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Das Schwing- und Hebopfer

Das Schwing- und das Hebopfer werden auch im Zusammenhang mit dem Friedensopfer erwähnt. Diese beiden Teile des Friedensopfers waren für Aaron und seine Söhne bestimmt. Das Schwingopfer zeigt die Auferstehungskraft, und das Hebopfer die Auffahrt des Herrn. Die Brust des Schwingopfers zeigt die Liebe Christi. Der Grund, warum es keinen Frieden unter dem Volk Gottes gibt, ist der Tod, der noch in uns wirkt; und wo der Tod wirkt, sind wir unfähig zu lieben (Römer 7 beschreibt das Gesetz des Todes). Wir brauchen also die Liebe Christi durch die Kraft seiner Auferstehung, um den Tod zu verschlingen. Im Hohelied 8:6 heißt es: Die Liebe ist stark wie der Tod, ja, noch stärker als der Tod, denn nichts kann uns von der Liebe Christi trennen (Röm. 8:38-39). Dies kann sich nur auf die Liebe Christi beziehen, die den Tod besiegt, denn unsere menschliche Liebe ist vom Tod beeinflusst. Es gibt keine größere Liebe als die Liebe Christi, der sein Leben für die Brüder gelassen hat (Joh. 15:13). Wir müssen auch den aufgefahrenen Christus erfahren, der jetzt auf dem Thron sitzt und alle seine Feinde und alle Dinge unter seinen Füßen hat. Paulus sagte, dass wir zusammen mit ihm auferweckt und zusammen mit ihm in den Himmeln niedergesetzt sind (Eph. 2:6). Um Frieden zu erfahren, müssen wir den Feind durch den auferstandenen Christus überwinden. Das ist der Grund, warum das Schwing- und Hebopfer mit dem Friedensopfer verbunden sind. Durch das wunderbare Friedensopfer können wir völlig mit Gott versöhnt werden und Frieden miteinander haben.

Friede ist das Merkmal für alles, was Gott tut

Jesaja prophezeite über Christus und nannte ihn den Friedensfürsten (Jes. 9:5). Der Herr Jesus Christus kam, um „unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten“ (Luk. 1:79) und Frieden auf die Erde zu bringen (Luk. 2:14). Am Kreuz beendete er den alten Menschen, vernichtete in seinem Fleisch die Feindschaft, setzte das Gesetz der Gebote in Satzungen außer Kraft, riss die trennende Mauer nieder und schuf in sich selbst einen neuen Menschen und machte dadurch Frieden. Er ist unser Friede (Eph. 2:14-18) und hat uns mit Gott versöhnt! Lobt den Herrn für das Evangelium des Friedens.

Wenn wir alle lernen, Christus als Friedensopfer zu nehmen, werden wir zu Friedensstiftern (Mt. 5:9) und Söhne des Friedens (Luk. 10:5-6) werden. „So tut Fleiß, dass ihr von ihm im Frieden erfunden werdet, ohne Flecken und Tadel“ (2.Petr. 3:14). Dann wird der Friede Gottes in unseren Herzen Schiedsrichter sein, wie es in Kolosser 3:15 heißt: „Und lasst den Frieden Christi Schiedsrichter sein in euren Herzen, zu welchem auch ihr berufen worden seid in einem Leib; und seid dankbar.“ Auf diese Weise wird seine Gemeinde heute ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens. Möge der Herr unsere Augen öffnen und uns viel Erfahrung mit Christus als dem Friedensopfer geben!