Der Bund mit dem Tod

Jesaja 28 zeigt uns, dass die Juden in Jerusalem einen Bund mit dem Tod geschlossen haben: „Weil ihr sprecht: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und einen Vertrag mit dem Totenreich gemacht; wenn die überschwemmende Flut daherkommt, wird sie nicht zu uns gelangen; denn wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Betrug uns geborgen!“ (Vers 15). Wenn die Menschen den Bund mit Gott verwerfen, wird ihnen der Feind Gottes einen anderen Bund anbieten, den Bund mit dem Tod. Dieser Bund steht auf der Grundlage von Lüge und Falschheit.

Zur Zeit Jesajas (etwa 700 v.Chr.) haben die Juden tatsächlichen einen Bund mit den Assyrern geschlossen. Der König Hiskia bezahlte damals Assyrien dafür, dass sie nicht im Krieg gegen Jerusalem hinaufziehen. Hiskia hat zur Bezahlung sogar das Gold vom Tempel Gottes benutzt! Das war ein großer Fehler. Hiskia dachte, er könne durch Geld die Assyrer davon abhalten, gegen Jerusalem zu kämpfen. Doch letztlich war es ein Bund mit dem Tod, der auf Falschheit gründete. Die Assyrer nahmen zwar das Geld, zogen aber dennoch gegen Jerusalem hinauf. Sie haben den Bund gebrochen! Daraus können auch wir viel lernen: Wir sollten auf den lebendigen Gott vertrauen, vor allem, wenn es um das himmlische Jerusalem geht. Wenn es um Gottes Werk geht, müssen wir uns auf Gott verlassen und dürfen keinen Bund mit Menschen machen. Am Ende bezahlen wir noch für etwas, was den Tod bringt!

Doch dieser historische Bund zwischen Israel und den Assyrern deutet auf einen weiteren, in der Zukunft liegenden Bund hin. Der Bund mit dem Tod ist also gleichzeitig eine Prophetie, die bis heute noch nicht eingetroffen ist. Es handelt sich um denselben Bund wie der, von dem der Prophet Daniel spricht. In Daniel 9:27 heisst es: „Mit Macht wird er einen Bund schließen mit den vielen eine Woche lang, und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen.“ Dieser Bund ist ein Friedensvertrag zwischen Israel und den umliegenden arabischen Nationen. Dieser Bund wird ebenfalls um des Friedens willen geschlossen werden, genauso wie es zur Zeit Hiskias war. Jesaja 28 als auch Daniel 9 zeigen also, dass es bald einen Friedensvertrag zwischen Israel und den arabischen Nationen geben wird. Es wird sehr bald sein! Die gegenwärtigen politischen Entwicklungen in Israel sind ein klares Zeichen dafür. Achtung, bald wird es so weit sein!

In Zeiten von Unruhe, Streit und Krieg ist es zwar gut, einen Bund zu schließen, aber Gott hat schon prophezeit, dass dieser Bund wieder gebrochen wird. Genau wie der damalige Bund gebrochen wurde, so wird auch der zukünftige Bund gebrochen werden. Warum? Weil auch der zukünftige Bund auf Lüge und Falschheit basieren wird. Daniel 9:27 zeigt uns, dass der Friedensvertrag im Nahen Osten für sieben Jahre geschlossen wird. Doch nach Ablauf von 3 1/2 Jahren wird dieser Bund wieder gebrochen werden. Zu dieser Zeit wird der Verwüster auftreten, und der große Tag des Zornes Gottes wird für 3 1/2 Jahre auf die ganze bewohnte Erde kommen.

Dass der Bund gebrochen wird, sagt Daniel 9:27 so: „…und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen.“ Der Bund wird also den Juden erlauben, ihre Opfer auf dem Tempelberg in Jerusalem darzubringen. Doch dann werden diese Opfer wieder abgeschafft und der Bund wird somit gebrochen. Gott hat dies alles schon vorausgesagt. Es ist alles von ihm verordnet. Dieser Bund wird zum Zeichen dafür, dass die Verwüstung bald kommt, nämlich 3 1/2 Jahre nach dem Schließen des Bundes. Dem Bund mit dem Tod wird also die Verwüstung folgen. Und da dieser Bund bald geschlossen werden könnte, müssen wir uns jetzt darauf vorbereiten. Nur diejenigen, die wirklich vorbereitet sind, werden vor der Verwüstung bewahrt. Nicht alle Christen werden vor dem Tag des Zornes Gottes entrückt! Nein. Nur ein kleiner Überrest wird bereit sein. Diese Vorbereitung ist der heilige Weg. Läufst du auf dem heiligen Weg? Wir Christen müssen heute lernen, auf dem heiligen Weg zu laufen. Es ist der Weg der Gerechtigkeit, der Heiligung und der völligen Heilung. Wir müssen schon heute alles Unheilige in uns beseitigen. Die Zeit ist kurz. Lasst sie uns jetzt nutzen!

