Dem Wesen nach himmlisch

Sterne sind Himmelskörper. Dies zeigt, dass die Ältestenschaft auch himmlisch sein muss. In gleicher Weise muss dann auch die Gemeinde himmlisch sein. Unser Herr Jesus ist auch ein Stern. Er ist der helle Morgenstern (vgl. Offb. 22:16b). Er ist der Mensch vom Himmel. Älteste müssen himmlische Menschen sein. Es kommt nicht darauf an, wie fähig du bist, wie viel Wissen du hast, wie begabt du bist oder ob du ein gewisses Alter erreicht hast. Die Menschen in der Welt schauen auf Talent, Fähigkeit, Macht oder gehen nach dem Rang des Alters. Wer Talent hat und begabt ist, sollte der Leitende sein. In der Vergangenheit haben die Gemeinden es genauso gemacht. Aber das Prinzip in Gottes Wort zeigt uns, dass es darauf ankommt, ob die Person dem Wesen nach himmlisch oder irdisch ist. In 1.Korinther 15 sagt Paulus, dass der erste Adam, der irdische Mensch, aus Staub und fleischlich, natürlich und verweslich ist. Aber der zweite Mensch, Christus, ist aus dem Himmel, geistlich und unverweslich. Was für Menschen sind wir heute? Wir können kein himmlisches Werk tun, wenn wir irdisch sind. Als Älteste oder Diakone in den Gemeinden schaut Gott nicht auf deine Fähigkeit oder wie gut du deine Prüfungen bestanden hast. Noch weniger schaut er auf Urkunden, die dir Menschen gegeben haben. Gott schaut auf dein persönliches Leben, ob du im Geist lebst und die himmlische Natur in deinem Leben hast, oder ob du oft in deinem Selbst und in deinem Fleisch lebst. Hältst du an deiner eigenen Ansicht fest, bist stur und machst, was du willst, hörst nicht auf andere, bist streitsüchtig oder von Stolz verzehrt? Wenn dies der Zustand der Ältesten ist, dann ist auch der Zustand der Gemeinde in der Tat sehr erbärmlich!

Egal, in welcher Kapazität ihr Brüder in den Gemeinden dient, denkt nicht, dass es ausreicht, wenn ihr einfach ein paar äußerliche Funktionen ausübt, damit sie getan werden. Es sollte im Haus Gottes nichts geben, was nicht geistlich ist. Denke nicht, dass die Gemeinde nur ein irdisches Gebilde ist. Hebräer 12:22 sagt uns, dass die Gemeinde der himmlische Berg Zion ist, das himmlische Jerusalem, die Stadt des lebendigen Gottes. Offenbarung 21:2 sagt, dass sie aus dem Himmel von Gott herabkommt. Die Gemeinde muss himmlischer Natur sein; sie ist das Himmelreich. Bringe daher keine irdischen Dinge ins Gemeindeleben hinein! Wenn du das machst, dann beweist dies, dass du nicht gesehen hast, was die Gemeinde eigentlich ist. Es beweist auch, dass du keine gottesfürchtige Person bist und dass du nicht im Geist bist. Denke daran, was der Herr Jesus getan hat, als er in den Tempel ging. Er stieß die Tische der Geldwechsler um und trieb alle hinaus, die im Tempel kauften und verkauften. Er sagte: „Tragt dies weg von hier; macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhaus“ (Joh. 2:16).

Heute müssen wir sicherstellen, dass die Gemeinde Gottes dem Wesen nach himmlisch ist. Wenn die Ältesten also dem Wesen nach nicht himmlisch sind, wird auch die Gemeinde voller Probleme sein. Es reicht nicht aus, wenn du nur die Bibel verstehst und sie auslegen kannst.

