Gott sucht wahre Anbeter (Teil 1)

Überall auf der Welt kommen Christen zusammen, um Gott anzubeten. Das ist auch ganz normal, denn ihm allein gebührt die Anbetung, weil er Gott ist. Doch nur wenige Gläubige stellen sich ernsthaft die Frage, ob Gott mit ihrer Anbetung überhaupt zufrieden ist. Gefällt es Gott, wenn wir Christen ihm am Sonntag unseren Lobpreis bringen, eine Predigt hören, Geld spenden und dann wieder nach Hause gehen? Es gibt unter uns Christen viele unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Gott anzubeten ist. Für manche bedeutet Anbetung, schöne christliche Lieder zu singen und dabei eine besondere Atmosphäre zu erzeugen. Andere beten Gott an, indem sie ein Gebet sprechen oder einen Bibelvers zitieren. Und wiederum andere betrachten ihr gesamtes Leben als Anbetung. Doch die entscheidende Frage ist: Wie sieht die Anbetung aus, die Gott haben möchte und die ihn zufriedenstellt?

Jesus Christus sagte dazu: „Aber es kommt eine Stunde und ist schon jetzt, da die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wirklichkeit anbeten werden; denn der Vater sucht solche, die ihn so anbeten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wirklichkeit anbeten“ (Johannes 4:23-24).

Die Bibel spricht nicht oft davon, dass Gott nach etwas sucht. Und wenn er schon nach etwas sucht, dann muss es etwas sein, was nicht so leicht zu finden ist. Gott der Vater sucht nach wahren Anbetern, und diese müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Gott akzeptiert also nicht jede Form von Anbetung. Vielmehr möchte er eine ganz bestimmte Art der Anbetung haben. Wie aber sieht die wahre Anbetung aus, nach der Gott der Vater sucht?

Schon zur Zeit des Alten Bundes hatte Gott seinem Volk, den Israeliten, sehr konkrete Vorschriften darüber gegeben, wie sie ihn anbeten sollten. Sie durften ihn nicht so anbeten, wie sie wollten. Gott befahl: „Ihr dürft es nicht mehr so machen nach allem, wie wir es heute hier tun, dass jeder all das tut, 3 was in seinen Augen recht ist“ (5.Mose 12:8). Wenn Gott schon damals klare Anweisungen gab, wie er von seinem Volk angebetet werden wollte, sollte er dann heute so tolerant sein und alles Mögliche akzeptieren? Da Gott bereits im Alten Bund die Art und Weise der Anbetung so genau vorschrieb, wieviel mehr erwartet er heute im Neuen Bund, dass die Gläubigen seinen Weg der Anbetung nehmen! Daher müssen wir uns vor Gott demütigen und ihn fragen, wie er von uns Gläubigen angebetet werden möchte. Nur die Heilige Schrift, die uns Gott selbst gegeben hat, kann uns zeigen, wie die Anbetung aussieht, die Gott gefällt.

(Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Heft „Die wahre Anbetung“)