Wer unter euch fürchtet den HERRN?

„Wer unter euch fürchtet den HERRN?“ (Jesaja 50:10). Das ist die entscheidende Frage. Fürchten wir Gott? Viele Christen sagen, dass sie Gott lieben. Das lässt sich recht einfach sagen. Aber viele Gläubige können nicht sagen, dass sie den Herrn fürchten. Doch das Wort Gottes zeigt uns, dass die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit ist (vgl. Psalm 111:10; Sprüche 1:7; 9:10). Viele von uns Christen fürchten Gott nicht, und deshalb tun wir auch nicht, was er sagt. Das ist ein Problem. In Jesaja 11 sehen wir diesen wunderbaren Geist des Herrn, der auf Jesus Christus ruhte. Als wichtigste Eigenschaft dieses Geistes wird die Furcht des Herrn genannt. Daran hat der Herr Wohlgefallen. Leider schätzen wir diesen Punkt nicht so sehr. Doch wir brauchen diese Furcht vor ihm. Sie macht uns gesund. Die Furcht des Herrn hat mich oft davor bewahrt, unsinnige Dinge zu tun. Unser Gott ist ein heiliger und gerechter Gott. Sehr oft fürchten wir die Menschen und das, was sie sagen, mehr als den Herrn. Auch tun wir vieles, um Menschen zu gefallen. Aber wir fürchten den Herrn nicht. Hat der Herr nicht gesagt: „Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten die Vollmacht hat, in die Gehenna zu werfen. Ja, ich sage euch: Den fürchtet!“ (Lukas 12:5). Wir sollen Gott fürchten und nicht Menschen, die töten, aber danach nichts mehr tun können. Der Herr wird alle Menschen nach dem Tod richten und gegebenenfalls für immer in den Feuersee werfen (vgl. Offenbarung 20:15). Ihn müssen alle Menschen fürchten!

Jesaja 51:7b sagt: „Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Verhöhnen.“ Der Herr hat uns durch Jesaja viele praktische Ratschläge gegeben. Er ist der Ratgeber und wir müssen aufmerksam seinen Weisungen folgen: „Wer unter euch fürchtet den HERRN? Er höre die Stimme seines Knechtes“ (Jesaja 50:10). Das heißt, wir müssen die Stimme des Herrn, die Stimme des Knechtes Gottes, hören. Heute redet Gott in seinem Sohn und der Sohn ist heute der Geist, der in uns wohnt. Er redet zu uns. Doch dann kommt die zweite Frage: „Wer wandelt im Finstern und hat kein Licht?“ Was sollt ihr dann tun? „Der vertraue auf den Namen des Herrn und halte sich an seinen Gott.“ Obwohl wir dem Herrn gehören, haben wir manchmal kein Licht und wissen nicht, was wir tun sollen. In diesem Fall sollen wir auf den Namen des Herrn vertrauen und uns an unseren Gott wenden. Dann wird das Licht kommen.

„Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet und euch mit Flammen rüstet!“ (Jesaja 50:11) Nun sehen wir die andere Seite: Spielt nicht mit dem Feuer. Das ist nicht gut, denn am Ende sagt Gott: „Geht zum Licht eures eigenen Feuers und in die Flammen, die ihr angezündet habt! Dieses widerfährt euch von meiner Hand: In Qualen müsst ihr liegen.“ Im Gemeindeleben lernen wir, kein falsches Feuer anzuzünden, denn am Ende verbrennt alles. Hier sehen wir also, dass wir den Herrn fürchten müssen. Das bezeugt uns auch der Psalm 147:11 sehr deutlich: „Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.“ Gehören wir zu denen, die seinen Willen tun? Lasst uns lernen, auf den Namen des Herrn zu vertrauen und uns an unseren Gott zu halten!