Heute ist das Zeitalter der Erkenntnis – in den vergangenen 2000 Jahren wurden so viele Bücher geschrieben und ein Überfluss an Bibelwissen angehäuft. Hat Daniel nicht gesagt, dass sich die Erkenntnis in den letzten Tagen mehren wird (vgl. Dan. 12:4)? Heute steht dir das Internet zur Verfügung. Was immer du wissen möchtest, kannst du einfach „googlen“. Jegliche Information ist sofort verfügbar. Allerdings wird dich die Internetsuche nur noch irdischer machen. Wenn du nicht lernst und übst, eine beständige, innige und echte Gemeinschaft mit dem Herrn zu haben, ist es unmöglich, dass du dem Wesen nach himmlisch bist. Ob du himmlisch bist oder nicht, kannst du nicht jemandem vormachen, du kannst niemanden betrügen. Früher oder später wirst du bloßgestellt. In der Gemeinde gibt es so viele Augen, die dich beobachten. Wie lange kannst du andere täuschen? Hesekiel 1 zeigt uns, dass die vier lebendigen Wesen voller Augen sind, innen und außen. Heute verstehe ich, warum das so ist. Es gibt viele Augen in den Gemeinden. Denke nicht, dass die Geschwister dumm sind. Vielleicht sagen sie nichts zu dir, weil du ein leitender Bruder bist, aber in ihren Herzen und hinter deinem Rücken wird viel gesagt. Alle Heiligen sind Augen, du kannst ihnen nichts vormachen. Was immer wir in der Gemeinde tun, mache es nicht mit einem Vorwand. Viele treue Geschwister merken und können unterscheiden, ob du himmlisch bist oder nicht. Wie ist deine Beziehung zum Herrn? Hast du jeden Tag mit dem Herrn Gemeinschaft? Tust du, was er sagt? Folgst du dem Lamm? Du solltest es selber wissen. Die Ältesten und die verantwortlichen Brüder sollten alle scheinende Sterne sein. Daniel 12:3 sagt: „Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste.“ Diese Weisheit ist von oben und nicht von der Erde. Dies hat mit unserem Lebenswandel zu tun und das wird uns scheinend machen. Dieses Scheinen wird für andere sichtbar werden. Erinnert ihr euch, wie das Gesicht von Mose schien, als er vom Berg Sinai herabstieg, nachdem er 40 Tage in der Anwesenheit Gottes verbracht hatte?

Daniel sagt genauso, dass alle, die verständig sind, wie Sterne leuchten und viele zur Gerechtigkeit weisen werden. Der Herr Jesus ist wirklich unsere Gerechtigkeit. Wenn du heute in der Gemeinde scheinst und diesen lebendigen Christus kennst, dann wirst du andere zum Herrn führen und nicht zu dir selbst. Du wirst andere anleiten, den Herrn zu kennen und ihm zu folgen. Das ist Gerechtigkeit. Das bedeutet es, viele zur Gerechtigkeit zu weisen. Wenn du die Menschen woanders hinführst, so dass sie deinen Vorstellungen folgen, werden sie am Ende dir nachfolgen und nicht dem Herrn. Das ist Ungerechtigkeit. Du musst den Dienenden anschauen und sehen, ob er scheint oder nicht, denn diese Welt ist voller Finsternis. Es ist mit Sicherheit keine Sache der Position. In der Religion gibt es so viel Finsternis und viele gehen in der Finsternis in die Irre. Die Sterne im Himmel befinden sich an fixen Stellen und sind fest, um andere in die richtige Richtung zu leiten. Wenn ein Seemann seine Route in der Nacht nicht findet, muss er nur seine Augen aufheben und die Sterne anschauen. Dann wird er die Richtung erkennen, in die er gehen muss.

Daniel sagt, dass die, welche viele zur Gerechtigkeit weisen, leuchten wie die Sterne immer und ewiglich. Wie wunderbar ist das! Jeder weiß, dass die Sterne nicht mehr sichtbar sind, sobald die Sonne aufgeht. Es gibt keinen Stern, der heller als die Sonne leuchtet. Wenn das so wäre, dann würde dieser Stern mit der Sonne im Wettbewerb stehen. Sobald die Sonne erscheint, verschwinden die Sterne. Wenn du Menschen zum Herrn hingeführt hast, dann solltest du verschwinden und nach Hause gehen. Bleibe nicht da stehen und konkurriere mit dem Herrn. Bis heute verstehe ich Johannes den Täufer nicht, denn er zeugte vom Herrn, dass er der Christus ist. Als Jesus gekommen war, hätte das Zeugnis von Johannes vorüber sein sollen. Er hätte sich zurückziehen und einfach dem Lamm folgen sollen. Aber im Gegenteil, er zog sich nicht nur nicht zurück, sondern hatte weiterhin seine eigenen Jünger, die dann unabsichtlich mit dem Herrn konkurrierten (Joh. 3:26; Mt. 9:14; 11:2-6). Er konnte über das erste Kommen des Herrn bezeugen und beweisen, dass Jesus der Christus ist, aber warum folgte er selbst nicht auch dem Herrn nach? Ich hoffe, dass der Herr in jeder Gemeinde einen Stern in seiner rechten Hand hält. Möge der Vater die Augen unseres Herzens öffnen, damit alle verantwortlichen Brüder an den verschiedenen Orten das sehen können.