Wehe dir, Ariel, Ariel!

Die Krankheit Ephraims (das sind die 10 Stämme Israels im Norden) breitete sich nach Juda im Süden aus. Sie begann im Norden mit den zehn Stämmen Israels und kam dann nach Jerusalem, zu Ariel, herunter. Ariel bedeutet „der Löwe Gottes“. In einem guten Sinn ist die Gemeinde der Löwe Gottes, der, wie der Herr, siegreich ist. Unser Herr ist ja der Löwe aus dem Stamm Juda. Er ist siegreich gegen den Feind. Genauso sollte es auch heute mit der Gemeinde der Gläubigen sein. Wenn die Gemeinde mit Gott dem Vater versöhnt ist und vor ihm steht, dann ist sie wie ein Löwe. Sie ist siegreich über den Feind Gottes. Satan ist wie ein brüllende Löwe, aber er ist kein echter Löwe. Jakobus sagte: „Seid darum Gott untertan; widersteht aber dem Teufel, so flieht er von euch“ (Jakobus 4:7). Satan ist also wie ein fliehender Löwe ohne Zähne, der wegrennt wie eine Katze oder eine Maus.

Unser Herr ist der König, der Löwe aus Juda. Wir, die Gläubigen, sind die „kleinen“ Löwen, die ihm folgen. Die Gemeinde heisst Ariel, der Löwe Gottes. Ariel ist ein Name. Die Bezeichnung „Gemeinde“ hingegen ist kein Name, es ist nur eine Bezeichnung. Die Gemeinde sollte durch den siegreichen Christus ein Löwe sein, der gegen den Feind angeht. Doch in Jesaja 29:1 sagt Gott: „Wehe dir, Ariel“ – das bezieht sich auf Jerusalem, die Stadt Davids. Das heisst, dieses Wort gilt genauso für uns heute im Neuen Bund. Es gilt für die Gemeinde. Wir müssen dieses „Wehe“ Gottes gegen die Gemeinde also sehr ernst nehmen!

„Wehe dir, Ariel, Ariel, du Stadt, wo David lagerte! Fügt nur Jahr an Jahr und feiert Fest um Fest!“ Das bedeutet, dass sämtliche „Gottesdienste“ der Gemeinde zur Routine geworden sind. Sonntag für Sonntag tun wir Christen dasselbe. Wir wissen schon, wie alles abläuft und sind darin zu Experten geworden. Unsere Versammlungen sind nicht mehr frisch und lebendig – alles ist zur Tradition geworden. Wir kommen zur Versammlung, um zu singen; das ist für uns so wichtig geworden. Würde man uns das Liederbuch wegnehmen, könnten wir Gott nicht mehr anbeten. Wir würden nicht wissen, was wir jetzt machen sollen. Am schlimmsten ist, dass unser Gott in der Gemeinde gar nichts zu seiner Zufriedenstellung bekommt. So tadelt uns Gott: „Fügt nur Jahr an Jahr und feiert Fest um Fest!“ Die Versammlungen sollten wahre Feste voller Freude sein, doch hier läuft alles routinemäßig ab. Solche Gottesdienste haben für Gott gar keine Bedeutung. Paulus selbst ermaht uns, dass unsere Versammlungen wahre Feste sein sollten: „Darum lasst uns das Fest halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit, sondern mit ungesäuertem Brot der Lauterkeit und der Wahrheit“ (1.Korinther 5:8). Das zeigt uns, alle Feste zur Zeit des Alten Bundes, die in 3.Mose 23 beschrieben sind, finden ihre Erfüllung in Christus im Neuen Bund. Die Gemeinde muss die Wirklichkeit von Christus als alle Feste genießen und erfahren. Doch leider sind die Gemeinden nicht mehr hungrig nach Christus als das wahre Fest und machen einfach mit ihrer Tradition weiter. Sie feiern „Fest um Fest“ aus Routine, ohne den lebendigen Gott. Das kann Gott nicht akzeptieren!

