Das Sündopfer – die kupferne Schlange

Die kupferne Schlange im vierten Buch Mose 21:8-9 ist ein wunderbares Bild von der Kreuzigung des Herrn. Die Kinder Israel rebellierten gegen Gott in der Wüste, sodass er sie richten musste. Er sandte feurige, giftige Schlangen, die sie bissen, und viele von ihnen starben. Als das Volk sich seiner Sünde der Rebellion bewusst wurde, bekannten sie es Mose und baten ihn, für sie zu beten. Daraufhin sagte der Herr zu Mose: „Mache dir eine Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen … Wenn eine Schlange jemand biss und er die kupferne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.“ Kupfer bedeutet in der Schrift Gericht. Die kupferne Schlange ist ein Bild auf Christus, der zur Heilung des Volkes am Kreuz erhöht wurde. Der Herr Jesus verwies in Johannes 3:14-15 auf sich selbst und sagte: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“

Im Garten Eden injizierte der Teufel seine Schlangennatur, die Sünde, in die Menschheit hinein, was dazu führte, dass die Menschen – im Bild gesprochen – wie kleine Schlangen wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass sowohl Johannes der Täufer als auch der Herr Jesus die Pharisäer als „Schlangenbrut“ bezeichnete. Jetzt verstehen wir, warum Gott seinen Sohn „in der Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und um der Sünde willen …“ gesandt hat (Röm. 8:3). Um den Menschen nahe zu sein, nahm er in gewisser Weise die Gestalt einer Schlange an, jedoch ohne Sünde. Als der Herr am Kreuz starb, nahm er die ganze Menschheit mit sich, einschließlich der Schlange, die sich selbst in die menschliche Rasse hineininjiziert hatte. Als Gott Jesus Christus am Kreuz richtete, wurde auch die Schlange gerichtet und vernichtet. Er „verdammte die Sünde im Fleisch“ (Röm. 8:3) und machte damit den zunichte, „der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel“ (Hebr. 2:14). Welch eine gewaltige Errungenschaft! Durch den Tod Christi am Kreuz wurden die Sünde, Satan, der alte Mensch, die alte Schöpfung, die Welt und der Tod vernichtet. Das ist Christus als unser Sündopfer.

Die Wirklichkeit der Taufe

Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir

Was bedeutet die Taufe? Sie ist weder ein Ritual noch ist sie einfach nur ein Beweis dafür, dass du ein Christ bist, geschweige denn die Art und Weise, Mitglied einer Kirche zu werden. Wenn du an den Herrn Jesus Christus glaubst, empfängst du ihn in deinem Geist, aber du musst auch in ihn hineingetauft werden, um vollständig mit ihm vereint zu sein. Römer 6:3 sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft wurden, in seinen Tod hineingetauft sind?“ Taufe bedeutet, einen Gläubigen in Christus und insbesondere in seinen Tod hineinzupflanzen, was zu einer Vereinigung mit ihm in seinem Tod und auch in seiner Auferstehung führt (Röm. 6:5). Obwohl Christus vor zweitausend Jahren am Kreuz gestorben ist, sind auch wir, die Gläubigen, durch die Taufe mit ihm zusammen gestorben und auferstanden. Das ist ein wunderbares Geheimnis! Das war nicht nur eine Lehre oder Ermutigung für Paulus, es war seine Wirklichkeit: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2:20). In Römer 6:7 steht: „Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde.“ Ein Toter kann nicht sündigen. Das sollte unsere tägliche Erfahrung sein. Obwohl diese Verse wahr sind, treffen wir unglücklicherweise immer wieder die Entscheidung, uns selbst anstatt Christus zu leben. Nur wenn wir Christus leben, werden wir von der Herrschaft der Sünde und des Todes befreit werden. Mögen wir das Geheimnis des Paulus praktizieren: „Denn zu leben ist für mich Christus …“ (Phil. 1:21).

