Dienen wie es Gott gefällt

Wenn wir dem Herrn Jesus Christus dienen, dann müssen wir auch seinen Willen genau kennen. Gott wird es uns nicht überlassen, wie wir ihm dienen. Nein, ein Diener muss genau wissen, was der Auftrag seines Herrn ist. Wir dürfen ihm nicht nach unserem Belieben, Gutdünken oder unserer Vorstellung dienen. Wenn wir für eine Firma arbeiten, müssen wir ja auch genau wissen, was unsere Aufgaben sind. In einem Unternehmen gibt es viele Abteilungen und Aufgaben. Je nachdem wo jemand arbeitet muss er wissen, was zu tun ist. Auch Gott überlässt uns nicht die Wahl, was wir für ihn tun möchten. Leider dienen wir oft Gott auf unsere Art und Weise. Mögen wir Musik, dann machen wir Musik für Gott und dienen ihm damit. Liegt uns Kinderarbeit, dann dienen wir Gott durch das Abhalten von Kinderstunden. Wir tun so, als hätte Gott uns die Wahl überlassen, was wir für ihn tun. Als Jesus auf dieser Erde lebte, handelte er nicht nach seinem eigenem Willen. Hat Gott nicht so klar in 5. Mose Kapitel 12, Vers 8 gesagt: „Ihr dürft nicht so handeln, wie wir es heute hier tun, dass jeder nur das tut, was recht ist in seinen Augen.“

Der Auftrag von uns Christen ist wichtig. Daher müssen wir vor dem Herrn stehen und ihn fragen: Herr, was sollen wir tun? Es geht nicht darum, was wir tun möchten, sondern dass der Wille des Herrn geschehe. Es ist unmöglich, dass der Vater den Sohn sendet und dieser nicht weiß, was der Vater will. Es ist die Aufgabe des Vaters, seinem Sohn alles zu sagen, was er tun soll. Und es ist die Aufgabe des Sohnes, es zu verstehen und alles ordnungsgemäß auszuführen. Wir dürfen nicht vermessen sein und tun, was er uns nicht gesagt hat und das nicht tun, was er haben will. Leider ist unser natürlicher Mensch sehr aktiv und religiös. Daher gibt es heute viele christliche Gruppen mit vielen Richtungen und jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Auslegungen. Und schließlich macht dann jeder das, was ihn recht dünkt. Das ist nicht gut. So handelt kein treuer Diener. Als Jesus Paulus begegnet ist, hat er ihm genau gezeigt, was er tun soll. Von Mose wird im Hebräerbrief Kapitel 8, Vers 5 berichtet, dass er von Gott genaue Anweisungen erhielt, wie er das Zelt anfertigen sollte. Im 3. Kapitel, Verse 2-3 wird er zusammen mit unserem Herrn als ein treuer Diener in Gottes Haus erwähnt. Und deshalb müssen auch wir heute den Auftrag unseres Herrn genau kennen.

Fragt ihn ernstlich: Herr, was sollen wir tun? Herr, was willst du, dass wir am Ende dieses Zeitalters tun sollen, damit wir das Ziel erreichen? Was fehlt uns noch? Nach 2.000 Jahren Gemeindegeschichte macht noch immer jeder seine eigene Sache. Das ist sehr traurig! Lasst uns doch den Herrn suchen und ihn fragen, dass er uns die Dinge Gottes lehrt. Möge uns die Salbung – der Heilige Geist – eine klare Sicht geben und uns lehren, was unser Herr heute tun möchte. Es ist wunderbar vom Herrn zu lernen! Alles, was der Vater ihm gesagt hat, hat er getan. Er hatte zum Beispiel nicht einmal die Wahl, auf welche Art und Weise er sterben sollte. Selbst den Zeitpunkt seiner Kreuzigung konnte er nicht wählen. Als die Zeit gekommen war, nach Jerusalem zu gehen und zu sterben, ist er sechs Tage davor aufgebrochen, und niemand konnte ihn davon abhalten (vgl. Lukas 9:51). Auch konnte er nicht einmal sagen: „Vater, lass mich doch nach dem Tod ein paar Wochen ausruhen!“ Nein, er musste gleich am dritten Tag wieder auferstehen. Er hat alles genau nach der Vorschrift des Vaters getan. Das ist so wunderbar, er folgte einem genauen Terminplan. Unser Herr war treu. Daher müssen auch wir alle lernen, die Weisungen des Herrn im Wort und in unserem Geist genau zu befolgen. Wir wollen ja dem Lamm folgen, wohin es auch geht (vgl. Offenbarung 14:4). Amen!