Der große Gott

Jesaja beschreibt unseren großen Gott in einer wunderbaren Weise: „Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen?“ (Jesaja 40:12). Die Antwort steht in Kapitel 9, Vers 5: Der mächtige Gott. Könnt ihr euch vorstellen, wie groß die Hand des Herrn ist? Er kann das ganze Wasser der Weltmeere in seiner hohlen Hand messen! Und: „Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen?“ Wie schwer wiegt das Matterhorn in der Schweiz? Wie schwer sind die Alpen? Wenn ihr euch niemals diese Fragen stellt, dann könnt ihr nicht erkennen, wie groß und mächtig unser Gott ist. Manchmal stellt Gott uns solche Fragen, damit wir wach werden. Unser Gott ist so groß und voller Weisheit, er ist der Allmächtige. Deshalb sagt Gott so oft: „Ich bin der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat.“ Weil wir nicht erkennen, wer unser Gott ist, haben wir oft auch kein Vertrauen zu ihm. Wir denken, dass er unser Problem nicht lösen kann. Ich möchte euch fragen: Ist euer Problem grösser als das Jungfraujoch in der Schweiz? Ist das Problem so schwer wie das Matterhorn? Gott weiß, wie schwer die kanadischen Berge sind. Er weiß, wieviel Liter Wasser im Atlantik sind. Niemand außer unserem Gott kann dies alles messen und wissen. Er hat sogar alle Haare auf eurem Kopf gezählt. Er weiß, wie viele Haare ihr noch habt und wie viele ihr schon verloren habt. Kennt ihr diesen Gott? Und ihr meint, er kümmere sich nicht um euch, kann euch nicht helfen und verstehe euch nicht? Weil wir diesen wunderbaren Christus, der Gott selbst ist, nicht kennen, haben wir kein volles Vertrauen zu ihm. Wir meinen, er beantworte unsere Gebete nicht und unser Glaube entschwindet.

Weiter heisst es: „Wer hat den Geist des Herrn ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen?“ (Jesaja 40:13). Das hat Paulus auch im Römerbrief 11, Vers 34, gesagt. Im ersten Korintherbrief lesen wir: „Wer hat des Herrn Sinn erkannt? Wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn“ (1.Korinther 2:16). Paulus hat alle diese Verse von Jesaja zitiert und hatte Hunger danach, diesen großen Gott selbst zu erfahren. Haben wir auch so einen Hunger? Jesaja ruft weiter: „Wen hat Er um Rat gefragt, dass der Ihn verständig machte und Ihm den Weg des Rechts wiese, dass er Ihn Erkenntnis lehrte und Ihm den Weg der Einsicht zeigte?“ (Jesaja 40:14). Oft wollen wir sogar Gott belehren und ihm sagen, wie er uns helfen soll. Wir bitten ihn, uns zu helfen, eine Arbeit zu finden; doch diese Arbeit muss dann auch genau nach unseren Wünschen sein. Wenn wir so sind, dann sind wir sein Ratgeber. Es muss in unser Bewusstsein kommen, wie groß und allwissend unser Gott ist.

„Siehe, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein Stäubchen in den Waagschalen sind sie geachtet; siehe, er hebt die Inseln auf wie ein Staubkörnchen!“ (Jesaja 40:15). Habt ihr noch Furcht vor den Völkern? Mit welchen Augen seht ihr die Menschen, wenn ihr das Evangelium predigt? Wenn ihr mit Gott eins seid und glaubt, dass er so groß ist, dann sind sie alle wie ein Tropfen am Eimer, ein Stäubchen in den Waagschalen. Weiter heißt es: „Der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild genügt nicht zum Brandopfer. Alle Völker sind wie nichts vor ihm; sie gelten ihm weniger als nichts, ja, als Nichtigkeit gelten sie ihm!“ (Jesaja 40:16-17). Lasst uns lernen, alles so zu sehen, wie Gott es sieht, dann braucht ihr keine Furcht mehr haben. Dann sind wir frei und dann dienen wir ihm anders. Leider kennen wir diesen wunderbaren, mächtigen Gott noch nicht so gut. Unser Glaube an ihn ist rein verstandesmäßig und nur im Kopf. Mit unserem Herzen haben wir ihn noch nicht genug erfasst und kennengelernt. Ich hoffe, dass wir in diesen letzten Jahren vor der Wiederkunft des Herrn lernen, seine Größe mehr zu erfassen. Dazu muss unser innerer Mensch gestärkt werden, wie Paulus es in seinem Gebet im Epheserbrief Kapitel 3, Vers 16 sagte. Wir müssen gestärkt werden, gemeinsam die Dimensionen von Christus zu erfassen. Wir brauchen diese Kraft, um unseren herrlichen Gott völlig zu erkennen. In dem Maß, wie ihr diesen Christus erkannt habt, in dem Maß wird auch euer Dienst für Gott sein. In den Augen Gottes sind alle Völker weniger als nichts. Wir sind alle nichts. Wie groß sind zum Beispiel die Ältesten in der Gemeinde? Sie sind weniger als nichts! Sie meinen vielleicht, sie seien die von Gott eingesetzte Autorität und alle müssen auf sie hören. Doch in Wahrheit ist niemand etwas in den Augen Gottes. In deinen Augen mögen die Ältesten so groß und wichtig sein, aber in den Augen Gottes gelten sie als Nichtigkeit. „Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr ihm an die Seite stellen? Das Götzenbild? Das hat der Künstler gegossen, und der Goldschmied überzieht es mit Gold und lötet silberne Kettchen daran“ (Jesaja 40:18-19). Es ist unsinnig, unseren Gott mit solch einem Götzen zu vergleichen.

Jesaja Kapitel 40, Verse 21b-31: „Habt ihr nicht Einsicht erlangt in die Grundlegung der Erde? Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind; der den Himmel ausbreitet wie einen Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zunichte macht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwandelt – kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm in der Erde Wurzeln getrieben, da haucht er sie an, und sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg. Mit wem wollt ihr mich denn vergleichen, dem ich gleich sein soll? spricht der Heilige. Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der ihr Heer abgezählt herausführt, er ruft sie alle mit Namen.“ Wie viele Sterne gibt es? Es ist unmöglich, sie zu zählen. Aber der Herr hat jedem Stern einen Namen gegeben. „So groß ist seine Macht und so stark ist er, dass nicht eines vermisst wird.“ Vielleicht fangen wir irgendwann einmal an, diesen herrlichen Gott mit seiner mächtigen Ordnung zu begreifen. Wenn wir schon solch einen Gott haben, was für Probleme haben wir dann noch? Keine! „Warum sprichst du denn, Jakob, und sagt du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor dem Herrn, und mein Recht entgeht meinem Gott?“ So sind wir leider alle. Wir denken, Gott kann uns nicht helfen, er versteht unser Problem nicht. Mit mir ist es aus. „Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Liebe Geschwister, lasst uns solch einen großen Gott kennen und erfahren! Dann werden wir ihm in allem vertrauen.