In Römer 8 finden wir den Schlüssel, um die Wirklichkeit der Taufe zu erfahren: Die, die in Christus Jesus sind, wandeln nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist. Wir sind ein Geist mit dem Herrn (1.Kor. 6:17). Wir sollten üben, unseren Verstand auf den Geist zu setzen (Röm. 8:5-6), und durch den Geist die Handlungen des Leibes töten, damit wir leben (V. 13). Paulus sagte dasselbe in Galater 5:24: „Die aber Christi Jesu sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden“ und „…wandelt durch den Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches gewiss nicht vollbringen“ (V. 16).

Zusammenfassung

Das Sündopfer ist nicht in erster Linie für die Vergebung unserer sündigen Taten (dafür haben wir das Übertretungsopfer), sondern um uns von der Herrschaft und Sklaverei der Sünde zu befreien. Das müssen wir sehen und dadurch ein klares Verständnis von Christus als unserem Sündopfer bekommen. Christus hat uns nicht nur unsere Sünden vergeben und uns von der ewigen Verdammnis befreit, sondern er hat uns auch frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. Deshalb sagt Hebräer 7:25: „Daher kann er auch aufs Völligste erretten …“ Wenn du in eine Situation gerätst, bete zum Herrn: „Herr, du bist mein Sündopfer. Rette mich aufs Völligste. Ich möchte erfahren, wie du mich völlig von Sünde und Tod befreist.“




Das Sündopfer

Gott hat uns in besonderer Weise nach seinem Bild geschaffen, ihm ähnlich, mit der Absicht, dass wir seine Kinder werden, seine Söhne, um auf dieser Erde für ihn zu herrschen (1.Mo. 1:26). Der Mensch jedoch war Gott ungehorsam, ist gefallen, und die Sünde, die Natur Satans, ist in den Menschen hineingekommen. Gottes Wort sagt, dass die ganze Welt heute in dem Bösen liegt (1.Joh. 5:19). Der Herr nannte Satan den „Fürsten dieser Welt“ (Joh. 12:31; 16:11), und Paulus benutzte ein noch stärkeres Wort, den „Gott dieses Zeitalters“, der die Menschen, die nicht glauben, verblendet hat (2.Kor. 4:4). Denkt nicht, Satan sei nicht mächtig. Hätte ihn Gott jedoch alleine beseitigen wollen, so hätte er das Problem schon früher durch ein einziges Wort lösen können. Wer wird dann also diese Welt der Hand Satans entreißen und das himmlische Reich auf die Erde bringen? Gott möchte uns zusammen mit Christus benutzen, sein Reich auf dieser Erde aufzurichten, die Mächte und Gewalten in der Luft zu bekämpfen, Satan die Herrschaft über die Erde zu entreißen und ihn und alle seine Diener in den Feuersee zu werfen. Dafür brauchen wir das Sündopfer, um von der Macht der Sünde und des Todes befreit zu werden.

Das Problem der Sünde

Obwohl das Sünd- und Übertretungsopfer in der Reihenfolge am Schluss stehen, sind sie für uns doch sehr wichtig. In Bezug auf Gottes Absicht ist das Brandopfer am wichtigsten, weil Gott ein Volk braucht, das seinen Willen tut; aber die Sünde in unserem Fleisch hindert uns daran, Gottes Plan auszuführen. Daher brauchen wir das Sünd- und Übertretungsopfer, um uns von der Herrschaft und Sklaverei der Sünde zu befreien.^

Satan, die alte Schlange, hat den Menschen von Anfang an betrogen und seine sündige Natur in den Menschen hineingepflanzt. Deshalb wurde der Mensch vom Baum des Lebens abgeschnitten. Anstatt eins mit Gott zu sein, wurde der Mensch verdorben. Er wurde eins mit Satan und sogar zu Gottes Feind. Die Sünde ist keine kleine Sache, weil sie unsere Beziehung zu Gott abschneidet. Heute gibt es in der Welt so viele Kriege, Mord, Gier und Ungerechtigkeit, überall blüht die Korruption, selbst in den Regierungen vieler Länder. Heutzutage sind viele Menschen, Politiker eingeschlossen, gegen Gott. Das ist ein großes Problem in unserer heutigen Gesellschaft. Obwohl Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, wurde der Mensch wie der Teufel. Das Buch der Offenbarung sagt uns, dass 3 ½ Jahre vor dem zweiten Kommen Christi das Tier, der „Mensch der Sünde“, „der Gesetzlose“ (2.Thess. 2:3, 8-9), auf dieser Erde regieren wird. Zu diesem Zeitpunkt wird die Sünde zum vollen Maß ausgereift sein.