In der Vergangenheit war die Betonung in Bezug auf den Dienst oft das äußerliche Werk, einige Aktivitäten und Methoden. Das heißt nicht, dass diese äußeren Dinge nicht getan werden müssen, aber jeder muss verstehen, dass Gott sich nicht so sehr um das äußere Werk der Ältesten und verantwortlichen Brüder kümmert. Gott möchte, dass sie Sterne werden, die der Herr in seiner rechten Hand hält. Dieses Werk ist das wichtigere Werk. Lasst uns nun sehen, was es bedeutet, dem Wesen nach himmlisch zu sein.

Die Sterne sind die Boten der Gemeinden

Vielleicht haben viele von uns in der Vergangenheit im Buch der Offenbarung den sieben goldenen Leuchtern die meiste Aufmerksamkeit geschenkt, aber sehr wenige haben die sieben Sterne beachtet. Die meisten unter uns meinen vielleicht, dass die sieben Sterne unwichtig seien, sie kümmern sich mehr um die sieben goldenen Leuchter. Das ist ein schwerwiegender Fehler. Wenn nur die sieben goldenen Leuchter wichtig wären, warum würde dann der Herr Jesus das Geheimnis der sieben Sterne erwähnen? Und in Vers 20 von Kapitel 1 werden die sieben Sterne zuerst erwähnt und erst danach die sieben goldenen Leuchter. Sind die sieben goldenen Leuchter wichtiger als die sieben Sterne? Vor einigen Jahren hätte ich gesagt, dass die goldenen Leuchter wichtiger sind. Aber heute muss ich sagen, dass die sieben Sterne wichtiger sind als die sieben goldenen Leuchter. Nachdem wir in den letzten 50 Jahren durch so viele Erfahrungen hindurchgegangen sind, kann ich heute diese Aussage machen. Die Sterne sind wichtiger, weil sie die Boten der Gemeinden sind.

Kurz gesagt, die sieben Sterne sind die verantwortlichen Brüder in den sieben Gemeinden. In den letzten Jahren haben wir Leitende oder Älteste in den Gemeinden gesehen, die den falschen Weg gegangen sind, und infolgedessen wurde die ganze Gemeinde irregeführt. Als der Herr Jesus die Sendschreiben an die Gemeinden verfasste, schrieb er sie nicht direkt an die Gemeinden, sondern richtete sie an die Boten der Gemeinden. Er befahl Johannes nicht, „der Gemeinde in Ephesus“ zu schreiben, sondern „dem Boten der Gemeinde in Ephesus“ (Offb. 2:1). Warum wurden die Sendschreiben an die Boten der Gemeinden gerichtet? Wäre es nicht gut genug gewesen, einfach der Gemeinde zu schreiben? Hier müsst ihr einen wichtigen Punkt erkennen: Wenn die Gemeinde ein Problem hat, dann liegt der Grund darin, dass mit den Boten – den Leitenden – etwas nicht stimmt. Du musst nur die Boten anschauen, dann wirst du wissen, wo die Gemeinde geistlich steht. Wenn die Ältesten einer Gemeinde nicht im Leben wachsen und nicht vorangehen, dann hat die Gemeinde keinen Weg voranzugehen.

