(Deutsch) Leiden um Christi willen

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Das Sendschreiben an die Gemeinde in Smyrna ist sehr kurz: Es hat nur 4 Verse. Und alle 4 Verse haben nur ein einziges Thema: LEIDEN. Leiden sind ein wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Christen. Selbst unser Herr wurde als Mensch durch Leiden vollendet (vgl. Hebräer 5:8-9). Viele Psalmen beschreiben uns prophetisch die verschiedenen Leiden Christi. In Offenbarung 2:9 sagt Jesus zur Gemeinde: “Ich kenne deine Trübsal.” Nachdem der Herr Jesus gelitten hat, sind jetzt wir als seine Nachfolger an der Reihe.

Keiner der Propheten im Alten Bund war beim Volk beliebt. Sie wurden alle verfolgt. Genauso die Jünger zur Zeit der Apostelgeschichte. Dort heißt es: “[Sie] befestigten die Seelen der Jünger, ermutigten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen” (Apg. 14:22).

Zur Zeit des Paulus gingen viele verschiedene Apostel umher und predigten. So musste er sich eines Tages gegenüber der Gemeinde in Korinth rechtfertigen, dass er wirklich ein Diener Christi war. Was war sein erster Punkt in dieser Rechtfertigung? Seine Redebegabung? Nein! Der erste Beweis waren seine Drangsale. In 2.Korinther 11:23ff machte Paulus eine lange Liste über alle seine Leiden.

Weiter heißt es: “… denn euch ist beides geschenkt – nicht nur, an Christus zu glauben, sondern auch, um seinetwillen zu leiden” (Philipper 1:29). Geschenke nehmen wir alle gern an. Doch wie ist es mit dem Geschenk des Leidens? Nehmen wir Leiden ohne Murren an? Wir murren schnell und werden mürrisch. Gegen unser mürrisches Wesen hilft nur eine Medizin: Myrrhe. Der Name Smyrna bedeutet Myrrhe. Myrrhe schmeckt bitter und steht in der Bibel für Leiden und Tod. Daher sagt der Herr zu Smyrna: “Sei treu bis zum Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben.”

Wenn wir um Christi willen leiden, so lasst uns zu Jesus aufsehen. Wir wollen nicht zähneknirschend hindurchgehen, sondern Christus vor Augen haben. Wenn wir darin Christus gewinnen, werden wir auch Anteil an der kommenden Herrlichkeit erhalten.

(Deutsch) Zur ersten Liebe zurückkehren

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Der Gemeinde in Ephesus fehlt es nicht an Werken. Sie konnte sogar unterscheiden, ob die damaligen Apostel die Wahrheit sagten oder nicht. Sie hatte Ausdauer und ertrug vieles um Jesu Namen willen. In all diesen Werken war die Gemeinde in Ephesus tadellos. Doch in einer einzigen Sache war der Herr Jesus gegen sie: Die Gemeinde hatte ihre erste Liebe verlassen. Diese eine Sache ist für Jesus so wichtig, dass alle Werke für ihn wie nichts gelten. Wenn die erste Liebe fehlt, ist alles andere umsonst. Dies entspricht dem, was auch Paulus sagt:

“Wenn ich in den Zungen der Menschen und Engel rede und keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Kupfer oder eine klingende Schelle geworden. Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen austeile, und wenn ich meinen Leib hingebe, um mich rühmen zu können, aber keine Liebe habe, so ist es mir nichts nütze” (1.Korinther 13:1-3).

