(Deutsch) Elend, jämmerlich, arm, blind, bloß

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Solange die Gemeinde noch nicht vollendet ist, kann sie zurückfallen. Genau das zeigt uns die Gemeinde in Laodicea. In der Reihenfolge kommt sie direkt nach der Gemeinde in Philadelphia. Laodicea beschreibt also den Abfall von Philadelphia. Was sagt uns das? Dies muss uns warnen: Selbst wenn die Gemeinde einmal Gott gefallen hat, bedeutet das nicht, dass sie Gott heute noch gefällt. Die Gemeinde steht jederzeit in der Gefahr, sich vom Herrn zu entfernen und lauwarm zu werden. Besonders nach langer Zeit hat die Gemeinde viel Erkenntnis und Bibellehre angehäuft. Am Ende muss der Herr Jesus ihr sagen: “Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich und arm und blind und bloß bist …” (Offenbarung 3:17).

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(Deutsch) Die vollendete Gemeinde

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Unter den sieben Gemeinden im Buch Offenbarung zeigt die Gemeinde in Philadelphia den Zustand der Vollendung der Gemeinde Gottes. Wann ist die Gemeinde vollendet? Kurz gesagt: Wenn sie ihrem Herrn gleich ist. Wenn die Gemeinde das Ebenbild Jesu darstellt, hat Gott sein Werk in ihr vollendet.

Eine wunderbare Wesenseigenschaft unseres Gottes ist, dass Gott Liebe ist. „Gott ist Liebe“ (1.Joh. 4:8) sagt das Wort Gottes. Diese Eigenschaft ist auch in der Gemeinde in Philadelphia sichtbar geworden und zur Reife gekommen. Dies lässt sich an dem Namen der Gemeinde erkennen. Der Name Philadelphia bedeutet „Bruderliebe“. Im Johannesbrief heißt es weiterhin: „Niemand hat Gott je gesehen; wenn wir einander lieben, wohnt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet“ (1.Joh. 4:12). Dieses Zeugnis kennzeichnet die Gemeinde in Philadelphia: die Liebe Gottes unter den Brüdern. Es ist nicht nur eine Sympathie oder natürliche Liebe, die hier gemeint ist. Vielmehr handelt es sich um die Liebe Gottes, die vollkommene Liebe „Agape“, die in den Gläubigen gewachsen ist. Diese Liebe ist zur Reife gekommen und wird jetzt in ihrem Umgang miteinander sichtbar.

Doch wie sieht es aus, wenn die Liebe Gottes in uns Gläubigen zur Reife gekommen ist? 1.Korinther 13 zeigt eine wunderbare Beschreibung von dem Ausdruck der Liebe Gottes, wie sie in Christus sichtbar war und unter uns zur Reife kommen möchte: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu” (V. 4-5). Wie viel von dieser Liebe kann man in unserem Umgang miteinander heute schon sehen? Wie freundlich und geduldig ist mein Umgang mit meinen Nächsten, mit der Ehefrau, der Familie oder den Mitbewohnern? Johannes sagte dazu: „Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat” (1.Joh. 4:20). Die Echtheit der Liebe ist am besten im Umgang mit denen zu sehen, mit denen man täglich zusammen ist. Dort wird unsere Geduld, Langmut, Freundlichkeit, Vergebungsbereitschaft täglich geprüft.

Wie ist es möglich, dass wir jemals zu diesem Zeugnis und Umgang miteinander gelangen? Die gute Nachricht ist: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm. 5:5). Diese vollkommene, selbstlose Liebe Gottes ist bereits bei der Wiedergeburt in uns Gläubige hinein ausgegossen worden. Sie wohnt jetzt in uns. Dank und Lob sei unserem Herrn dafür! Das ist die notwendige Grundlage, um heute Philadelphia zu sein. Doch wie kommt es, dass diese wunderbare Liebe in uns ausgegossen wurde, aber dennoch oft so wenig, besonders im Umgang mit unseren Nächsten zuhause, sichtbar wird?