Dies ist der Grund, warum der Herr nicht nur das Geheimnis der sieben goldenen Leuchter offenbart hat, sondern auch das Geheimnis der sieben Sterne. Die Gemeinde ist in der Tat ein Geheimnis, genau wie das Himmelreich in Matthäus 13 ein Geheimnis ist. Das Wort „Geheimnis“ bedeutet nicht nur etwas Verborgenes oder etwas, das schwer zu verstehen ist. Vielmehr zeigt es auch etwas Kompliziertes. Warum ist das Himmelreich ein Geheimnis? Es ist ein Geheimnis, weil es nicht nur mit Gott zu tun hat, sondern auch mit uns. Wenn es nur mit Gott zu tun hätte, so hätte das Himmelreich sicherlich kein Problem. Sobald aber wir hinzukommen, wird es kompliziert. Außerdem mischt sich der Feind, Satan, mit den Mächten und Gewalten ein. Damit wird es sogar noch komplizierter! Wenn der Herr Jesus der Einzige wäre, der den Samen des Himmelreichs sät, dann wäre alles, was wächst, ganz himmlisch und alles wäre so einfach. Aber der Herr Jesus erwähnt vier verschiedene Erdböden, die unsere Herzen darstellen. Einige sind hart wie ein Weg, andere sind felsig ohne viel Erde, einige tragen Dornen und ersticken den Samen und einige sind ein guter Boden. Das Herz der Menschen ist wirklich zu kompliziert! Außerdem kommt auch der Teufel und sät seinen Samen. Das macht die Sache noch schwieriger! Sagt mir, ist die Gemeinde so einfach? Wenn sie so einfach wäre, hätte der Aufbau der Gemeinde nicht schon über 2000 Jahre gedauert; und der Aufbau ist noch nicht einmal fertig! Wenn die sieben goldenen Leuchter ein Geheimnis sind, was ist dann der Schlüssel? Er liegt in den sieben Sternen. Ich habe nicht die Zeit, euch die ganze Geschichte der Gemeinde in den letzten 2000 Jahren zu erzählen, aber warum ist die Gemeinde heute in solch einen Zustand gefallen? Das Hauptproblem liegt in der Untreue der verantwortlichen Brüder. Daher sind die sieben Sterne auch ein Geheimnis. In Offenbarung 1 gibt es zwei Geheimnisse, und das Geheimnis der sieben Sterne wird zuerst erwähnt. Als der Herr Jesus den Gemeinden geschrieben hat, schrieb er den Boten der Gemeinden und nicht den Gemeinden direkt. Dies beweist die Wichtigkeit der Boten der Gemeinde.

Der Zusammenhang des ganzen Neuen Testaments zeigt uns, dass sich die sieben Sterne in der rechten Hand des Herrn auf die Ältesten in den Gemeinden beziehen. Die Ältesten werden vom Heiligen Geist eingesetzt, um die Herde zu weiden und sie zu beaufsichtigen, um gute Vorbilder der Herde zu sein, aber nicht, um über die Herde zu herrschen. Das zeigt uns der Herr im Neuen Testament. Daher sind die Ältesten oder die verantwortlichen Brüder in den Gemeinden sehr wichtig. Jeder goldene Leuchter (jede Gemeinde) ist ein korporatives Gebilde. Genauso ist der Stern jeder Gemeinde ein korporatives Gebilde. Es gibt nicht einen einzigen Ältesten, der die anderen Ältesten leitet, sondern es gibt eine Ältestenschaft, die eine Gruppe von Ältesten umfasst. Denke nicht, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen und die anderen Ältesten beeinflussen kannst, nur weil du ein Ältester bist. Nein! In allem musst du zuerst den Herrn fragen und dann kannst du mit den anderen Ältesten in einer guten, aufrichtigen und geistlichen Weise im Herrn Gemeinschaft haben. Nur Älteste einer Gemeinde, die zusammen in Christus aufgebaut sind, können einen Stern bilden. In der Gemeinde hat nicht ein einziger Ältester das Sagen, denn das ist gegen das Prinzip der Bibel. Wenn wir heute zusammen dienen, müssen wir eine Vision haben und können es uns nicht leisten, locker damit umzugehen. Nur wenn die Ältesten zusammenkommen und im Leben miteinander koordinieren, mit dem Herrn als dem Haupt, dann werden sie zu einem korporativen Stern. Treffe keine Entscheidungen in der Gemeinde alleine. Die Ältestenschaft muss die Gemeinde mit der Einheit in Christus leiten, nämlich mit der Einheit des Geistes und nicht mit nur irgendeiner Einheit. Denke nicht, dass das so einfach ist! Ich habe in den letzten 50 Jahren zu viel gesehen. Möge der Herr uns barmherzig sein. Ob du ein Ältester, ein verantwortlicher Bruder oder ein Diakon bist, das Prinzip des Dienstes in der Gemeinde ist ein und dasselbe.