Die Liebe ist die höchste Entfaltung des Lebens. Dass diese Gemeinde die erste Liebe verlassen hat, zeigt, dass sie Mangel am Leben Gottes hatte. Wenn das Leben weniger wird, hört auch jegliches Empfinden auf. Deswegen hat die Gemeinde in Ephesus nicht einmal gemerkt, dass sie die erste Liebe verlassen hat. Sie ist empfindungslos geworden. Daher sagt der Herr Jesus: “Denke also daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße” (Offenbarung 2:5). Für diejenigen, die überwinden, verheißt der Herr den Baum des Lebens. Kehrt die Gemeinde aber nicht zur ersten Liebe zurück, so wird der Leuchter von seinem Ort weggestoßen. Die Versammlung der Christen mag bestehen bleiben, aber das Zeugnis der Gemeinde ist verschwunden.

Wenn die Gemeinde zur ersten Liebe zurückkehrt, entstehen auch die ersten, besten Werke. Mögen wir als Gemeinde Buße tun und die erste Liebe zum Herrn Jesus zurückgewinnen!

(Deutsch) Der Menschensohn mitten unter den Leuchtern

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In Offenbarung Kapitel 1 stellt sich Jesus Christus in einer Weise vor, wie ihn kaum einer kennt. Seine Augen sind eine Feuerflamme, seine Füße sind glühendes Kupfer, aus seinem Mund kommt ein scharfes, zweischneidiges Schwert. Er ist der große Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks. So einen Jesus kannte nicht einmal Johannes, obwohl er der “Lieblingsjünger” Jesu war. Als Johannes ihn sah, fiel er wie tot zu seinen Füßen nieder. Warum zeigt sich Jesus auf diese Weise?

Johannes sieht Jesus, den Menschensohn, in Offenbarung 1 nicht im Himmel, wo wir ihn vermuten würden. Vielmehr wandelt Jesus mitten unter sieben goldenen Leuchtern. Diese sieben goldenen Leuchter sind sieben Gemeinden. Was macht der Hohepriester Jesus unter den Leuchtern? Er richtet die Lampen zu. Er beschneidet den Docht. Er befüllt die Lampen mit frischem Öl. Dies ist die Aufgabe des Hohepriesters (vgl. 3.Mose 24:1-4). Was bedeutet dies für die Gemeinden?

Jesus möchte die Gemeinden zurechtbringen. Doch warum ist das nötig? Weil die Gemeinden gefallen sind. Ihr Zustand gefällt Gott nicht. Die Gemeinde in Ephesus hat die erste Liebe verlassen, Pergamon liebt die Welt, Thyatira ist voller Sauerteig der Religion, Sardes ist tot, Laodicea ist lauwarm. Wird Jesus so eine Gemeinde annehmen? Nein! Er muss sie richten.

Genau aus diesem Grund offenbart sich Jesus als dieser ehrfurchtgebietende Menschensohn. Er liebt die Gemeinde, und deshalb muss er sie reinigen, heiligen und zurechtbringen. Dafür spricht er die Gemeinden direkt an. Und das ist auch das Besondere an der Offenbarung: Jesus redet direkt zur Gemeinde, nicht durch einen Menschen. Zur Gemeinde in Laodicea sagt er: “Alle, die ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!” (Offenbarung 3:19). Die große Frage ist: Sind wir für seine Zurechtbringung bereit?

Die Geschichte zeigt, dass die Gemeinden keine Buße getan haben. Der Leuchter wurde weggestoßen und das Zeugnis verschwand. Und was tun wir heute? Denkt einmal darüber nach.

(Deutsch) Treue und kluge Diener

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Der wichtigste Punkt eines Dieners ist, dass er treu sein muss. Paulus sagt in 1.Korinther 4:2: “Weiterhin sucht man hierbei an den Haushaltern, dass einer als treu erfunden werde.” Was heißt es, treu zu sein? Ein treuer Diener muss den Willen des Meisters ganz genau verstehen und genau das tun, was der Meister sagt. Ein treuer Diener wagt es sicherlich nicht, vermessen zu sein. David sagt in Psalm 19:14: “Bewahre auch deinen Knecht vor Sünden der Vermessenheit, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und rein bleiben von großer Missetat.”