Die Sünde ist heute ein echtes Problem, nicht nur bei Ungläubigen, sondern auch bei Gläubigen. Leider nehmen viele Christen die Frage der Sünde nicht sehr ernst, weil sie denken, es sei ausreichend, einfach nur um Vergebung zu bitten. Stell dir die Frage: Hasst du die Sünde? Wenn ja, warum sündigst du dann? Vielleicht gefällt sie dir immer noch. Paulus sagte: „Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde“ (Hebr. 12:4). Kämpfst du gegen die Sünde oder ergibst du dich ihr? Wer kann das Problem der Sünde lösen? Nur der Herr und Retter Jesus Christus kann uns bis aufs Völligste erretten (Hebr. 7:25). Du musst es wertschätzen, dass der große Schöpfer unser Retter wurde, nicht nur, um uns zu erlösen, sondern auch um unser Sündopfer zu sein: „Den, der von keiner Sünde wusste, hat er für uns zur Sünde gemacht“ (2.Kor. 5:21). Gleich zu Beginn des Johannesevangeliums begann Johannes der Täufer zu proklamieren: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Joh. 1:29). Beachtet bitte, dass das Wort „Sünde“ hier im Singular und nicht im Plural steht. Das bedeutet, dass die Natur der Sünde, Satan, im Menschen wohnt. Die Übertretungen, die der Mensch begeht, stammen von dieser innewohnenden Wurzel der Sünde.

In Römer 5:12 lesen wir: „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben …“. Die Sünde kam in unseren Leib, durchdrang unser Fleisch und wohnt dort. In seinem Brief an die Römer nennt Paulus unseren Leib den „Leib der Sünde“ (6:6) und den „Leib des Todes“ (7:24). Sünde und Tod wohnen und herrschen in unserem Fleisch, was uns dazu bringt, das Sündige zu tun, und uns daran hindert, das Richtige zu tun (Röm. 7:19). Paulus beschrieb seine eigene Erfahrung wie folgt: „Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib dieses Todes?“ (Röm. 7:24). Er entdeckte, dass Sünde und Tod nicht nur in seinem Leib wohnten, sondern auch in seinem Leib regierten (Röm. 5:17). Deshalb sagte er auch, dass wir „Sklaven der Sünde“ sind (Röm. 6:6, 17, 20). Es ist schrecklich, dass Sünde und Tod in uns regieren.

Die Errettung, die der Herr am Kreuz errungen hat, bezieht sich nicht nur auf die Vergebung unserer Sünden durch das kostbare Blut, sondern vielmehr darauf, uns von der Herrschaft der Sünde und des Todes zu befreien, indem er unseren alten Menschen mitgekreuzigt hat. Seit vielen Jahren betonen die Christen das Blut des Herrn Jesus Christus, das uns von jeder Sünde reinigt (1.Joh. 1:7, 9). Wenn immer wir sündigen, können wir unsere Sünden dem Vater bekennen und er wird sie alle vergeben; aber das Problem ist, dass wir weiterhin die gleichen Sünden begehen. Wir brauchen also nicht nur Vergebung der Sünden, sondern die Befreiung davon! Den Weg zur Befreiung finden wir in Römer 8. Für die, die in Christus Jesus sind, gibt es nicht nur keine Verdammnis mehr, sondern „das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat sie freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (V. 1-2). Lobe den Herrn! Es ist das Sündopfer, das uns befreit.




Das Sünd- und Übertretungsopfer

Die Sünde trennt uns Menschen von Gott und macht uns für ihn unbrauchbar. Vielleicht wollen wir als Christen gerne Gott dienen und viele Dinge für ihn tun. Aber Gott möchte in erster Linie sehen, dass wir uns heiligen und uns von der Sünde absondern. Wir können nicht auf der einen Seite Sünde in uns dulden und auf der anderen Seite Gott dienen. Solch einen Dienst wird Gott nicht akzeptieren.

