Habt den Glauben Gottes!

Wenn wir Gottes Wort mit dem Glauben vermischen, dann werden wir den Geist, die Kraft und den Glauben der Propheten haben. Das Wort in Maleachi ist daher heute so lebendig für uns. Hebräer 4 spricht von denen, die nicht in die Ruhe hineingekommen sind, weil sie das Wort nicht mit Glauben vermischt haben. Wenn wir nicht den Geist und die Kraft des Maleachi haben und nicht diese Boten sind, dann ist Maleachi für uns nur eine Lehre. Doch wir sind die Propheten dieses Zeitalters. Johannes der Täufer kam im Geist und in der Kraft des Elia – wer war er also? Johannes sagte: „Ich bin nicht Elia“ (vgl. Joh. 1:21), aber Jesus sagte, „…Er ist der Elia…“ (Mt. 11:14), wer hat also recht? Wenn wir mit dem Wort Hesekiels beten oder damit betend weissagen, sind wir der Hesekiel des modernen Zeitalters. Heute ist der Zustand derselbe wie zu seiner Zeit: Wir befinden uns mitten in dieser Tal-Ebene voller toter Knochen (vgl. Hes. 37:1). Das Wort Gottes ist sehr aktuell. Heute sind wir Hesekiel, und morgen sind wir vielleicht Jeremia. Alle Propheten haben denselben Geist des Glaubens (2. Korinther 4:13) – den Heiligen Geist. Auch wir haben die heilige Salbung, die in uns wohnt. Setzen wir unser ganzes Vertrauen auf Gott!

„Glaube nun ist die Verwirklichung dessen, was man hofft, der Beweis für Dinge, die man nicht sieht“ (Hebr. 11:1). Wenn wir Glauben haben, dann haben wir die Wirklichkeit und die Substanz. Als die Jünger sahen, dass der Feigenbaum verdorrte, und der Herr sie fragte, warum sie sich darüber wunderten, sagte er nicht: „Glaubt an Gott“ (was häufig aber so übersetzt wird), sondern: „Habt den Glauben Gottes“ (Mk. 11:22). Wir haben den kostbaren Glauben Gottes in unserem Geist! Petrus sagt, dass wir alle den gleichen kostbaren Glauben empfangen haben (vgl. 2. Petr. 1:1). Habt keine Angst, sondern setzt euer Vertrauen auf den lebendigen Gott. Je schlimmer die Lage ist, desto stärker muss unser Glaube werden. Die Situation, in der wir uns heute befinden, ist so wie sie ist, damit unser Glaube zunimmt und wächst, denn unser Glaube wird bewährt durch Feuer, wie Petrus es beschreibt (vgl. 1.Petr. 1:7). Nachdem der Glaube durch das Feuer geläutert worden ist, wird er noch reiner – nicht mehr so vermischt mit vielen anderen Dingen. Für uns ist dies eine wunderbare Möglichkeit, unseren Glauben an den lebendigen Gott zu üben. Möge der Herr durch den Geist, durch sein reinigendes und heiligendes Werk und durch das Feuer, welches wir heute erfahren, in uns arbeiten, um unser Wesen wirklich umzuwandeln. Sonst werden wir stattdessen zu der Zeit durch das Feuer gehen müssen, wenn der Herr wiederkommt. Heute fürchten wir Gott und geben ihm in unseren Herzen die Ehre, weil wir wissen, dass wir eines Tages Rechenschaft ablegen müssen. Wenn wir keine Furcht haben, werden wir weiterhin viele Dinge tun, die Gott nicht gefallen, selbst wenn wir wissen, dass wir dafür gerichtet werden. „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis“ und die „Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit“ (Sprüche 1:7, 9:10). Mögen wir keine törichten Dinge tun, nicht leichtfertig reden und handeln, sondern weise sein.

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