Leider tragen wir alle noch ein sündiges Fleisch und das gefallene Selbst mit uns, und das schränkt den Ausdruck und das Wachstum der Liebe Gottes ein. Darum ermutigt uns das Wort, in die Erfahrung des Kreuzes hineinzukommen. Wenn unser innerer Mensch täglich vom Herrn durch sein Wort, seinen Geist und seinen Namen gestärkt ist, haben wir einen Weg, die Handlungen unseres Leibes durch den Geist zu töten (vgl. Röm. 8:13) und unser Ich, unseren Stolz und unsere Bitterkeit mit dem Herrn zu kreuzigen und auszufegen. Dadurch schaffen wir Raum für das Wachstum der Liebe Gottes in uns und der Herr kann heute sein Zeugnis von Philadelphia mit uns aufbauen.

Möge der Herr uns stärken, mit ihm auf diese Weise zusammenzuarbeiten und dieses Ziel mit uns bald zu erreichen!

(Deutsch) Ein guter Name, aber tot

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Nachdem der Fall der Gemeinde mit Thyatira seinen Tiefpunkt erreicht hatte, begann Gott durch Sardes mit ihrer Wiederherstellung. So wie der Name Sardes „abgesondert“ oder „erneuert“ bedeutet, rief Gott zur Zeit der Reformation einen Überrest der Gläubigen aus der Katholischen Kirche heraus, um mit ihnen seine Gemeinde zu erneuern.

Trotz dieses Neuanfangs muss Jesus der Gemeinde in Sardes sagen: „Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot […] denn ich habe deine Werke nicht vollendet gefunden vor meinem Gott“ (Offenbarung 3:1-2). Was war geschehen? Die Gemeinde in Sardes hatte einen guten Anfang, ist aber irgendwann stehen geblieben und dadurch geistlich gestorben. Auch heute haben viele Christen einen wunderbaren, lebendigen Anfang mit Jesus Christus. Doch mit der Zeit kommen Selbstzufriedenheit, Tradition und Altheit hinein. Dies führt dazu, dass sie ihrem Herrn nicht mehr so nachfolgen wie am Anfang und geistlich stehen bleiben, schwach werden und schließlich sterben.

Das Wort Gottes zeigt uns, dass die Wiedergeburt von uns Christen nur der Anfang ist. Nach dieser anfänglichen Errettung möchte Gott uns zur Reife bringen und vollenden. Wenn wir bereit sind und mitarbeiten, werden wir am Ende zu den Erstlingen gehören, die „dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht“ (Offenbarung 14:4) und von Gott zum himmlischen Berg Zion entrückt werden. Hierfür brauchen wir die Haltung, die uns der Apostel Paulus vorgelebt hat (lies Philipper 3:12-14), und Jesus Christus als den, „der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat“ (Offenbarung 3:1). Die sieben Geister Gottes zeigen die reiche Versorgung mit dem Geist Jesu Christi, um allen Tod zu überwinden und die Gemeinde zu vollenden. Die sieben Sterne zeigen, dass die Boten des Herrn allezeit in seiner Hand sein müssen, denn die Erfahrung zeigt: Wenn sie fallen, dann fällt die ganze Gemeinde.

Mögen wir alle aufwachen, aufstehen, Buße tun und wachen, um das baldige Kommen unseres Herrn nicht zu verpassen und die Belohnung zu erlangen: Als Priester und Könige für 1000 Jahre mit ihm zu regieren (vgl. Offenbarung 20:6)!

(Deutsch) Aus Babylon herauskommen

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Durch die Vermischung mit der Welt hat der Fall der Gemeinde von Pergamon bis zu Thyatira ihren Tiefpunkt erreicht. Sie ist zur Hure Babylon geworden (vgl. Offenbarung 17). In der Gemeinde in Thyatira hat nicht mehr Jesus als das Haupt das Sagen, sondern die Frau Isebel. Isebel war die Frau des Königs Ahab, die zur Zeit des Elia die Propheten Gottes verfolgte und tötete. Sie setzte Propheten für ihren Götzen Baal ein und verführte so das ganze Volk Israel (vgl. 1.Könige 18).