Unterscheidung von Sündopfer und Übertretungsopfer

Damit wir aber vor Gott stehen und ihm priesterlich dienen können, hat er uns in Christus einen Weg gegeben, die Sünde gründlich zu behandeln. In 3.Mose 4-5 zeigt uns das Wort, wie wir mit der Sünde und unseren Übertretungen umzugehen haben. Gott verwendet zwei Kapitel dafür – das zeigt, dass die Sünde ein großes Problem bei uns Menschen ist. Zum einen wird in 3.Mose 5 das Übertretungsopfer beschrieben. Es zeigt, dass wir dieses Opfer brauchen, wenn wir eine Übertretung begangen haben. Das Übertretungsopfer wird in Form eines Widders dargebracht. Christus ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt (vgl. Johannes 1:29). Die Vergebung der Sünde durch das Blut ist aber nur ein Teil der Behandlung der Sünde in uns. Der andere Teil besteht aus dem Sündopfer. Das Sündopfer behandelt die Wurzel der Sünde in uns. Gott möchte, dass wir über die Sünde, die in unserem Fleisch wohnt, herrschen. Für diese Herrschaft brauchen wir das Sündopfer. Es bewahrt uns davor, dass die Sünde ausbricht.

Die Sünde gründlich behandeln lassen

Jeder Mensch mit einem funktionierendem Gewissen und einem aufrichtigem Herzen leidet darunter, Sünde begangen zu haben. In solchen Situationen steht uns das Blut Christi zur Verfügung, um uns von der Sünde zu reinigen. Aber die Tatsache, dass wir die Sünde begangen haben, zeigt auch, was in uns steckt. Wir dürfen uns also nicht nur damit zufrieden geben, das Blut zu nehmen, sondern wir sollen vor dem Herrn fragen, was die Wurzel der Sünde ist und warum sie da ist. Es ist wichtig, dass wir dem Herrn erlauben, unser Herz zu erforschen und uns die verborgenen Dinge zu offenbaren, welche uns zur Sünde leiten (vgl. Psalm 139). Die Sünde als Tat ist letztlich ein Resultat dessen, was in unserem Fleisch verborgen ist. Deshalb brauchen wir eine tiefe und gründliche Behandlung. Der Herr, unser Arzt, will uns nicht nur reinwaschen – er will auch die Ursache und unser Herz behandeln. Deshalb ist er auch als der Arzt auf diese Erde gekommen (vgl. Matthäus 9:12). In 3.Mose 5:1-14 sehen wir, dass das Übertretungsopfer und das Sündopfer eng zusammenhängen. Wenn wir eine Sünde erkannt haben, dürfen wir nicht lässig damit umgehen, sondern sie durch Christus, unser Sündopfer, behandeln lassen.

Schnelle und gründliche Behandlung auch von “kleinen” Sünden

Wenn wir Dinge bemerken, die vor Gott nicht in Ordnung sind, dann sollen wir die Behandlung solcher Dinge nicht auf die lange Bank schieben und sie langsam angehen. Oft ist man zu einem lässigen Umgang geneigt, wenn es sich um vermeintlich kleine Dinge handelt. Aber Gott möchte, dass wir alles sofort behandeln lassen. Deshalb gibt es für das Sündopfer auch unterschiedliche Größen. Vom Stier bis hin zum feinen Mehl (aber ohne Öl und Weihrauch). Hier zählt das Wort: “Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht” (Lukas 16:10).

Die Sünde hassen

Gott möchte uns mehr und mehr ein Empfinden darüber geben, was rein und was unrein ist. Es ist wichtig, dass wir anfangen, die Sünde zu hassen und zu verabscheuen. In Psalm 101:3 heißt es: “Ich will nichts Schändliches vor meine Augen stellen; das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften!” Wir brauchen solch eine Abneigung vor der Sünde, dass wir nicht mehr wollen, dass uns etwas davon anhaftet. Auch Paulus hat in einer starken Weise die Sünde verabscheut. Deshalb sagt er in Römer 7:24: “Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?” Ohne solch eine Haltung werden wir den entscheidenden Willen nicht aufbringen können, die Sünde in unserem Leben zu verdammen. Der Hebräerbrief sagt uns: Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde.