Das Geheimnis der 7 Sterne: Einleitung

Christus – der Standard des Dienstes im Neuen Testament

Jesus Christus ist unser einziger Standard für den Dienst im Neuen Testament. Er war ganz für Gott und eins mit ihm. In Johannes 4:34 sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.“ Was für ein wunderbares Vorbild, dem wir folgen sollen. Wir können Gott nicht auf irgendeine Art und Weise dienen – dass jeder tut, was recht ist in seinen Augen (5.Mose 12:8, 25, 28). Wenn jemand für eine Firma arbeitet, kann er nicht vermessen sein und alles auf seine eigene Art und Weise tun. Wenn er so arbeitet, wird er seine Stelle verlieren. Betrachten wir den priesterlichen Dienst in der Heiligen Schrift zur Zeit des Alten Bundes, dann sehen wir, dass die Priester alles genau nach Gottes Anweisung gemacht haben. Sie dienten dem gerechten, heiligen und herrlichen Gott. Genau das trifft auch auf uns zu. Wenn wir heute dem Herrn dienen, müssen wir seinem Wort ganz gehorchen, um ihm wohlgefällig zu sein. Paulus sagt in Galater 1:10: „Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht.“ Im Alten Bund verlangte Gott, dass alle priesterlichen Dienste genau nach seinem Wort ausgeführt werden. Und sein Standard ist sehr hoch. Vergiss nicht, was den zwei Söhnen Aarons widerfahren ist, als sie in 3.Mose 10:1-3 fremdes Feuer opferten. Aus dieser Geschichte sollten wir nicht nur ein paar Lehren ziehen. Die Bibel gibt uns viele Warnungen. In der letzten Dienstkonferenz haben wir gesehen, dass der vollkommenste Standard des Dienstes der unseres Herrn Jesus Christus selbst ist. Kein Wunder, dass Gott der Vater erklärt hat:

„Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Mt. 3:17; 17:5). Leider tun wir wegen unseres gefallenen und vermessenen Wesens in unserem Dienst oft Dinge, die Gott nicht wohlgefällig und die sogar gegen seine Anweisungen gerichtet sind. Hast du keine Furcht vor dem Gericht des Herrn, das uns erwartet, wenn er wiederkommt? Geschwister, mögen wir alle lernen und vor dem Herrn üben. Erinnert euch daran, dass das erste Opfer in 3.Mose 1, das Gott von uns fordert, das Brandopfer ist. Dieses Opfer zeigt Christus als denjenigen, der ganz für Gott ist. Er kam ausschließlich, um den Willen Gottes zu tun. Er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.

