Die Schaubrote (Teil 2)

Wenn wir die zwei Stapel von Schaubroten betrachten, je sechs Brote in jedem Stapel, erinnern sie uns an die zwei Onyxsteine mit den Namen der zwölf Stämme Israels auf den Schultern des Hohepriesters, je sechs Namen nach der Geburtsreihenfolge der Stammväter auf jedem Stein. Diese Aufteilung der Schaubrote in zwei Stapel hat einen Bezug zu den beiden Broten aus gesäuertem Teig, die dem Herrn am Pfingstfest als Schwingopfer dargebracht wurden. Diese zwei Brote am Pfingstfest versinnbildlichen die Gemeinde aus den Juden und die Gemeinde aus den Heiden (vgl. Gal. 2:7-9). Es ist Gottes Weisheit, diese beiden Brote zu trennen, obwohl es im neuen Menschen, in Christus, keine Juden oder Heiden mehr gibt. Warum werden sie getrennt gezeigt? Stellt euch einmal vor: Wenn alle Gemeinden zur damaligen Zeit – sowohl die aus den Juden als auch aus den Heiden – unter der Verantwortung der Apostel in Jerusalem gewesen wären, dann wären alle Gemeinden aus den Heiden unter den Einfluss des religiösen Judentums gekommen.

Der Hohepriester Aaron trug je einen Onyxstein auf einer Schulter. Die Namen waren nicht alle auf einem einzigen Stein eingraviert. Heute ist unser Herr Jesus der große himmlische Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks. Er ist einzigartig, denn er kann das ganze Volk Gottes vor Gott tragen. Es ist Gottes Weisheit, dass fast alle Glieder unseres Körpers paarweise auftreten: zwei Augen, zwei Ohren, zwei Schultern, zwei Hände, zwei Füße, sogar zwei Nieren oder zwei Lungenflügel usw. Falls eines davon seine Funktion verliert, gibt es immer noch ein anderes, dass die Funktion weiter ausführen kann. Zwei zusammen funktionieren immer viel besser als einer.

Die Brote stehen auch für die Menschlichkeit unseres Herrn Jesus. Die Zahl zwei weist in der Bibel auf das Zeugnis hin, da nur ein Zeugnis von mindestens zwei Personen als glaubwürdig angenommen werden soll (5.Mose 17:6). Wenn wir als Priester an dem reinen himmlischen Brot teilhaben, werden wir durch ihn leben, um das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu zu bezeugen. Das ist das Geheimnis der Göttlichkeit, dass Gott offenbart wird im Fleisch (vgl. 1.Tim. 3:16). Als die heilige und königliche Priesterschaft werden wir durch das Brot gestärkt, um Gottes Volk in unseren Herzen und auf unseren Schultern zu tragen.

Die zwei Onyxsteine mit den eingravierten Namen – je sechs auf jedem Stein – auf den beiden Schultern des Hohenpriesters zeigen, dass der Herr als unser großer Hoherpriester sein ganzes Volk auf seinen Schultern trägt. Er trägt sogar das „eine verlorene Schaf“ in Lukas 15. Die Namen, die nach der Geburt eingraviert sind, offenbaren uns, dass sich unser Herr unvoreingenommen um jeden einzelnen kümmert.

Der geistliche Kampf durch Gebet

Paulus sagte in 2.Korinther 10, dass unsere Waffen nicht fleischlich sind. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut. Wir müssen so beten, dass wir Berge versetzen und dadurch Satan aufhalten und schließlich zerstören, denn er ist die eigentliche Quelle aller Ärgernisse. Wir stehen in einem Kampf; wir sind Soldaten. Wir predigen nicht nur das Evangelium, obwohl das ein sehr positives Werk ist, und wir dabei die Autorität Christi ausüben können. Deshalb hat der Herr den Aposteln gesagt, sie sollten in Jerusalem warten, bis sie mit Macht von oben bekleidet werden, so wie ein Polizist mit einer Uniform gekleidet ist (vgl. Lukas 24:49; Apostelgeschichte 1:4, 8).