Möge der Herr in uns solch eine Haltung bewirken und uns helfen im Kampf gegen die Sünde.




Frei von der Gewalt der Sünde

Jeder Mensch steht von Natur aus unter der Herrschaft der Sünde. Das Wort Gottes zeigt uns, dass wir von Natur aus sogar Sklaven der Sünde sind. Doch das soll nicht so bleiben! Durch Christus dem Sündopfer, können wir über die Sünde herrschen.
Durch den Fall Adams wohnt die Sünde im Fleisch eines jeden Menschen. Solange wir also in diesem Leib wohnen, werden wir mit dem Problem der Sünde konfrontiert sein. Paulus hat erkannt welch starke Auswirkung die Sünde in unserem Fleisch hat. Deshalb schreibt er in Römer 7:24: „Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib dieses Todes“? Das Problem der Sünde ist, dass sie, nachdem sie ausgewachsen ist, den Tod hervorbringt. Im Jakobusbrief 1:15 sehen wir, wie die Sünde in uns wirkt: „Wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie Sünde; und die Sünde, wenn sie ausgewachsen ist, bringt den Tod hervor“. Unser Fleisch ist anfällig für Begierden und Lüste jeglicher Art. Daran kann ein Mensch nichts ändern und niemand ist frei davon. Ein Christ steht jedoch vor der Entscheidung, ob er der Begierde oder Lust Raum gibt oder nicht. Jakobus zeigt, dass wenn ein Mensch der Lust nachgibt, die Sünde hervorkommt. Das Resultat der Sünde ist der Tod.


Jedes Mal, wenn wir gesündigt haben, können wir unsere Sünde bekennen, Gott um Vergebung bitten und das Blut Jesu anwenden. Dann ist Gott treu und gerecht und wird uns vergeben (vgl. 1.Johannes 1:9). Christus ist unser Übertretungsopfer. Wenn wir gegen einen Menschen gesündigt haben, sollen wir die Sache zudem mit dem betreffenden Menschen wieder ins Reine bringen.
Doch Gott möchte uns nicht nur unsere Sünden vergeben. Stattdessen möchte er, dass wir der Sünde widerstehen bevor sie „geboren“ wird, d.h. bevor wir sie begehen. Als Kain über seinen Bruder zornig war und sich an ihm versündigen wollte, hat Gott ihm befohlen, dass er über die Sünde herrschen solle (vgl. 1.Mose 4:7). Aber Kain hat nicht über seinen Zorn und Neid geherrscht, sondern seinen Bruder erschlagen.
Jesus Christus hat jedoch in seinen ganzen Leben jeder Begierde und Versuchung widerstanden und hat zu keinem Zeitpunkt gesündigt. Deshalb kann er uns helfen, damit auch wir über die Begierden herrschen können. Christus ist die Wirklichkeit des Sündopfers, welches die Ursache der Sünde behandelt. Da Christus heute, durch den Geist in jedem wiedergeborenen Menschen lebt, kann jeder ihn als Sündopfer in Anspruch nehmen und so den Lüsten und Begierden Widerstand leisten. Gott hat uns dafür einen Willen gegeben. Diesen Willen sollen wir einsetzen und Jesus im Glauben in Anspruch nehmen, wenn die Lust in uns zum Vorschein kommt. Gerade weil wir Gott als eine heilige Priesterschaft dienen wollen, müssen wir mehr und mehr erfahren, wie Christus als das Sündopfer in uns Wirklichkeit wird. Es ist eine Übung des Glaubens. Immer wenn die Lust kommt, können wir Christus für uns in Anspruch nehmen und bekennen, dass wir in ihm der Sünde gestorben sind. Als Christen haben wir die Wahl. Wir können unserem Fleisch nachgeben oder wir können Christus leben. Es bleibt jedoch ein Kampf (vgl. Galater 5:17).
Darum lasst uns den guten Kampf des Glaubens kämpfen!
Maranatha!