Das Wort Gottes bewahren

Einer, der Gott dient, muss alles gemäß Gottes Anweisungen tun. Mose wird als der treueste Diener in der Bibel betrachtet. Hebräer 3:5 sagt uns: “Und Mose war zwar treu in Gottes ganzem Haus als Diener.” Gott hat Mose alle Anweisungen auf dem Berg gegeben und ihm insbesondere gesagt, dass er die Stiftshütte genau nach dem Bild machen sollte, das ihm gezeigt worden war. Mose war Gott in allen Einzelheiten völlig gehorsam. Das zeigt, dass Mose ein treuer und kluger Diener war. Ein treuer Diener sollte auch ein kluger Diener sein; wie wird er sonst wissen, was Gott tun möchte? Wie kann jemand treu sein, wenn er eingebildet ist und Gott nicht sucht, wenn er nur selten mit ihm Gemeinschaft hat und nicht im Geist lebt? Kann jemand ein treuer Diener sein, wenn er den Willen Gottes nicht genau kennt und einfach nach seinem eigenen Willen handelt? Sicherlich nicht. Das ist der Grund, warum der Herr uns zeigt, dass ein Diener sowohl treu als auch klug sein muss.

Jesus Christus – der treue Zeuge (1.Tim. 6:13; Offb. 1:5a; 3:14)

Als der Herr Jesus auf dieser Erde lebte, tat er alles nach dem Willen des Vaters; er tat nie etwas aus sich selbst heraus. Sein ganzes Leben erfüllte Gottes Wort. In Hebräer 10:7 sagt er: “Siehe, ich komme, … deinen Willen, Gott, zu tun.” Es war der Vater selbst, der in ihm das Werk getan hat, sowohl in seinem Sprechen als auch in seinem Tun. Er war von Gott gesandt, um die Dinge Gottes auszuführen, mit denen er betraut war; und doch sagte er, dass es der Vater in ihm war, der wirkt. Was immer der Vater tat, das tat der Herr ebenso; was immer der Vater nicht getan hat, hat er auch nicht getan. In unserem Dienst heute sollte es genauso sein. Wenn du nicht weißt, was du tun sollst, tue lieber gar nichts; tue es nur, wenn du weißt, was Gott will. Wenn Gott nicht spricht, sprechen und handeln wir nicht. Und wenn wir wissen, was er tun will, dann müssen wir ihm noch erlauben, es in uns zu tun. Mache die Dinge nicht einfach selbst. Um ein treuer und kluger Diener zu sein, musst du darum in beständiger Gemeinschaft mit Gott sein, damit du weißt, was der Wille Gottes ist.

Dem Haushalt Gottes die angemessene Speise austeilen (Mt. 24:45)

Gott ist lebendig und er ist auch ein sprechender Gott. Sein lebendiges Sprechen (seine Worte) ist geistliche Speise für die Heiligen in seinem Haushalt. Denke daran, dass der Herr Jesus in Matthäus 4:3 das Wort aus 5.Mose 8:3 zitiert hat: “Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.” Damit ein Diener dem Haushalt Gottes die angemessene Speise geben kann, muss er mit Sicherheit wissen, was der Herr HEUTE zu der Gemeinde spricht. Erinnert euch daran, was der Herr Jesus den sieben Gemeinden in Offenbarung 2-3 geschrieben hat. Sieben Mal sagte er: “Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.” Die wichtigste Eigenschaft eines Dieners ist zu hören, was der Meister sagt. Die Sterne sind die Boten der Gemeinden und sie überbringen den Gemeinden das Wort des Herrn. Die Botschaft, die sie überbringen, sollte nicht von ihnen selbst stammen, sondern es muss die Botschaft des Herrn sein. Wenn der Botschafter das Wort des Herrn ein bisschen verändert und es dann der Gemeinde überbringt, dann ist es nicht mehr das Wort des Herrn und der Diener ist kein Bote mehr. Das Wort des Herrn ist lebendig; es ist Geist und Leben für die Ernährung seiner Gemeinde. Menschenwort ist tot, es ist ohne Geist und Leben. Wenn ein Bote dem Wort des Herrn nicht treu ist und seine eigenen Vorstellungen hineinbringt oder sich dem Wort sogar widersetzt, dann gibt es überhaupt keinen Weg, dass er einer ist, den der Meister über seinen ganzen Haushalt setzt, ihnen zur rechten Zeit die angemessene Speise zu geben (Mt. 24:45). Die Ältesten müssen das aktuelle Wort genau kennen, das der Herr zu den Gemeinden sprechen möchte. Daher müssen sie Menschen sein, die beständig in Gottes Gegenwart leben. Nur solch einer Person kann der Herr seinen Haushalt anvertrauen.

