Der Verfassung Gottes entsprechen

Das Reich der Himmel ist nahegekommen

Als Jesus auf diese Erde kam, wurde er von Johannes angekündigt. Dieser bereitete das Volk auf sein Kommen vor, indem er sprach: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen (Matthäus 3:2). In Jesus kam das Reich Gottes auf diese Erde. Er verkörperte in seinem ganzen Sein das Wesen Gottes. Er kam, um die Menschen aus der Gewalt der Finsternis zu retten und das Reich Gottes in die Herzen zu bringen. Bald wird er jedoch kommen, um das Reich Gottes sichtbar für alle Menschen auf dieser Erde aufzurichten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Reich und sein Wesen heute schon in uns Christen und in der Gemeinde Gestalt gewinnt. Gott wird bei seinem Kommen alles richten, was seinem Reich nicht entspricht. Deshalb wollen wir heute schon das Gericht Gottes an uns erfahren. Dann werden wir bei seinem Kommen vorbereitet sein.

Den Fokus auf Gottes Reich richten

Viele Zeichen der Zeit zeigen uns, dass die Wiederkunft des Herrn nahegekommen ist. Dies bedeutet für uns heute – die wir uns auf seine Wiederkunft vorbereiten – den Fokus auf das Reich Gottes zu richten. Es ist genau wie bei einem sehr wichtigen Ereignis: Je näher das Ereignis kommt, desto mehr rückt es in den Fokus unseres Handelns. Andere Dinge werden nicht mehr so wichtig. In gleicher Weise soll auch die Wiederkunft Jesu heute immer mehr in unseren Fokus rücken, damit wir am Tag seiner Wiederkunft vorbereitet sind. Das Wort warnt uns davor, dass wir die Wiederkunft des Herrn nicht lässig nehmen sollen: „Wenn aber jener böse Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr bleibt lange aus…“ (Matthäus 24:48). Wir möchten nicht als böse Sklaven erfunden werden. Sondern als solche, die den Herrn erwarten. Der Feind möchte unser Augenmerk und unsere Aufmerksamkeit auf viele andere Dinge richten: Familie, Studium, Beruf, Hobbys, Sport, Sorgen und Nöte, und vieles mehr. Er will, dass wir das Reich Gottes nicht vor Augen haben. Wir müssen diese Strategie des Teufels durchschauen. Der Herr ist gnädig und zeigt uns immer wieder durch viele Zeichen, dass seine Wiederkunft sehr nahe ist. Lasst uns daher den Fokus auf sein Reich und auf seine Gerechtigkeit legen und alles ausfegen, was uns von seinem Reich trennt. Dann wird die Wiederkunft des Herrn immer mehr unser Herz, unser Denken und Handeln bestimmen. Unser tägliches Gebet ist: HERR, schreibe dein Reich auf unser Herz!

Das Wesen von Gottes Reich

Um für Gottes Reich vorbereitet zu sein, ist es wichtig, dass wir seinen Gesetzen und Ordnungen entsprechen. Nur so können wir Teilhaber seines Reiches sein. In Matthäus 5-7 spricht Jesus von der „Verfassung“ des Reiches Gottes. Er möchte, dass seine Gebote in unsere Herzen geschrieben werden und in unserem Leben Wirklichkeit sind. Das Wesen des Reiches Gottes unterscheidet sich sehr von unserem natürlichen Sein und von dem Wesen dieser Welt:

  • Selig sind die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
  • Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!
  • Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben!
  • Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!
  • Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!
  • Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!
  • Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen!
  • Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
  • Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. (Matthäus 5:3-12)

Alle diese Eigenschaften zeigen uns etwas von dem Wesen des Reiches Gottes. Gott möchte diese Eigenschaften in uns heute sehen und einwirken. Unser Wesen entspricht oft genau dem Gegenteil. Deshalb brauchen wir viel Errettung. Aber auf der positiven Seite brauchen wir viel von der Menschlichkeit Jesu. Deshalb zeigt uns Jesus bei den Seligpreisungen, dass wir ihn brauchen.

Arm im Geist

„Selig sind die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel!“. Ein armer Mensch weiß um seinen Mangel und hat viele Bedürfnisse. Wie ist es mit uns? Erkennen wir unseren Mangel an Christus? Oder meinen wir, wir seien reich und benötigten nichts mehr von ihm? Leider geben wir uns oft mit dem bloßen Wissen über das Wort Gottes zufrieden, ohne jedoch in die Erfahrung des Wortes hineinzukommen. Vielleicht kennen wir das Wort Gottes schon ziemlich gut. Wenn wir es dann lesen oder hören, meinen wir, wir würden das Wort doch schon kennen. Das ist eine Gefahr für uns Gläubige. Gott möchte, dass das Wort Wirklichkeit in uns wird. Erkennen wir unseren Mangel, so erkennen wir auch, dass wir arm sind und noch viel von Christus brauchen. Das ist die Grundlage, um beständig zu wachsen. Vielleicht sind wir aber auch mit vielen anderen Dingen gefüllt und haben deshalb kein Bedürfnis nach der Menschlichkeit Jesu und kein Empfinden für unseren Bedarf. Dann gibt es kein geistliches Wachstum und wir bleiben stehen. Wenn es so ist, werden wir das Reich Gottes verpassen. Ein Mensch, der arm im Geist ist, hat beständig Hunger nach dem Wort, nach Errettung und der Wirklichkeit von Christus. Er ist nicht zufrieden mit dem Erreichten.

Mögen wir allezeit arm im Geist bleiben und unseren Mangel an Christus erkennen, damit wir zu ihm kommen und Errettung erfahren.

Mehr Gemeinschaft über das Wesen des Reiches und wie es zu unserer Wirklichkeit wird hatten wir an der Winterkonferenz im Dezember in Stuttgart-Vaihingen. Die Audioaufnahmen findest du hier…