In der Kirchengeschichte lesen wir, dass ab etwa 600 n. Chr. die Römisch-Katholische Kirche herrschte. Wie Isebel verfolgte sie die wahren Gläubigen und verhinderte die Verbreitung der Bibel mit aller Macht. Was der Papst anordnete, das galt – und so ist es bis zum heutigen Tag. Doch wie ist es in den Gemeinden, in denen wir uns heute versammeln? Wer ist das Haupt? Der Pastor, die Ältesten oder der Sohn Gottes?

In der Gemeinde des Herrn, in Zion, ist nur Jesus Christus das Haupt. Der beste Schutz für alle Heiligen in Zion ist es, wenn sie geübt sind, täglich das direkte Sprechen des Herrn in seinem Wort zu empfangen. Wir müssen alle die Stimme des Herrn kennen und unterscheiden können, was von ihm kommt und was nicht.

Das Wort „Isebel“ heißt „Jungfrau“ oder „keusch“, aber Isebel ist alles andere als eine keusche Jungfrau. So täuscht sie das Volk Gottes. Genau dasselbe sehen wir heute in den religiösen Systemen des Christentums, in Babylon. Viele Kinder Gottes sind dort gefangen, weil sie nicht zwischen Babylon und Zion unterscheiden können. Daher hat der Herr Jesus Augen wie eine Feuerflamme. Vor ihm ist nichts verborgen.

Der Herr hat Isebel Zeit gegeben, Buße zu tun, aber sie will nicht. Daher wird Babylon am Ende schwer gerichtet. „Schenkt ihr doppelt ein!“ sagt Gott in Offenbarung 18:6.

Wenn der Herr uns zeigt, dass wir uns in Babylon befinden, dann gibt es für uns heute nur eine Lösung: „Kommt aus ihr heraus, mein Volk!“ (Offenbarung 18:4). Wir sollen nicht versuchen, Babylon zu heilen (vgl. Jeremia 51:9). Vielmehr müssen wir Babylon verlassen und nach Zion kommen mit Jauchzen.

(Deutsch) Die Welt überwinden

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Die zentrale Aussage des Herrn über die Gemeinde in Pergamon ist zutiefst erschreckend: Sie wohnt, wo Satans Thron ist (Offenbarung 2:13). Wo ist dieser Ort? Es ist die Welt, denn die ganze Welt liegt in dem Bösen und Jesus selbst bezeichnete Satan als den Fürsten dieser Welt. Die Gemeinde in Pergamon hatte sich also mit der Welt verbunden und lebte im Herrschaftsbereich Satans. Welch ein katastrophaler Zustand! Deshalb begegnet ihr Jesus Christus als der, der das scharfe zweischneidige Schwert hat. Dieses Schwert ist das Wort Gottes:

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist […] und vermag die Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen“ (Hebräer 4:12).

So zeigt uns das Wort Gottes, dass die Liebe zur Welt der Liebe des Vaters entgegensteht und dass die Freundschaft mit der Welt sogar Feindschaft gegen Gott ist. Wie gut ist es daher, dass es in der Gemeinde in Pergamon auch einen treuen Zeugen gibt – Antipas. Sein Name bedeutet „gegen alles“ und steht für Gläubige, die allem Weltlichen und der zunehmenden Gesetzlosigkeit widerstehen (vgl. 2.Thessalonicher 2:7).

Das Problem der Vermischung gab es schon beim Volk Israel: Dort hatte Bileam den Moabitern geraten, ihre Frauen mit Israeliten zu verheiraten, sodass sie gemeinsam Götzendienst trieben und Gott erzürnten (4.Mose 25). Diese moabitischen Frauen stehen für alle Bereiche unseres Lebens, in denen wir die erste Liebe zu Jesus verlassen und stattdessen die Welt lieben. Die Lehre der Nikolaiten zeigt das weltliche System von Herrschenden und Untergebenen (Mt. 20:25-28). Jesus hingegen sagte, dass wir Gläubige alle Brüder und Glieder am Leib Christi sind. Damit nicht wenige alles machen und über die anderen herrschen, muss jeder sein Maß der Gnade einbringen.

Mögen wir wie Antipas sein und aller Vermischung mit der Welt widerstehen! Lasst uns auch mutig die Wahrheit bezeugen, denn „der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist“ und „was von Gott geboren ist, überwindet die Welt“ (1.Johannes 4:4; 5:4).

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