„Dann will ich Ariel bedrängen, dass Traurigkeit und Klage entstehen“ (Jesaja 29:2a). Wenn wir die Feste nicht in der Wirklichkeit Christi halten, werden wir im Gemeindeleben Probleme bekommen. Gott wird sie bedrängen. „…und sie [d.i. die Stadt Gottes, Jerusalem] wird mir zum Herd Gottes werden“ heisst es weiter. Im Hebräischen wird das Wort „Herd Gottes“ genau gleich ausgesprochen wie „Löwe Gottes“. Beides wird „Ariel“ ausgesprochen. Hier benutzt Jesaja ein Wortspiel, um zu zeigen, dass Jerusalem am Ende wie ein Herd brennen wird. Es sollte ein Löwe gegen den Feind sein, doch wegen ihrer Tradition, Routine und vielen anderen Problemen wird dieser Löwe nun zum Herd. Man kann sagen, der Löwe wird gegrillt! Das ist schrecklich. Ariel, der Löwe Gottes, wird zum Grill. Wenn die Gemeinde heute einfach in der Tradition bleibt und nichts Neues mehr vom Herrn ermpfangen kann, wird der Herr am Ende alles verbrennen. Denkt nicht, dass es Gott gefällt, wenn wir Jahr für Jahr, Woche für Woche dieselbe tote Sache veranstalten. Nein, wenn wir heute als Gläubige nicht Buße tun und die Wirklichkeit der Feste halten, wird Gott uns richten. Es gibt ein Gericht für uns Christen! Paulus zeigt uns genau dasselbe: „Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch“ (1.Korinther 3:15). Er spricht hier zu den Gläubingen in der Gemeinde. Wenn wir nicht umkehren und die wahren Feste halten, müssen auch wir eines Tages durchs Feuer hindurch. Mögen wir heute auf dieses „Wehe“ hören und schnell zu unserem Gott umkehren!

Nur ein Weg führt zum Ziel

Leben ohne Jesus Christus in Sünde

Die Bibel zeigt Gottes Sicht über die Menschen: Alle haben gegen Gott gesündigt und dienen der Sünde als Sklaven. Der Lohn der Sünde ist der Tod (Römer 6:23). Was ein Mensch auch tut, vor Gott ist niemand gerecht. „Da ist keiner der gerecht ist, auch nicht einer“ (Römer 3:10). Bleibt der Mensch in diesem Zustand hat er keinen Anteil an Gottes ewigem Leben. Das Resultat ist dann der ewige Tod und der Feuersee. (2.Thessalonicher 1:8-9)

Glaube und Taufe

Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden (1.Timotheus 2:4). Durch den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus und die Taufe, erlangen wir Vergebung der Sünden und bekommen das ewige Leben. „Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Markus 16:16).

Weg der Heiligung

Um das Ziel zu erreichen, muss ein Christ den Weg der Heiligung gehen. Deshalb Gottes Befehl:
„So heiligt euch und seid heilig, denn ich bin heilig!“ (3.Mose 11:44, 1.Petrus 1:16) Dies bedeutet, dass wir uns für Gott absondern und ihm als Priester dienen indem wir ihn mit geistlichen Opfern anbeten (Offenbarung 1:6, 1.Petrus 2:5).

Ziel: Mit Christus über die Erde regieren

Gott hat dem Menschen erschaffen damit dieser über die Erde herrschen soll (vgl. 1.Mose 1:26). Durch die Sünde wurde der Mensch dafür untauglich. In Jesus kam ein Mensch, der ganz nach dem Willen Gottes gehandelt hat. Wenn ein Christ nun Jesus in seinem Leben regieren lässt und ihm gleichgestaltet wird, ist er dadurch qualifiziert, mit Christus die vorgesehene Herrschaft über die Erde auszuüben. Bei der Wiederkunft Jesu werden diese Christen für 1000 Jahre mit ihm über die Erde regieren. (Offenbarung 20:4) Ein Christ, der Christus nicht gleichgestaltet wird, hat keinen Anteil, sondern muss sich während den 1000 Jahren durch Züchtigung zurecht bringen lassen. (vgl. Lukas 12:47)

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Wirf die Magd und ihren Sohn hinaus

Der Prophet Jesaja sprach Gottes Gericht gegen Arabien aus (Jesaja 21:13-17). Arabien stammt von Ismael ab, dem ersten Sohn Abrahams. Abraham hatte Ismael mit Hagar, der ägyptischen Magd von Sara, gezeugt. Ismael ist also der Halbbruder von Isaak, dem zweiten Sohn Abrahams. Ismael und Isaak haben den gleichen Vater (Abraham), aber unterschiedliche Mütter (Hagar und Sara). Zwischen beiden Söhnen entstand Feindschaft. Bis heute ist Arabien ein Feind Israels. Wegen der Verwandtschaftsbeziehung über Abraham kann dieser Feind als ein Feind „von innen“ bezeichnet werden. Israel hat auch Feinde „von außen“, zum Beispiel Babylon, die nicht mit Israel verwandt sind. In diesem Sinn ist Arabien Israels Feind von innen. Dies hat für uns Christen heute eine wichtige, geistliche Bedeutung.