Auf sich selbst Acht haben (Apg. 20:28; 1.Kor. 3:10; 10:12; 1.Tim. 4:16)

Paulus gab den Ältesten in Ephesus eine sehr ernsthafte Warnung, bevor er abreiste: “Habt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welcher euch der Heilige Geist als Aufseher gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu weiden, die er durch sein eigenes Blut erworben hat” (Apg. 20:28). Lerne nicht bloß ein paar äußerliche Methoden, wie man gewisse Dinge macht. Etwas Äußerliches zu lernen ist einfach, aber das Werk Gottes zu tun und dem Herrn ganz gehorsam zu sein ist nicht so einfach. Glaubst du das nicht? Warte noch zehn oder zwanzig Jahre und schaue dann dein Werk an oder das, was zwischenzeitlich aus den Gemeinden geworden ist. Denke nicht, dass sich die Gemeinde nicht von gut nach schlecht verändern kann. Schaue dir bitte die sieben Gemeinden in Kleinasien an. Sie hatten alle Probleme, und diese Probleme stammten von der Untreue der Boten. Wenn du das erst nach zwanzig Jahren feststellst, wird es zu spät sein! Daher haben wir unsere Gemeinschaft an dieser Konferenz mit dem Geheimnis der sieben Sterne begonnen. Möge der Herr uns barmherzig sein, denn wir müssen alle Acht haben, dass wir treue und kluge Diener werden. Ich hoffe, dass die Vision der sieben Sterne in der rechten Hand des Herrn allen dienenden Geschwistern eine Hilfe ist.

(Deutsch) In der rechten Hand des Menschensohns

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„In der rechten Hand des Menschensohnes“ ist der einzige Ort, an dem du sein kannst, wenn du ein Stern bist. Jeglicher andere Ort wäre nicht gut, denn die Sterne können nur in der rechten Hand des Herrn sein. Die verantwortlichen Brüder in den Gemeinden müssen alle in der rechten Hand des Herrn gehalten werden. Wenn du in Menschenhände hineinfällst, dann musst du auf Menschen hören und unter ihrer Kontrolle sein. Ich habe viele Dienende gesehen, die in die Kontrolle von Menschen verstrickt wurden. Fallt also nicht in die Hände von Menschen. Die Ältesten in der Gemeinde sollten nicht in die Hände irgendeines Menschen fallen, sondern sie sollen vom Herrn gehalten, kontrolliert und sogar gezüchtigt werden. Älteste müssen sich der Autorität des Herrn unterwerfen und nicht eigenwillig sein. Ich meine nicht, dass sich die Brüder nicht gegenseitig untertan sein sollen – ich bin dir nicht untertan und du bist mir nicht untertan – nein, das meine ich nicht. Aber zuallererst müssen wir uns dem lebendigen Gott unterwerfen. Das Buch der Offenbarung zeigt uns sehr klar, dass die sieben Sterne in seiner rechten Hand gehalten werden. Das ist zu wichtig. Das solltest du nicht übersehen, ansonsten hört die ganze Gemeinde nach und nach nicht mehr auf Gottes Wort, sondern auf Menschenwort. Gottes Wort wird allmählich durch Menschenwort ersetzt. Die Ältesten haben in sich selbst gar keine Autorität. Sie können die Autorität des Herrn nur dann zum Ausdruck bringen, wenn sie in der rechten Hand des Herrn sind. Es ist nicht die Position der Ältestenschaft, die ihnen die geistliche Autorität verleiht, sondern allein die Tatsache, dass sie in der rechten Hand des Herrn gehalten werden.