Die vollkommene Menschlichkeit Jesu

Ein weiterer wichtiger Faktor bei einer Person, die Gott dient, besteht in der Erfahrung der Menschlichkeit Christi, die durch das Speisopfer dargestellt wird. Nur eine Handvoll des Speisopfers wurde für Gott verbrannt; der Rest war die Speise der Priester. Warum gefällt unser Dienst dem Herrn nicht? Weil unsere Menschlichkeit gefallen und voller Sauerteig ist. Wir sind sehr locker und vermessen, sehr grob und Gott ungehorsam, eigenwillig und denken immer, dass wir alles wüssten. Wir tun nicht, was er uns sagt, sondern tun so viele Dinge, die gegen seinen Willen sind. Wegen unserer gefallenen Menschlichkeit genügt unser Dienst nicht seinem Standard. Daher muss jemand, der dem Herrn dient, die Menschlichkeit Christi essen. Das ist sehr grundlegend. Denke nicht, dass du qualifiziert bist, ihm zu dienen, weil du so viel Wissen hast – das macht dich nur stolz und aufgeblasen. Der Stolz wird über dich kommen, so dass du von jedem erwartest, auf dich und nicht auf Gott zu hören. Du wirst so unnahbar, dass jeder, der nicht mit dir einverstanden ist, hinausgeworfen wird – du schließt sogar die Tür für den Herrn Jesus selbst! Das ist unsere gefallene Menschlichkeit. Aber schaue den Herrn Jesus an. Als er auf diese Erde kam, war er nicht so. In unserem Dienst brauchen wir die Menschlichkeit des Herrn Jesus Christus. Ansonsten wird unser Dienst viele Probleme verursachen. Wir müssen erkennen, dass das Fleisch eines Christen nicht besser ist als das eines Ungläubigen in der Welt. Ich hoffe, ihr habt unsere Gemeinschaft in der letzten Dienstkonferenz nicht vergessen. Eigentlich brauchen wir gar keine Dienstkonferenz, sondern wir sollten einfach unseren Herrn Jesus täglich in den vier Evangelien anschauen und von ihm lernen. Das würde schon ausreichen! Möge der Herr uns barmherzig sein.

Alles, was im Neuen Testament geschrieben steht, bestätigt und erfüllt das, was schon im Alten Testament (der Herr nannte es „die Schrift“) gesagt wurde. In den vier Evangelien wird vieles wiederholt. Genauso in den Briefen: Galater, Epheser, Philipper und Kolosser. Warum wird darin so viel wiederholt? Weil wir oft hören und dann wieder vergessen. Mit dem linken Ohr hören wir und durch das rechte Ohr geht alles wieder hinaus. Wir sollten mit beiden Ohren hören, aber der gefallene Mensch hört nur mit einem Ohr und das Gesagte geht durch das andere wieder hinaus. Nachdem wir das Wort gehört haben, setzen wir es nicht in die Praxis um. Geistliche Erfahrung kommt nicht vom bloßen Hören, sondern wir gewinnen sie durch unsere Übung und unser Lernen. Daher sagt die Bibel, dass wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes werden sollen. Ich habe so viele gesehen, die eine gute Botschaft geben können, aber die wie die Pharisäer und Schriftgelehrten nicht tun, was sie lehren! Jeder kann reden, aber nicht jeder tut auch gemäß dem, was er redet.

Heiligung durch die Feste des Herrn

Das Wort der Heiligung dient nicht nur unserem Wissen, sondern wir sollen die Wirklichkeit der Heiligung in unserem persönlichen, täglichen Leben und auch im Gemeindeleben erfahren. Die Tatsache, dass Gott heilig ist, ist Grund genug für uns, uns vollständig zu heiligen. Der heilige Gott kann nicht in einem unheiligen, toten Haus wohnen. Auch wir wollen nicht in einem Grab wohnen. Nicht einmal die Obdachlosen würden auf einem Friedhof übernachten. Der Tod ist schrecklich. Gott ist ein heiliger Gott; wie könnte er in einem unheiligen Haus wohnen wollen? Als sein Tempel durch Götzen und Tod beschmutzt war, lud er Nebukadnezar ein, um ihn völlig zu zerstören und zu verbrennen. Wenn etwas tot ist, dann ist es aus und vorbei.

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Heiligung, Gericht und Läuterung

Ein heiliger Wandel muss unsere Wirklichkeit sein. Die ganze heutige Weltlage fordert uns heraus, der Heiligung nachzujagen und uns von der Welt abzusondern. Aufgrund des COVID-19 Virus sind wir gezwungen, Abstand zu halten. Eigentlich hätten wir uns bereits vorher von der Welt mit all ihren Bösen und auch Guten Dingen und allem, was Gott nicht gefällt, absondern sollen. Leider hängt unser Herz immer noch an vielen Dingen. Ist es nicht erstaunlich, dass in so kurzer Zeit alles angefangen hat zusammenzubrechen? Die Welt bricht in sich selbst zusammen. Diese Situation hilft uns, die Vergänglichkeit zu erkennen. Aber wir haben einen sicheren und festen Anker der Seele (vgl. Hebr. 6:19). Wir können uns heute an nichts festhalten, außer an unserem wunderbaren, lebendigen, dreieinen Gott.

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