Die Welt überwinden

Die zentrale Aussage des Herrn über die Gemeinde in Pergamon ist zutiefst erschreckend: Sie wohnt, wo Satans Thron ist (Offenbarung 2:13). Wo ist dieser Ort? Es ist die Welt, denn die ganze Welt liegt in dem Bösen und Jesus selbst bezeichnete Satan als den Fürsten dieser Welt. Die Gemeinde in Pergamon hatte sich also mit der Welt verbunden und lebte im Herrschaftsbereich Satans. Welch ein katastrophaler Zustand! Deshalb begegnet ihr Jesus Christus als der, der das scharfe zweischneidige Schwert hat. Dieses Schwert ist das Wort Gottes:

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist […] und vermag die Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen“ (Hebräer 4:12).

So zeigt uns das Wort Gottes, dass die Liebe zur Welt der Liebe des Vaters entgegensteht und dass die Freundschaft mit der Welt sogar Feindschaft gegen Gott ist. Wie gut ist es daher, dass es in der Gemeinde in Pergamon auch einen treuen Zeugen gibt – Antipas. Sein Name bedeutet „gegen alles“ und steht für Gläubige, die allem Weltlichen und der zunehmenden Gesetzlosigkeit widerstehen (vgl. 2.Thessalonicher 2:7).

Das Problem der Vermischung gab es schon beim Volk Israel: Dort hatte Bileam den Moabitern geraten, ihre Frauen mit Israeliten zu verheiraten, sodass sie gemeinsam Götzendienst trieben und Gott erzürnten (4.Mose 25). Diese moabitischen Frauen stehen für alle Bereiche unseres Lebens, in denen wir die erste Liebe zu Jesus verlassen und stattdessen die Welt lieben. Die Lehre der Nikolaiten zeigt das weltliche System von Herrschenden und Untergebenen (Mt. 20:25-28). Jesus hingegen sagte, dass wir Gläubige alle Brüder und Glieder am Leib Christi sind. Damit nicht wenige alles machen und über die anderen herrschen, muss jeder sein Maß der Gnade einbringen.

Mögen wir wie Antipas sein und aller Vermischung mit der Welt widerstehen! Lasst uns auch mutig die Wahrheit bezeugen, denn „der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist“ und „was von Gott geboren ist, überwindet die Welt“ (1.Johannes 4:4; 5:4).

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