Die rechte Hand der Autorität Gottes

Nachdem der Herr Jesus in die Himmel aufgefahren war, hat er sich „… zur Rechten der Kraft Gottes“ gesetzt (Lk. 22:69; Hebr. 1:3). Daher hat er gesagt: „Mir ist alle Vollmacht gegeben, im Himmel und auf der Erde“ (Mt. 28:18). Dass der Herr Jesus erhöht wurde und sich zur Rechten Gottes gesetzt hat, zeigt nicht nur seine herrliche Position, sondern auch seine Vollmacht. Allerdings zeigt die Tatsache, dass die Sterne in der rechten Hand des Herrn gehalten werden, nicht etwa, dass die Ältesten hohe Positionen haben und dass jeder sie respektieren und auf sie hören muss. Das heißt es bestimmt nicht. Dies zeigt nur, dass sich die Boten ganz der Vollmacht des Herrn unterwerfen und ihm völlig gehorchen müssen. Wenn die verantwortlichen Brüder in die Hand einer bestimmten Person fallen, dann müssen sie auf diese Person hören und werden von ihr kontrolliert. In so einem Fall befindet sich die ganze Gemeinde unter der Manipulation dieser Person. Wer soll über die Gemeinde regieren? Der Herr Jesus – er allein ist das Haupt des Leibes. Wenn aber die Ältesten in der Gemeinde nicht in der rechten Hand des Herrn gehalten werden, dann werden sie über die Gemeinde herrschen. In solch einem Fall müssen die Heiligen üben zu überwinden und sich für das Sprechen des Geistes entscheiden, nicht für den Befehl der Ältesten. In der Gemeinde sind wir nicht für Demokratie oder Menschenrechte wie die Leute der Welt. Die Gemeinde gehört dem Herrn Jesus – er ist das Haupt, er ist unser König David. Wenn ein Verantwortlicher nicht in der rechten Hand des Herrn gehalten wird, dann ist er nicht mehr qualifiziert zu leiten. Dann hat er die Autorität schon verloren, die ihm vom Herrn übertragen wurde. Alle Ältesten müssen sich der Autorität des Herrn unterwerfen und dürfen nicht wagen, aus sich selbst zu herrschen. Rufe nicht nur „Herr“ und tue dann nicht, was er sagt. Der Herr Jesus sagte in Lukas 6:46: „Warum nennt ihr mich denn Herr, Herr! und tut nicht, was ich sage?“ Mit deinem Mund rufst du ihn „Herr“, aber in deinem Herzen denkst du, dass du der Herr bist und handelst auch so. Betrügst du dann nicht Gott? Ich habe Menschen gesehen, die über die Gemeinde geherrscht haben. Es hat sie nicht gekümmert, ob die Heiligen auf den Herrn hören oder nicht. Aber wenn die Heiligen nicht auf sie gehört haben, wurden sie in Quarantäne gesetzt, hinausgeworfen und von der Gemeinschaft der Gemeinden abgeschnitten. Kein Ältester kann den Herrn als das Haupt der Gemeinde ersetzen! Das Geheimnis der sieben Sterne in der rechten Hand des Herrn ist nicht so einfach. Wir müssen alle lernen, dem Sprechen des Herrn ganz zu gehorchen und uns seiner Autorität völlig zu unterwerfen.