Gott hat Abraham versprochen, ihn zu einer großen Nation zu machen. Doch es gab ein Problem: Abraham hatte keine Kinder, denn seine Frau Sara war unfruchtbar. Als die Zeit verstrich und Abraham über 80 Jahre alt war, wurde er ungeduldig. Also hat er versucht, das Eintreffen der Verheißung Gottes zu beschleunigen. Er nahm Hagar, die Magd Saras, und zeugte mit ihr einen Sohn: Ismael. Das Resultat hat jedoch nur Probleme bereitet – bis heute! Dennoch hat Gott seine Verheißung viele Jahre später erfüllt und auch Sara bekam einen Sohn: Isaak. Nun hatte Abraham zwei Söhne. Doch welcher ist jetzt der Erbe?

Der Apostel Paulus greift diese Geschichte in Galater 4:21-31 auf und wendet sie auf uns Christen an, die wir zur Zeit des Neuen Bundes leben. Er zeigt, dass Ismael ein Bild auf unser Fleisch ist: „Aber der von der Magd ist nach dem Fleisch geboren.“ Wir alle sind ebenso von unseren Eltern nach dem Fleisch geboren worden. Irgendwann im Laufe unseres Lebens haben wir zu Jesus Christus gefunden, sind gläubig geworden und haben uns in Christus hinein taufen lassen. Wir sind wiedergeboren worden. Und genau das ist unsere zweite Geburt, nämlich die Geburt nach dem Geist. Das ist Isaak, der nach dem Geist geborene. Von nun an haben wir als Christen also zwei „Leben“ in uns: Zuerst Ismael, der ältere, nämlich unser Fleisch, und dann Isaak, der nach dem Geist geborene. Nun ist die große Frage: Welches dieser beiden Leben leben wir aus? Als Christen stehen wir jeden Tag vor der Wahl. Leben wir im Fleisch oder im Geist? Wir können sehr wohl unser ganzes Leben lang im Fleisch leben, obwohl wir echte, wiedergeborene Christen sind. Das ist schrecklich!

Es gibt einige Auflistungen in der Bibel, die das Fleisch beschreiben. Eine davon ist in Galater 5:19-21a: „Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Streitereien aus Selbstsucht, Spaltungen, Sektiererei, Neid…“. Andere Beschreibungen der Werke des Fleisches finden sich in Römer 1:29-31, Epheser 4:19, 31 und Kolosser 3:5, 8. Wenn wir Christen durch das Fleisch leben, werden wir Tod und Verderben ernten (vgl. Römer 8:6; Galater 6:8). Am Ende werden wir sogar unser Erbe verlieren. Paulus sagt sehr deutlich: „Das nun sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können“ (1.Korinther 15:50). Er spricht hier zu Brüdern, zu Christen, die offenbar in der Gefahr standen, den Eingang in das Reich Gottes zu verlieren. Wir dürfen keinesfalls zulassen, dass unser Fleisch uns unseres Erbes beraubt.

Doch Gottes Wort zeigt uns, dass es zwischen dem Fleisch und dem Geist eines Christen allezeit zu Konflikten kommt: „Jedoch, genau wie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist Geborenen verfolgte, so ist es auch JETZT“. Kennen wir diese Erfahrung nicht auch von uns heute? Wie oft merken wir, wie in uns das Fleisch gegen den Geist streitet? Wir möchten gerne Gottes Willen tun, vermögen es aber nicht, weil das Fleisch dagegen kämpft (vgl. Galater 5:17; Römer 8:7). Genauso hat Ismael seinen Mutwillen mit Isaak getrieben (vgl. 1.Mose 21:9). Was sollen wir da tun? Das Wort sagt: „Die aber Christi Jesu sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden“ (Galater 5:24). Wir haben das Fleisch gekreuzigt! Wir müssen also mitwirken und „durch den Geist die Handlungen des Leibes töten“ (Römer 8:13).

