimm zum Bespiel die Gemeinde, mit der du dich gerade versammelst. Vielleicht gibt es dort 40 oder 400 Errettete, aber können sie das Reich repräsentieren? Viele von uns kommen aus verschiedenen Gemeinden. Was haben wir dort gemacht? Wir hatten viele Meinungsverschiedenheiten, stritten miteinander und waren gespalten. Ist das ein Ort, an dem Christus als König regiert? Können wir auf diese Weise das Reich Gottes auf der Erde darstellen und Satan besiegen, wenn wir uns treffen um zu beten, und dabei noch in Streit geraten? Sicherlich nicht. Daher müssen wir zu Gott umkehren, Buße tun und ihn bitten, uns seinen Plan zu offenbaren.

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