Satan, die Quelle allen Verderbens

Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, ähnlich dem Coronavirus. Aber unser unsichtbarer Feind wird durch den sichtbaren Feind kundgemacht. Wer steckt hinter der ganzen Misere in dieser Welt? Satan ist der Urheber dieser Zerstörung. Er ist der wahre Feind, der Betrüger; er ist es, der Chaos, Probleme und Kämpfe anzettelt. Er ist die eigentliche Quelle. Wenn wir nicht die Wurzel behandeln und gegen Satan im Gebet angehen, wird das Problem niemals behoben werden. Lasst die Politiker gegen Fleisch und Blut kämpfen; das ist ihre Aufgabe. Unsere Aufgabe ist es, gegen die unsichtbaren Feinde zu kämpfen. Tag für Tag erleben wir den gefallenen Zustand, der in 2.Timotheus 3:1-4 beschrieben wird: „Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten kommen werden; denn die Menschen werden selbstliebend sein, geldliebend, Prahler, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, wild, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, durch Stolz verblendet, mehr das Vergnügen liebend als Gott.“ Es gibt wirklich viele Schlangen in der Politik – eine ganze Generation von Schlangen. Lasst die Menschen in hoher Stellung den äußeren Kampf kämpfen. Wir kämpfen den geistlichen Kampf. Der unsichtbare Feind ist der wahre Feind. Ist er erst einmal vernichtet, wird alles zusammenbrechen. Wir müssen lernen, uns dessen bewusst zu sein. Wir sind sehr oft noch auf die äußeren Umstände konzentriert. Natürlich müssen wir einiges davon wissen. Aber wenn wir einen strategischen Kampf führen, müssen wir ganz gezielt beten, um den Kampf zu beenden und zu gewinnen.

Möge der Herr uns täglich im Triumphzug in Christus Jesus gegen alle Feinde führen, und durch uns den Wohlgeruch seiner Erkenntnis an jedem Ort offenbar machen (vgl. 2.Korinther 2:14). Im Lied 298S heißt es sinngemäß: „Wir sind das Heer Christi, unseres Königs … und folgen dem Lamm, wohin es auch geht“. Dieses Lied ist wirklich aktuell. Lasst uns unsere Lieder immer wieder auf den neuesten Stand bringen!

Wir halten unseren Blick auf den gerichtet, der auf dem Thron sitzt. Er ist der Anfang und auch das Ende. Heute ist das Ende sehr nahe. Er ist der Anfänger und der Vollender, das Alpha und das Omega. Lasst uns weiter auf den schauen, der auf dem Thron sitzt; denn auf diese Weise können auch wir mit ihm auf den Thron gelangen. Das Beispiel der Arche Noah ist sehr passend: Es ist gut, wenn wir alle Fenster bis auf eines schließen. Warum? Die Arche Noah hatte auch nur ein einziges Fenster, das den Blick direkt nach oben ermöglichte. Lasst uns nach oben schauen – zu unserem herrlichen Haupt Jesus Christus auf dem Thron. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens.

Christus auf dem Thron ist über allem

Es gibt in der Bibel eine fortschreitende Offenbarung von den Evangelien bis hin zum Buch Offenbarung. In den Evangelien wird gezeigt, dass Gott in Jesus Christus Fleisch wurde und für unsere Sünden gekreuzigt wurde. Aber im Buch Offenbarung finden wir eine sehr klare Begründung, warum er zum Thron aufgefahren ist: nämlich um die Schriftrolle aus der rechten Hand des Vaters zu empfangen. Der Vater hat Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende, auf einen Mann gewartet, der würdig ist, diese Schriftrolle zu empfangen, um die Herrschaft über diese Welt zu übernehmen. Seit dem Tag seiner Auffahrt erschien der Menschensohn gemäß der Vision in Daniel 7. Im Buch Offenbarung nahm er die Schriftrolle und begann, die sieben Siegel zu öffnen. Als der Herr sich auf den Thron setzte, begannen die 7 Siegel und sie dauern bis heute an. Das sechste und das siebente Siegel müssen noch geöffnet werden samt den sieben Posaunen und sieben Schalen. Dies wird in den letzten 3 1/2 Jahren geschehen. Deshalb müssen wir heute zum Herrn aufschauen, der zum Kreuz ging, auferstanden ist und den Thron bestieg, um die Herrschaft über alle Könige der Erde und über jede Situation zu erlangen.

