Die Einladung des HERRN, zum Fest zu kommen

Gott hat sieben Feste für uns vorbereitet (vgl. 3.Mose 23). Zum Beispiel zeigen uns das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote Christus als unsere Speise. Wir sollen nicht nur an ihn glauben, sondern wir müssen ihn essen. So wird Christus unser Anteil, unsere Speise. Als der Herr sagte, „Mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank“ (Johannes 6:55), haben das viele nicht verstanden. Auch am letzten Tag eines Festes hat Jesus alle eingeladen, die durstig waren: „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!“ (Johannes 7:37). Jesus hat nicht gesagt: „…der komme zu mir und glaube“, sondern: „…der komme zu mir und trinke!“ Was sollen wir trinken? Wasser des Lebens! „Dies sagte er aber von dem Geist“ (V. 39). Alles, was der Herr Jesus vollbracht hat, ist für uns essbar und trinkbar. Es ist eine wunderbare Nahrung für uns. Jesus sagte: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannes 6:48). Wir sollen ihn essen, um durch ihn zu leben.

Wie viel haben wir vom Herrn gegessen? Das ist entscheidend wichtig. Gleich zu Beginn der Bibel, in 1.Mose 3, hat Gott zu Adam gesagt, dass er vom Baum des Lebens essen soll. Schon damals zeigte Gott klar, dass das, was er uns Menschen geben möchte, lebendig ist. Gott gibt organische Speise. Sie ist essbar und muss in uns hineingelangen, damit wir Leben haben. Es geht nicht um Theologie und Religion, auch nicht nur um bloße Erkenntnis, sondern wir brauchen Christus als unsere Speise. Das sehen wir von Anfang bis Ende der Bibel. Was zeigte Gott dem Apostel Johannes in Offenbarung Kapitel 22, Vers 1, dem letzten Kapitel der Bibel? „Und er zeigte mir einen Strom des Wassers des Lebens, klar wie Kristall, der hervorkam aus dem Thron Gottes und des Lammes, in der Mitte der Straße.“ Und im zweiten Vers sehen wir wieder den Baum des Lebens. Es geht darum, dass wir von Jesus essen und trinken.

Unser Glaube ist ein lebendiger Glaube. Ich hoffe, dass wir selbst beständig essen, trinken, üben und lernen. Lasst uns den Herrn als unser Leben mit all seinem Reichtum aufnehmen. Wie steht es zum Beispiel mit eurer Nahrungsaufnahme im täglichen Leben? Esst ihr Tag für Tag nur Kartoffeln, Wurst und Sauerkraut? Nein, ihr esst vielseitig. Meint ihr, dass die himmlische Speise, die Gott der Vater für uns vorbereitet hat, einseitig ist? Nein. Selbst Paulus redete von dem unausforschlichen Reichtum Christi, von den Tugenden der Menschlichkeit Jesu und von seinem Leiden. Das alles ist eine wunderbare Speise für uns. Zugegeben, manchmal ist die Speise ein bisschen scharf, aber auch das schmeckt gut. Der Herr als unsere Speise ist vielseitig. Sie ist nicht immer nur Liebe und Gnade, aber auch nicht immer nur Gericht. Diese Speise umfasst Gerechtigkeit, Wahrheit, Licht und Frieden. Es gibt so viele Reichtümer an geistlicher Speise, die wir essen sollen. Jedes Wort, das in der Bibel steht, ist Speise für uns. Wie auch geschrieben steht: „Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht“ (Matthäus 4:4). Nicht jedes Wort ist wohlschmeckend, aber es ist Speise und sogar Medizin für uns. Wir brauchen Speise, um gesund zu bleiben. Gott hat nicht alle Vitamine in einen Apfel gepackt, damit ihr nur Äpfel essen braucht. Die Vitamine sind in vielem verschiedenen, wunderbaren Obst und Gemüse enthalten.

Auch Eiweiß findet man in vielen Lebensmitteln. Alles ist uns zur reichhaltigen Nahrung gegeben. Mit der geistlichen Speise ist es auch so. Im Wort Gottes finden wir nicht nur Errettung und Vergebung, sonst habt ihr am Ende nur Vitamin A und großen Mangel an den übrigen Vitaminen und Nährstoffen. Im Wort gibt es nicht nur Milch, sondern auch feste Speise. Wir brauchen auch Worte der Wahrheit und der Gerechtigkeit. Paulus sagt: „Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise“ (1.Korinther 3:2a). Wir lernen, in das wunderbare Werk, das der Herr getan hat, hineinzuwachsen: Seine Leiden, seine Gerechtigkeit, seine Heiligkeit. Welch eine reichhaltige Speise hält der Herr für uns bereit! Selbst seinen Tod müssen wir genießen, die Kraft seiner Auferstehung erkennen und auch seine Auffahrt anwenden. Alles, was der Herr errungen hat, ist ein Fest für uns.