Die souveräne Hand Gottes (Spr. 21:1; 16:1-2, 9, 25, 33)

Sprüche 21:1 sagt: „Wie Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es.“ Wasserbäche fließen in die Richtung, in die der Herr es will. Das ist die Hand des Herrn – das ist Gottes Souveränität. Er ist souverän, weil er alle Dinge im Voraus weiß. Die Sprüche sagen auch: „Alle Wege eines Mannes sind lauter in seinen Augen, aber der die Geister prüft, ist der HERR“ und auch „das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seinen Schritt“ (Spr. 16:2, 9). Der gefallene Mensch denkt immer, dass sein eigener Weg richtig ist, bis er später (und zu spät) entdeckt, dass er falsch war (vgl. Spr. 16:25). Die Leitenden sollten nie denken, dass sie alles wüssten. Lerne, was Sprüche 16:3 sagt: „Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Gedanken werden [durch Gott] zustande kommen.“ Kein Dienst in der Gemeinde darf gemäß der Vorstellung von Menschen getan werden. Die verantwortlichen Brüder müssen lernen, die Entscheidung in allen Dingen dem Herrn zu überlassen. Vertraue in allem der Souveränität des Herrn und er wird die Pfade ebnen (vgl. Spr. 3:6). Das ist nur dann möglich, wenn wir ein demütiges Herz mit einer engen Beziehung zum Herrn haben. Dann kann er uns seinen Willen und seinen Weg offenbaren. Wenn die Ältesten aus irgendeinem Grund nicht klar sind in Bezug auf Gottes Willen, dann sollten sie sich demütigen und auf diejenigen hören, die seinen Willen kennen. In 5.Mose 12:8 warnt Gott sein Volk durch Mose: „Ihr dürft es nicht mehr so machen nach allem, wie wir es heute hier tun, dass jeder all das tut, was in seinen Augen recht ist.“

Die züchtigende und richtende Hand Gottes

Die Hand des Herrn ist auch eine züchtigende und richtende Hand. Denke nicht, wir können in der Gemeinde vermessen sein und alles tun, was uns gefällt. Alle Dienenden, vor allem die Ältesten, müssen erkennen, dass die Hand des Herrn auch eine züchtigende und richtende Hand ist. Die Bibel sagt uns, dass er uns nicht nur wegen unserer Fehler züchtigt, sondern vielmehr deshalb, weil er uns liebt. Offenbarung 3:19 sagt: „Alle, die ich liebhabe, weise ich zurecht und züchtige ich;…“ Wir machen alle Fehler, weil wir nicht vollkommen sind; und weil der Vater uns liebt, bereitet er viele Umstände vor, um uns zu züchtigen (vgl. Hebr. 12:5-11). Das ist die züchtigende Hand des Herrn. Wir müssen dem Herrn dafür danken. Es ist kein gutes Zeichen, wenn jemand, der Gott dient, nicht von ihm gezüchtigt wird. Wenn Gott einen Dienenden machen lässt, was ihm gefällt, dann fürchte ich, dass dieser nicht mehr in der rechten Hand des Herrn ist. Wenn wir Dinge in der Gemeinde sehen, die nicht richtig sind, dann neigen wir sofort dazu, einzugreifen und die ganze Sache in unsere Hand zu nehmen. Wir werden zu dem, der züchtigt, und ersetzen Gott dabei – das Ergebnis sind weitere Schwierigkeiten. Außerdem ist die „züchtigende Hand“ eines Menschen entweder zu hart oder ungerecht. Wenn wir heute, da wir schon etwas älter geworden sind, etwas in der Gemeinde sehen, das nicht stimmt, können wir nur unseren Kopf schütteln und seufzen, weil es für niemanden einfach ist, eine Korrektur anzunehmen, vor allem für die Leitenden nicht. Wir haben keinen anderen Weg als uns zu unserem Vater-Gott zu wenden und es ihm zu sagen. Er ist der einzige, der die Situation retten und seine Kinder züchtigen kann. Er allein hat die Weisheit und den richtigen Weg, um mit allen Situationen umzugehen.