Es ist gut, nicht zu viele Fragen zu stellen und neugierig zu sein. Statt „Warum, warum, warum?“ zu fragen, müssen wir dem Einen, der auf dem Thron sitzt, „vertrauen, vertrauen, vertrauen“! Dann wird der Herr uns in allen Dingen Verständnis geben. Sonst werden wir frustriert und ärgerlich sein und ihn fragen: Warum lässt du die bösen Menschen all diese schrecklichen Dinge tun? Letzten Endes werden wir nur Kopf- und Herzschmerzen bekommen. Aber wenn wir erkennen, dass Christus die Kontrolle über alles hat, dann merken wir, dass es einen Grund dafür geben muss, warum er heute all diese widrigen Umstände zulässt. Wenn diese Dinge nicht geschehen würden, würden wir niemals glauben, dass wir am Ende des Zeitalters leben und dass die Demokratie sich dem Ende naht. Wenn es in Amerika alles so glatt und gesetzmäßig abliefe und es keinerlei Probleme gäbe, würdet ihr, wenn ich euch sage, dass die Demokratie zu Ende geht, mich auslachen und nicht glauben. Aber wenn wir sehen, wie die Gesetzlosigkeit zunimmt und so viel Böses auf dieser Erde geschieht, erkennen wir, dass nichts mehr zu retten ist. Die einzige Lösung ist die Rückkehr des Herrn Jesus. Wir können die Situationen nicht mehr ändern und die Uhr nicht mehr zurückdrehen. Doch wir müssen sehen, was der Herr heute tut und warum er die Dinge so geschehen lässt, wie sie geschehen. Er stellt alles bloß.

Da wir sehen, dass er die Kontrolle über alles hat, lasst uns aufwachen und den Ernst der Lage erkennen: Herr, ich will bereit sein. Hattet ihr jemals ein solches Verlangen im Herzen: Herr, ich muss es schaffen, ich muss mich ändern und geheiligt werden. Ich will ein Erstling werden, bis zum Äußersten gerettet werden und mich in die Priesterschaft einüben? Aber wenn alles um uns herum seinen geregelten Lauf nimmt, werdet ihr nicht diesen inneren Druck verspüren. Darum lässt der Herr in seiner Weisheit dies alles geschehen. Sogar der Lockdown wegen Corona ist gut und hilfreich. Natürlich sind auch viele Menschen wegen der Quarantäne deprimiert. Ich hoffe aber, wir nicht! Wir genießen seinen wunderbaren Frieden und Freude; wir können Gott loben, weil er viele Dinge vollbringt, die unter anderen Umständen nicht hätten geschehen können. Wie sonst kann diese Welt aufwachen. Das ist die Weisheit und Souveränität Gottes. In allem sei ihm Dank! Macht euch keine Sorgen, sondern vertraut auf den Herrn, der weiß, wie er sein Volk bewahrt.

Die Schaubrote (Teil 1)

In der Stiftshütte befindet sich im Heiligtum neben dem goldenen Leuchter und dem Räucheraltar der goldene Schaubrottisch mit zwölf Broten. Was hat uns dieser goldene Tisch mit den 12 Broten, die zu zwei Stapeln mit je sechs Broten aufgeteilt sind, heute zu sagen?

Die Zahl zwölf ist in der Bibel zweifellos eine Zahl, die für die Vollendung und Vollständigkeit steht. Sie bezieht sich nicht nur auf Vollkommenheit oder Vollständigkeit allgemein, sondern hauptsächlich auf das Volkes Gottes, wie z.B. die zwölf Stämme Israel und die zwölf Grundsteine des Neuen Jerusalems mit den zwölf Namen der Apostel. Die zwei Reihen zu je sechs Broten erinnern an die zwei Onyxsteine mit den Namen der zwölf Stämme Israels, die als Schulterstücke auf Aarons Priesterkleidung angebracht waren (vgl. 2.Mose 28:9-10). Das feine Mehl für die Schaubrote, das vom Volk gebracht und anschließend Gott dargebracht wurde, weist auf die feine, reine und vollkommene Menschlichkeit unseres Herrn Jesus hin. Diese zwölf Brote wurde den Priestern als Speise gegeben, die es an heiliger Stätte essen sollten. Dazu galt, dass diese Brote sieben Tage lang vor Gottes Angesicht gelegt werden mussten, bevor sie von den Priestern gegessen wurden. Als ein ewiger Bund war es ebenso notwendig, dass sie ständig durch frisch gebackene Brote ersetzt wurden.

