Zion, das Reich Gottes auf der Erde

Es ist gewaltig, die Erde zu ererben. Doch genau davon spricht Offenbarung 21:7: „Wer überwindet, der wird es alles ererben.“ Sicherlich wird der Herr bald wiederkommen und sein Tausendjähriges Reich auf dieser Erde errichten. Zion wird das Zentrum sein. Dies alles muss in unseren Herzen noch mehr Raum gewinnen. Deshalb ist die Wiederkunft des Herrn so wichtig. Die Wiederkunft des Herrn ist nicht nur ein Thema. Nein! Der Herr steht vor der Tür! Sein Reich muss auf diese Erde kommen. Und heute ist dieses Reich Zion. Wir in der Gemeinde sind sein Reich. Zion – dieser Name muss wie Musik in unseren Ohren klingen! Was möchten wir heute sein? Wir möchten Zion sein. Zion ist dem Herrn überaus kostbar. Er wird es niemals vergessen. Lasst uns den Vers 14 von Jesaja Kapitel 49 lesen: „Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, und der Herr hat mich vergessen.“ Denkt nicht, der HERR wird Zion nicht verlassen. Er hat Zion verlassen, aber nur für eine kurze Zeit. Der HERR wird Zion aber niemals vergessen. Doch weil die Menschen den Sabbat entheiligt, Ungerechtigkeit und Götzendienst getrieben haben und Zion zu einem Marktplatz gemacht haben, scheute sich der Herr nicht, Zion zerstören zu lassen. Trotzdem sagte er: „Kann auch eine Frau ihren Säugling vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Sollten selbst diese vergessen ich werde dich niemals vergessen! Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir“ (Jesaja 49:15-16).

Manche Christen benützen diese Verse, um zu zeigen, dass eine Gemeinde für immer und ewig „Gemeinde“ bleibt, egal, wie der Zustand ist. Doch sie lassen den nächsten Vers außer Acht: „Deine Söhne eilen herbei, aber die dich zerstört und verwüstet haben, werden sich davonmachen“ (V. 17). Das heißt, der Herr hat Zion durch Nebukadnezar ganz zerstört – während siebzig Jahren lag es verwüstet und in Trümmern. Aber der Herr hat es mit den Übriggebliebenen wiederhergestellt. Sie sind zurückgekehrt. Ja, der Herr wird Zion nie vergessen. Aber nur ein Überrest wird es schaffen.

Jesaja Kapitel 50, Verse 1-3: „So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter“ – Zion ist die Mutter und das Volk sind die Kinder – „…mit dem ich sie verstoßen habe? Oder welchem von meinen Gläubigern habe ich euch verkauft?“ Sie sind wirklich verkauft worden. Meint ihr, der HERR wird sie verkaufen? Nein, der Grund ist: „Siehe, wegen eurer Sünden habt ihr euch selbst verkauft …“ – das ist das Problem! „… und wegen eurer Übertretungen ist eure Mutter verstoßen worden. Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief?“ Niemand kümmerte sich um den HERRN und ihm seine Sache. Er sagte: „Ist meine Hand zu kurz, dass sie nicht mehr erlösen kann? Oder ist bei mir keine Kraft mehr zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, dass ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben! Ich kleide den Himmel in Schwarz und bedecke ihn mit Sacktuch.“

Das heißt, der HERR ist so mächtig, aber er konnte nicht verhindern, dass Zion zerstört wurde. Er musste es zulassen. Denkt nicht, dass, wenn wir nicht Buße tun, der Herr den Leuchter nicht wegnimmt! Das habe ich schon mehrmals in meinem Leben gesehen. Und trotzdem denken die Menschen immer noch, dass sie die richtige Gemeinde sind. Doch was zählt, ist nicht was Menschen sagen, sondern was der Herr sagt. Deshalb müssen wir den Herrn kennen und hören, was er spricht. Heute baut der Herr Zion mit uns. Wir müssen beten: Herr, baue deine Stadt, Zion, mit uns auf. Zion ist das Reich Gottes auf dieser Erde. Hebräer Kapitel 12, Verse 22-23 zeigen uns, dass Zion im Neuen Bund himmlisch und nicht irdisch ist: „Vielmehr seid ihr zu dem Berg Zion gekommen und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung aller, und zur Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten.“ Zion ist die Stadt des lebendigen Gottes, das himmlische Jerusalem. Wenn wir sagen, dass wir das himmlische Jerusalem sind, dann muss die himmlische Natur auch mehr und mehr an uns zu sehen sein. Und weiter heisst es: „… zu Zehntausenden von Engeln.“ Natürlich sind sie für uns nicht sichtbar, aber sie nehmen Anteil am Aufbau von Zion. Und dann heißt es: „…zu den Geistern der vollendeten Gerechten“. Die Menschen in Zion sind nicht nur gerecht, sondern auch vollendet. In Zion müssen wir noch vollendet werden. Und dann lesen wir: „… zur Festversammlung.“ Zion ist eine Stadt, in der wir die Feste des Herrn halten (vgl. Jesaja 33:20).

So hat es der Hebräerbriefschreiber im Sinne von Jesaja noch einmal gesagt: Wenn wir in Zion zusammenkommen, dann halten wir die Feste des Herrn. Und in der Tat: Alles Männliche musste damals drei Mal im Jahr nach Jerusalem kommen, um die Feste des Herrn zu halten. Deshalb ist Jerusalem eine Stadt, ein Ort, um die Feste zu halten. Und was machen wir heute? Wir kommen zusammen, um zu lernen, und die Feste des Herrn zu feiern. Kommt zum Fest nach ZION an jedem Tag des Herrn! (siehe „Unsere Treffen“)