Einer, der Gott wirklich kennt, wird es nicht wagen, die Heiligen zu züchtigen oder locker über sie zu reden. Wenn du einer bist, der in der rechten Hand des Herrn gehalten wird, wirst du es dem Herrn überlassen, denn du kennst die züchtigende Hand des Herrn. Wenn eine Person nicht willig ist, die Züchtigung des Herrn anzunehmen, dann wird sein Gericht über sie kommen. Wenn jemand völlig daneben liegt und zu weit geht, wird Gott ihn richten. Ich hoffe, dass wir nicht gerichtet werden, sondern willig sind, die Züchtigung des Herrn anzunehmen. Er züchtigt uns, weil er uns liebt.

Die mächtige und starke Hand Gottes (2.Mose 15:6)

Jesaja sagte: „Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten“ (Jes. 59:1). Gottes Arm ist nicht zu kurz, dass er uns nicht helfen könnte. Unsere Hände sind sehr kurz und begrenzt, ohne Kraft und unfähig zu helfen. Je mehr wir versuchen zu helfen, desto schlimmer wird die Situation. Das habe ich zu oft gesehen. Nur Gottes Hand ist mächtig und voller Kraft. Für uns ist es normal, dass wir nicht imstande sind, die Schwierigkeiten und Probleme der Menschen zu lösen. Dankt dem Herrn für das, was er gesagt hat: „Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Mk. 10:27).

Wenn er alles vermag, warum lassen wir dann nicht ihn alles tun? Was er macht, ist immer am besten. Die wirkende Hand des Herrn ist mächtig und wunderbar. Die verantwortlichen Brüder müssen das erkennen und sich unter die gewaltige Hand Gottes demütigen (vgl. 1.Petr. 5:6). Nur dann kannst du das mächtige Werk seiner Hände sehen. David sagte: „Ich sinne über all deine Taten nach und denke über die Werke deiner Hände nach“ (Ps. 143:5). Die Werke seiner Hände sind zu wunderbar! Er hat das ganze Universum erschaffen. Wer außer ihm kann die Himmel und die Erde erschaffen? Nur Gott allein hat solche großen Hände. Was können wir tun? Psalm 127:1 sagt besonders in Bezug auf den Bau des Tempels des Herrn: „Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten vergeblich, die daran bauen.“ Aber viele Leute glauben das nicht; sie bestehen immer noch darauf, alles selber machen zu wollen. Vergiss nicht das Wort in Sacharja 4:6 in Bezug auf den Tempelbau: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“ Du musst auch an Psalm 121:1-2 denken: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher meine Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Die leitende Hand Gottes

David sagte: „… so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich fassen“ (Ps. 139:10). Wenn wir fest in seiner rechten Hand gehalten werden, haben wir keine Angst, denn er leitet uns, hält uns fest, schützt uns und hilft uns. Auf diese Weise wird unser Dienst nicht so schwierig sein und wir werden nicht schwitzen. Wenn du denkst, dein Dienst ist schwierig, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du derjenige bist, der den Dienst tut. Höre auf mit deiner Arbeit und erlaube dem Heiligen Geist, in dir zu wirken. Seine Hand wird dir helfen, dich leiten, dich schützen und dich festhalten. Äußerlich sieht es so aus, als ob du die Arbeit tun würdest, aber eigentlich ist es der Herr, der es in dir tut. Er ist es, der dich hindurchtragen wird. Wenn dein Dienst nicht in seiner Hand ist, dann bist du es, der die Arbeit macht. Am Ende wird er sogar noch deinen Weg verwerfen. Das bedeutet aber nicht, dass du nichts tust. Nein, du musst mit ihm zusammenarbeiten. Paulus sagte: „… ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade zusammen mit mir“ (1.Kor. 15:10).

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