Die Säulen für die weisse Leinwand

Die Säulen sind notwendig, um die weiße Leinwand zu tragen

Wie können wir ein Leben führen, in dem Gottes gerechte Taten zum Ausdruck kommen? Damit die weiße Leinwand aufgehängt werden kann und somit Gottes Gerechtigkeit sichtbar wird, gibt es 60 Säulen außen um die Stiftshütte herum. Ohne die Säulen kann die Leinwand nicht stehen. Aus diesem Grund sind die Säulen sehr wichtig. Sie werden detailliert beschrieben (2.Mose 27:9-19). Gott braucht für den Aufbau seines Hauses Säulen. „Mögen unsre Söhne in ihrer Jugendzeit wie stark gewachsene Pflanzen sein, unsre Töchter wie Ecksäulen, schön geschnitzt nach der Bauart eines Tempels“ (Ps. 144:12). Diese zeichnen sich nicht durch eine bestimmte Fähigkeit oder Begabung aus, sondern dadurch, dass sie genau so beschaffen sind, wie Gott es vorgeschrieben hat.

Die Beschaffenheit der Säulen

Die Beschreibung der Säulen ist ein wunderbares Bild darauf, wie der Herr uns heute umwandeln möchte. Auf diese Weise werden wir zu einer Säule in seinem Haus und sind in der Lage mit der weißen Leinwand bekleidet zu werden. Die Säule selbst besteht, wie auch das andere Grundmaterial der Stiftshütte, aus Akazienholz. Das Akazienholz ist ein Bild auf die unverdorbene Menschlichkeit Jesu. Gott möchte, dass wir in unserm ganzen Wesen unserm Herrn Jesus gleichgestaltet werden. „Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleichgestaltet werden sollten dem Ebenbild seines Sohnes, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Röm. 8:29). Es ist wunderbar, wenn wir daran denken, wie herrlich die Menschlichkeit Jesu war. Aber heute soll es unser Bestreben sein, seinem Bild gleichgestaltet zu werden.

Die Säule – Sockel aus Kupfer

Am unteren Ende der Säule befindet sich ein Sockel aus Kupfer, mit dem die Säule auf dem Boden steht (vgl. 2.Mose 27:10). Kupfer ist ein Bild auf das Gericht. Der Boden mit seinem Staub ist ein Bild auf das Wesen dieser Welt mit all den Sünden und der irdischen Gesinnung.

Wir stehen zwar in dieser Welt, aber wir sollen nicht an den Sünden und dem vergänglichen Trachten dieser Welt teilhaben. „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17:15-16). Als Jesus als Mensch auf dieser Erde war, hat er das Gericht über die Sünde in unserm Fleisch (Römer 8:3, 13), die Liebe zur Welt, die Gesetzlosigkeit, dem nichtigen Gedanken und Reden, die Religion und den Tod gerichtet. Er hat in seinem Leben und mit seiner Auferstehung all diese Dinge unter seine Herrschaft gebracht und besiegt.

Heute sollen auch wir das Gericht und den Sieg des Herrn über all diese Dinge in unserem Leben anwenden. Wenn immer wir merken, dass etwas Fleischliches, etwas Weltliches oder auch nichtige Gedanken in uns zum Vorschein kommen, können wir uns mit dem Gericht des Herrn über diese Dinge eins machen und sie auch in uns richten. Auf diese Weise werden wir frei von dieser Welt und die Welt hat nichts in uns (vgl. Johannes 14:30). „Wenn wir uns aber selbst richteten, so würden wir nicht gerichtet werden“ (1.Kor. 11:31).

Die Säule – Kopf und Verbindungsstangen aus Silber

Alle 60 Säulen sind mit silbernen Verbindungsstangen am Kopfende miteinander verbunden (vgl. 2.Mose 38:17). Dies zeigt uns, dass niemand für sich alleine die ganze Herrlichkeit Gottes zum Ausdruck bringen kann. Vielmehr braucht es den Aufbau und eine Verbindung untereinander. Das Silber steht für die Errettung, welche wir im Herrn erfahren können. Deshalb sind die Verbindungsstangen aus Silber. Im Haus Gottes darf es keine natürlichen Verbindungen geben. Wenn wir uns beispielsweise zusammentun, weil wir die gleichen Hobbys oder Interessen haben oder uns einfach nur gut miteinander verstehen, ist dies keine Grundlage für den Aufbau von Gottes Haus. Solche Dinge sind natürlich und daher nicht beständig. Sie bringen nicht das reine Wesen Gottes zum Ausdruck. Es gibt darin auch keinen Unterschied zum Wesen dieser Welt, in der es solche Verbindungen auch gibt.

Wenn wir jedoch die Errettung Jesu erfahren, dann können wir uns damit gegenseitig stärken und Christus darreichen. Im Haus Gottes soll es viel solcher Darreichungen geben. Werden wir durch Christus und in seinem Geist zusammengefügt, ist dies der wahre Aufbau. „Aus welchem der ganze Leib, zusammengefügt und zusammengehalten durch jedes Gelenk der Darreichung, gemäß der Wirksamkeit in dem Maß jedes einzelnen Teiles, das Wachstum des Leibes vollzieht zur Auferbauung seiner selbst in Liebe“ (Eph. 4:16). Und: „Eifrig bestrebt, die Einheit des Geistes zu halten durch das Band des Friedens“ (Eph. 4:3).

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