Da es sich bei den 12 Broten um Speise für die Priester handelt, müssen diese Brote sieben Tage lang vor Gottes Angesicht gelegt werden. Warum? Hier möchte die Schrift uns nicht in erster Linie zeigen, dass die Menschlichkeit Jesu von Gott geprüft wurde, da seine Menschlichkeit immer rein und vollkommen war. Vielmehr will Gott sicher sein, dass das Brot für die Priester rein und heilig ist. Zum Beispiel ist das Wort Gottes in der Bibel zweifellos 100% rein und heilig, aber nachdem wir es gelesen und anderen weitergegeben haben, kann es sein, dass es durch uns verändert wurde und so nicht mehr rein und heilig ist.

Wenn die Priester dieses Brot essen, müssen sie es in der Erkenntnis essen, dass diese Nahrung, die Gott ihnen gibt, sie befähigen soll, dem Volk Gottes mit der „reinen Milch des Wortes“ und mit „reiner und fester Nahrung“ zu dienen. Sie dürfen das Wort nicht ergänzen oder verdrehen (vgl. Offb. 22:18-19; 2.Petr. 3:16). Die Propheten Jeremia (vgl. Jer. 15:16) und Hesekiel (vgl. Hes. 3:1-3) oder auch der Apostel Johannes (vgl. Offb. 10:9-11) haben alle in ihrem Dienst diese reine Speise von Gott empfangen und zu essen bekommen, um das Volk Gottes mit dem reinen Wort Gottes zu versorgen und zu unterweisen.

Wenn Gott das Brot sieht, erinnert er sich an seinen ewigen Bund mit seinem Volk. Paulus, Petrus, Johannes und alle Apostel dienten dem Volk Gottes in Treue als Priester im Namen Gottes, des Vaters, und des Herrn Jesus Christus. Ohne dieses himmlische und heilige Schaubrot zu essen ist es nicht möglich, einen solchen Dienst zu verrichten.

Die Säulen für die weisse Leinwand

Die Säulen sind notwendig, um die weiße Leinwand zu tragen

Wie können wir ein Leben führen, in dem Gottes gerechte Taten zum Ausdruck kommen? Damit die weiße Leinwand aufgehängt werden kann und somit Gottes Gerechtigkeit sichtbar wird, gibt es 60 Säulen außen um die Stiftshütte herum. Ohne die Säulen kann die Leinwand nicht stehen. Aus diesem Grund sind die Säulen sehr wichtig. Sie werden detailliert beschrieben (2.Mose 27:9-19). Gott braucht für den Aufbau seines Hauses Säulen. „Mögen unsre Söhne in ihrer Jugendzeit wie stark gewachsene Pflanzen sein, unsre Töchter wie Ecksäulen, schön geschnitzt nach der Bauart eines Tempels“ (Ps. 144:12). Diese zeichnen sich nicht durch eine bestimmte Fähigkeit oder Begabung aus, sondern dadurch, dass sie genau so beschaffen sind, wie Gott es vorgeschrieben hat.

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Die weiße Leinwand um den Vorhof

Das Haus Gottes darf nichts mit dem Wesen dieser Welt zu tun haben. Vielmehr soll sein Haus die Herrlichkeit und Reinheit Gottes zum Ausdruck bringen. „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen sein“ (Mt. 5:14). Dieses Prinzip zeigt uns Gott besonders anhand der Stiftshütte. Die Stiftshütte ist ein Bild auf die Gemeinde, die Gott heute als das wahre Zelt vollenden möchte.

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