Genauso müssen wir unsere „Glieder töten, die auf der Erde sind, welche sind: Unzucht, Unreinheit…“ (Kolosser 3:5). Das ist die einzige Behandlung des Fleisches, die am Ende wirkt. Niemals dürfen wir auf die Idee kommen, mit dem Fleisch einen Kompromiss einzuhandeln. Diesen Kampf können wir nur durch den Geist gewinnen. Paulus sagt: „Wandelt durch den Geist, so werdet ihr die Begierde des Fleisches gewiss nicht vollbringen“. Daher müssen wir als Christen heute lernen, so absolut zu sein, wie Sara es damals war. Sie sagte zu Abraham: „Wirf die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll keinesfalls erben mit dem Sohn der Freien“ (Galater 4:30). Wir müssen allezeit mitwirken und unser Fleisch hinauswerfen. Wenn wir nicht täglich mit der Gnade zusammenwirken und unser Fleisch auf diese Weise behandeln lassen, werden wir am Ende unser Erbe verlieren. Dann dürfen wir nicht in das kommende, 1000-jährige Reich eingehen. Das wäre eine Tragödie! Daher müssen wir heute üben, durch den Geist alle Handlungen des Leibes zu töten.

Die Vision von Zion im Neuen Bund

Zur Zeit des Alten Bundes führte Gott sein Volk heraus aus der Sklaverei in Ägypten, um sie ins Gute Land, nach Israel, zu bringen. Dort sollten sie die Stätte aufsuchen, die Gott erwählt hatte, um seinen Namen dort wohnen zu lassen (vgl. 5.Mose 12). Diese Stätte heißt Zion, die Stadt des großen Königs: „Schön ragt empor der Berg Zion, die Freude der ganzen Erde, der Gottesberg an der Nordseite, die Stadt des großen Königs“ (Psalm 48:3). In Zion wollte Gott seinen Thron auf der Erde aufrichten und von dort aus als König über alle umliegenden Nationen regieren, so wie es in Psalm 110:2 heißt: „Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken aus Zion. Herrsche mitten unter deinen Feinden!“

Aus Hebräer 8:5 wissen wir, dass das Wort des Alten Bundes ein Bild und Schatten ist für die Zeit des Neuen Bundes. Ein Beispiel: Im Alten Bund mussten die Israeliten das Passahlamm schlachten und essen. Im Neuen Bund ist Christus das wahre Passahlamm (vgl. 1.Korinther 5:7). Er wurde für uns am Kreuz geschlachtet, damit wir heute durch den Glauben Anteil an ihm haben können, indem wir ihn essen (vgl. Johannes 6:51). Das damalige Passahlamm hat also eine klare Entsprechung heute: Christus ist die Wirklichkeit des Passahlamms.

Jetzt kommen wir zurück zu Zion. Was ist die Entsprechung von Zion im Neuen Bund? Hebräer 12:22-23 sagt uns: „Vielmehr seid ihr zu dem Berg Zion gekommen und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem … und zur Gemeinde der Erstgeborenen.“ Zur Zeit des Neues Bundes ist die Gemeinde der Berg Zion, die Stadt des großen Königs. Gott wohnt heute nicht mehr in Jerusalem auf dem irdischen Berg Zion, sondern er möchte in seiner Gemeinde wohnen (vgl. 1.Timotheus 3:15) und von dort aus über alle seine Feinde herrschen. Über welche Feinde möchte Gott herrschen? Epheser 6:11-12 zeigt uns, dass es viele Feinde Gottes gibt, allen voran den Teufel: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den systematischen Angriffen des Teufels widerstehen könnt; denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den Mächten, mit den Gewalten, mit den Weltbeherrschern dieser Finsternis, mit den bösen Geistern in den Himmeln.“ Diese Feinde möchte Gott heute durch die Gemeinde als sein wahres Zion unterwerfen.

Heute verstehen die meisten Menschen unter dem Wort Gemeinde einfach eine Versammlung von Christen, die regelmäßig zusammenkommen, Lieder zu singen und eine Predigt zu hören. Im Matthäusevangelium zeigt uns der Herr Jesus jedoch, was seine Gemeinde wirklich ist: „Auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen“ (Matthäus 16:18). Der Herr möchte heute eine Gemeinde haben, die vom Feind Gottes und den Mächten und Gewalten nicht überwältigt werden kann, obwohl diese es versuchen. So ein Gemeindeleben ist das geistliche Zion heute, von dem aus Gott über alle diese Feinde regieren kann. Darum möchten wir heute nicht eine Gemeinde bauen, die nur für sich selbst und die Erbauung der Gläubigen ist. Vielmehr muss die Gemeinde das geistliche Zion Gottes sein. Und so eine Gemeinde möchten wir heute aufbauen. Komm und sieh!

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