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Du sollst nicht töten  


Beiträge: 2
 Soso
Themenstarter
(@susanna-ott-ehrbar)
New Member
Beigetreten: Vor 6 Monaten

Hallo

Wie kann ich einem ungläubigen Menschen erklären, wieso der Herr einerseits das Gesetz erlässt "Du sollst nicht töten" andererseits aber verlangt, dass das Volk Israel mehrfach in den Krieg zieht?

 

4 Antworten
1 Antwort
(@reiner)
Beigetreten: Vor 5 Jahren

New Member
Beiträge: 4
Veröffentlicht von: @susanna-ott-ehrbar

Hallo

Wie kann ich einem ungläubigen Menschen erklären, wieso der Herr einerseits das Gesetz erlässt "Du sollst nicht töten" andererseits aber verlangt, dass das Volk Israel mehrfach in den Krieg zieht?

 

Vielleicht kurz ein Beispiel, warum Israel in den Krieg ziehen musste:

Schon zur Zeit Abrahams gab es die Amoriter, Girgasiter, Kanaaniter, Jebusiter... die in dem Land Kanaan wohnten, in welchem Israel später lebte. Diese Völker übten große Verderbnis in diesem Land an. Abraham hat in genau diesem Land schon gewohnt, aber Gott hat es ihm nicht als Besitz gegeben, weil:

"... das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll." (1.Mose 15:16)

Gott hat das Verderben in diesem Land gesehen, aber er hat die Menschen nicht sofort gerichtet, sondern er gibt ihnen Zeit. Warum?

"... er ist langmütig gegen euch und will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass alle zur Buße kommen." (2.Petrus 3:9)

Weil diese Völker aber einfach weiter gemacht haben, hat Gott sie durch Israel gerichtet.

"Diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbild und sind uns zur Warnung geschrieben worden, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist." (1.Korinther 10:11)

Wir sehen also, dass das Prinzip damals genauso auch heute noch gilt! Auch heute gibt Gott uns noch Zeit, das wir Buße tun und Jesus Christus zur Vergebung unserer Sünden annehmen. Auch wenn alles scheinbar nicht danach aussieht, wird der Tag des Gerichts eintreffen (2.Petrus 3:7, Römer 14:10). Dann wird Gott durch Jesus jeden Menschen richten werden (Johannes 5:22).

"Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same," (5.Mose 30:19)

Mögen wir auch diese ernstere Warnung in der Heiligen Schrift zu Herzen nehmen und unsere verbleibende Zeit weise nutzen.

Liebe Grüße

Reiner

Antwort
Beiträge: 1
(@martin-reiser)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Jahren

Hallo Susanna, im hebräischen Text steht nicht das Verb "harag" sondern "ratsah" das heißt  "morden" oder "verbrecherisch töten".

 

 

Antwort
Beiträge: 4
(@thomas-pavelkalive-com)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Jahren

Hallo Susanna,

Gottes Wunsch ist es, dass sein Volk heilig ist (2.Mose 19:6). Daher gebietet Gott nicht nur, die  heidnischen Völker Kanaans auszurotten, sondern auch, dass Israeliten für bestimmte Sünden hingerichtet werden sollen. Hier zeigt sich, dass der Gott der Bibel, der Gott der Gerechtigkeit ist. Sünde muss angemessen bestraft werden - Auge um Auge, Zahn um Zahn, Leben um Leben (2.Mose 21:23-24).

Die Völker Kanaans an denen Israel "den Bann vollstrecken", das heißt, sie ausrotten sollte, haben schlimme Sünden begangen, unter anderem Kinderopfer für ihre Götzen (3.Mose 18:20-30). Gott hat dem Volk Israel den Auftrag gegeben, das gerechte Gericht für diese Sünden zu vollstrecken. Sie sollten dabei die Völker vollständig ausrotten. Gott wusste, dass wenn diese Völker wieder erstarken würden, sie Israel zu Götzendienst und den anderen üblen Sünden verleiten (2.Mose 23:33).

Genau das ist leider eingetroffen: Israel hat nicht alle Völker ausgetrieben, sich mit den Völkern vermischt und ihre Bräuche angenommen, die Gott ein Gräuel sind. Schlussendlich haben sie es sogar schlimmer getrieben als die Heiden, die vor ihnen im Land waren (2.Chr. 33:9). Deswegen musste Gott sein Volk schwer strafen, indem er den König von Assyrien und den König von Babylon schickte, die Israels Städte zerstörten und sie gefangen in ihr Reich brachten (Jer. 25:8-9).

Es stellt sich sicherlich die Frage: Warum hat Gott die Völker nicht selbst ausgerottet?
Zum einen sagt die Bibel, dass es tatsächlich Er selbst ist, der die Völker Kanaans vor dem Volk Israel vernichtet (5.Mose 31:3). Zum anderen aber möchte Gott trotzdem sehen, dass sein Volk das gerechte Urteil vollstreckt. So können wir durch die Geschichte des Volkes Israel erkennen, dass Gott seinen Vorsatz nicht alleine ausführen möchte, sondern er will mit den Menschen zusammen arbeiten. Dasselbe Prinzip werden wir sehen, wenn der Herr Jesus mit seinem Herr, den treuen Gläubigen, auf die Erde zurückkommt, um sie einzunehmen (Offb. 19:11-16; Ps. 149:6-9).

Des Weiteren ist sehr wichtig ist zu sehen, dass Gott niemals unschuldiges Blut hat vergießen lassen. Saul in seinem seelischen Übereifer hat einmal versucht, die Gibeoniter aus dem Land auszurotten, welche durch einen Schwur unter besonderen Schutz waren. Gott hat Saul bzw. seine Familie dafür stark bestraft (2.Sam. 21:1-9).

Für uns heute hat die Geschichte des Volkes Israel eine geistliche Bedeutung (1.Kor. 10:1-11). Gott möchte uns zeigen, wie radikal wir mit den Dingen in uns umgehen sollen, die ihm nicht gefallen und ihren Ursprung in unserem heidnischen Fleisch haben. Stattdessen soll sich Christus in uns vollständig ausbreiten, damit wir ein heiliges Volk für ihn sind! So werden wir bereit, mit Christus bei seinem Kommen, die ganze Erde für unseren Gott einzunehmen!

Liebe Grüße
Thomas

Antwort
1 Antwort
 Soso
(@susanna-ott-ehrbar)
Beigetreten: Vor 6 Monaten

New Member
Beiträge: 2
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